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antriebstechnik 8/2019

antriebstechnik 8/2019

SPECIAL: ANTRIEBE FÜR

SPECIAL: ANTRIEBE FÜR WERKZEUGMASCHINEN Möglichkeiten eines hocheffizienten Engineering-Frameworks. Die neue Steuerung setzt zudem auf Safety Integrated als einheitlichen Siemens Industrie Standard im Bereich Safety auf. Durch die bereits bei der Kon zeption mitgedachte IT-Sicherheit setzt die CNC das mehrstufige Defense-in-Depth-Konzept um. Mit ‚Create My- VirtualMachine‘ und ‚Run MyVirtualMachine‘ steht eine Software für die dazu gehörigen digitalen Zwillinge zur Verfügung. Das durchgängige Konzept des digitalen Zwillings, die leistungsstarke Hardware und die integrierte IT-Sicherheit machen die Sinumerik One deshalb zur zukunfts weisenden CNC, die die digitale Transformation der Werkzeug maschinenindustrie vorantreibt. SHOWCASE ADDITIVE MANUFACTURING Besucher der EMO können die Sinumerik One vor Ort anhand von Highlight-Showcases live erleben. Ein Beispiel, das auf dem Siemens Messestand zu sehen sein wird, kommt vom Unternehmen Beam, das als erster Maschinenbauer eine Sinumerik One in seine Additive- Manufacturing-Maschine Modulo 250 eingebaut hat. Beam zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Maschinen für Directed Energy Deposition (DED). Unter den Additive-Manufacturing- Technologien zeichnet sich DED besonders durch hohe Aufbauraten, Multimaterialanwendungen und gezielte Materialeinbringung direkt in die Prozesszone aus. Besucher können dabei zusehen, wie an der AM-Maschine die Prozess-Simulation des Materialauftrages im mitgelieferten Softwarepaket NX Virtual Machine in der für DED bewährten NX-CAM-Umgebung abläuft. WERKSTÜCK KONTINUIERLICH ÜBERWACHEN Neben der oben beschriebenen Hardware erweitert Siemens auch das Softwareangebot rund um die Werkstückqualität um eine weitere Sinumerik Edge-Applikation zur kontinuierlichen Überwachung der Werkstückproduktion. Die App ‚Analyze MyWorkpiece/Monitor‘, die ebenfalls auf der EMO 2019 zu sehen sein wird, ermöglicht auf Basis hochfrequenter Daten eine kontinuierliche Überwachung der Produktion von Werkstücken in Werkzeugmaschinen. Dazu werden Messwerte wie Positionsdaten, Drehmomente oder Regelabweichungen zusammen mit Kontextinformationen, z. B. das aktuell verwendete Werkzeug, hochfrequent und rückwirkungsfrei aus der Maschine via Sinumerik Edge erfasst. Diese Messwerte werden kontinuierlich mit einem Referenzmodell verglichen. Treten Abweichungen auf, die ein zuvor festgelegtes Maß überschreiten, protokolliert die Applikation das Ergebnis, sendet es an die Werkzeugmaschine und ermöglicht zeitnahe Reaktionen vom Bediener – somit ist z. B. eine einzigartige prozessparallele Qualitätskontrolle während der Produktion möglich. ‚Analyze MyWorkpiece/ Monitor‘ ergänzt die bereits vorhandenen Applikationen im Bereich der Werkstückanalyse ideal. Die Edge-Applikation ‚Analyze MyWorkpiece/Capture‘ zeichnet ausgewählte Daten auf, die dann mit der PC-Applikation ‚Analyze MyWorkpiece/Toolpath‘ visualisiert werden können. Die hochfrequenten Datenpunkte erlauben eine detaillierte Visualisierung und eine umfassende Analyse von produzierten Werkstücken. So kann die Werkstückqualität bereits während der Produktionseinführung optimiert werden. Zusätzlich zu den Applikationen im Bereich der Werkstückanalyse wird es auf der EMO 2019 weitere Applikationen im Bereich der Maschinenverfügbarkeit und der Prozessoptimierung zu sehen geben. So bietet ‚Analyze MyMachine/Condition‘ eine Überwachung kritischer Maschinenparameter. Mit ‚Optimize MyMachining/Trochoidal‘ bietet Siemens eine Lösung für Wirbelfräsen zur Steigerung der Effizienz an, bei der die Optimierung der NC-Programme direkt an der Werkzeugmaschine erfolgt. DER ENTSCHEIDENDE HEBEL „Mit unserem einzigartigem Angebot an Digitalisierungslösungen ebnen wir den Weg für die Zukunft der Werkzeugmaschinenindustrie und tragen so dazu bei, dass unsere Kunden, Hersteller und Anwender von Werkzeugmaschinen, die rasant wachsenden Datenmengen auf neue und weitaus umfassendere Weise zur Steigerung ihrer Produktivität, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit nutzen können“, erklärt Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control. Grundlage für innovative Technologien ist die Verfügbarkeit und Transparenz von Daten mit denen sich digitale Zwillinge – von Produkt, Produktion und Performance – erstellen lassen und die alle Schritte der industriellen Fertigung im virtuellen Raum abbilden und miteinander verknüpfen. „Der entscheidende Hebel ist“, so Heuring weiter, „diese Daten auf innovative Weise zu nutzen und in wertvolles Wissen umzuwandeln – für höhere Performance und Flexibilität sowie schnellere Markteinführungszeiten.“ EMO 2019: Halle 25, Stand A01 Fotos: Siemens AG www.siemens.de/emo DIE IDEE „Die Idee hinter der neuen Steuerung Sinumerik One war eine nahtlose Integration von Hardware und Software. Sie ermöglicht Werkzeugmaschinenherstellern die vollständige virtuelle Abbildung ihrer Entwicklungsprozesse, also die Verschmelzung von virtueller und realer Welt. Mit der zukunftsweisenden CNC für die Werkzeugmaschine sollen Maschinenhersteller wie Maschinenbetreiber vom durchgängigen digitalen Zwilling von Produkt, Produktion und Performance profitieren.“ Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Business Unit Motion Control (MC), Siemens AG 64 antriebstechnik 2019/08 www.antriebstechnik.de

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