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antriebstechnik 8/2020

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antriebstechnik 8/2020

ELEKTROMOTOREN INTERVIEW

ELEKTROMOTOREN INTERVIEW EINE MODERNE ANTRIEBSLÖSUNG BRAUCHT DEZENTRALE INTELLIGENZ UND SENSORIK 18 antriebstechnik 2020/08 www.antriebstechnik.de

Dunkermotoren sieht sich trotz Corona-Krise gut aufgestellt für die kommenden Herausforderungen. Das Unternehmen setzt dabei stark auf das Industrial Internet of Things und will seine Antriebslösungen zunehmend mit dezentraler Intelligenz ausstatten. Im Gespräch mit antriebstechnik erzählt der Geschäftsführer Uwe Lorenz, wie ein gesunder Mix zukunftsträchtiger Branchen aussehen kann. Die Corona-Pandemie hat viele Wirtschaftszweige betroffen. Wie erlebt Ihr Unternehmen diese Zeit? Im ersten Quartal des Jahres waren Auftragseingang und Umsatz auf gewohnt hohem Niveau, dann kam es durch Corona zu einer kritischen Versorgungslage bei vielen Zulieferkomponenten. Etwas zeitversetzt war auch ein deutlicher Einbruch bei der Nachfrage in einigen Zielmärkten festzustellen. In der Konsequenz war Kurzarbeit notwendig, wenn auch in geringem Umfang. Aktuell registrieren wir wieder eine etwas anziehende Nachfrage und sind zuversichtlich, gestärkt aus der Krise zu kommen. Hat sich das Geschehen im Gesundheitswesen auf Ihren Geschäftsbereich Medizin- und Labortechnik ausgewirkt? Wir liefern Motoren für viele Geräte in der Medizintechnik, unter anderem für Beatmungsgeräte und Nähmaschinen zur Fertigung von Schutzanzügen. In dem Geschäftsbereich gab es zu Beginn der Pandemie verstärkt Abrufe und Anfragen, allerdings hat sich das bereits nach wenigen Wochen wieder auf dem normalen Niveau eingependelt. In der Unternehmensphilosophie von Dunkermotoren stehen Kundenorientierung und innovatives Denken und Handeln ganz oben an. Wie bringen Sie diese beiden Aspekte in puncto Produktentwicklung zusammen? Das stimmt, Dunkermotoren hat in den letzten Jahren innovative Produkte und Funktionalitäten auf den Markt gebracht, die unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten. Basis für einen großen Teil der Innovationen ist die „Motor Control Platform“, welche derzeit in alle Servomotorbaureihen integriert wird. Dies reicht von der einfachen und günstigen „dMove“ 4Q-Regelelektronik bis hin zum „dPro“ Motioncontroller mit hochauflösendem Geber, Vektorregelung, Ethernet-Schnittstellen und Safety-Funktionalität. Was steht für die Antriebslösungen von Dunkermotoren hinter den Begriffen, Künstliche Intelligenz und Schwarmintelligenz als Basis für die Industrie 4.0? Schwarmintelligenz steht stark im Kontext IIoT (Industrial Internet of Things) und dezentraler Systeme. Hier sind wir mit unseren intelligenten Antrieben sehr aktiv. Es geht vor allem darum, dass jeder Antrieb oder jedes Antriebsnetzwerk selbst die Applikation im Bauch trägt. Nötigen Echtzeitentscheidungen zur Reaktion auf die Umwelt werden vom Antrieb selbst getroffen und mit anderen Antrieben abgestimmt. Eine separate SPS wird in diesen Anwendungen nicht mehr benötigt. Künstliche Intelligenz kommt dann ins Spiel, wenn Antriebe ihre Zustandsdaten wie zum Beispiel Temperatur- oder Stromverläufe in die Cloud übertragen und dort Muster abgeleitet werden. So wird erkennbar, wann sich Defekte oder Anomalien anbahnen. Diese Informationen Technologie für das, worauf es wirklich ankommt. Ein geschliffener Miniatur-Kugelgewindetrieb bildet das Herzstück eines Computertomographen. Eine wichtige Baugruppe – entwickelt von Steinmeyer. 01 Der bürstenlose Servo-Motor BG 95 dPro mit Profinet-Schnittstelle wird in Bereichen der industriellen Automatisierung eingesetzt Kompetenz dank 100 Jahren Erfahrung. www.steinmeyer.com

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