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antriebstechnik 6/2026

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STANDPUNKT

STANDPUNKT DATENSICHERHEIT CYBER SECURITY FÜR ZUKUNFTSFÄHIGE MASCHINEN Cyber Security ist keine Hürde für Innovation - sie ist ein Qualitätsmerkmal. Wer Security von Anfang an in die Produktentwicklung integriert, erfüllt regulatorische Anforderungen, stärkt das Vertrauen seiner Kunden und differenziert sich im internationalen Wettbewerb. Das meint Denis Göllner, Product Manager System & Security bei Lenze. Lange Zeit galt Cybersicherheit im Maschinenbau als Randthema. Solange die Anlage lief, schien alles in Ordnung. Diese Zeiten sind vorbei. Mit dem Cyber Resilience Act (CRA), der Maschinenverordnung und weiteren Vorgaben wird Cyber Security zur Pflicht. Doch wer die neuen Anforderungen nur als zusätzliche Belastung betrachtet, greift zu kurz. Die entscheidende Frage lautet: Wer nutzt sie als Wettbewerbsvorteil? Maschinen und Anlagen sind heute hochgradig vernetzt. Gleichzeitig nehmen Cyberangriffe auf industrielle Infrastrukturen zu. Die Folgen reichen von Produktionsausfällen über Datenverlust bis hin zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Kunden erwarten deshalb nachweisbare Sicherheit. Cyber Security muss daher von Anfang an Teil der Produktentwicklung sein - nicht als nachträgliches Add-on. Echte Sicherheit entsteht durch einen durchgängigen Ansatz: sichere Entwicklungsprozesse, regelmäßige Risikoanalysen, transparente Schwachstellenkommunikation und ein professionelles Security- Management über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine. Viele Unternehmen unterschätzen noch immer den organisatorischen Aufwand. Doch Security endet nicht mit der Auslieferung eines Produkts. Sicherheitslücken müssen erkannt, bewertet und dokumentiert, Updates bereitgestellt und Kunden informiert werden. Die gute Nachricht: Cyber Security schafft echten Mehrwert. Sie reduziert Haftungsrisiken, schützt Know-how, erhöht die Anlagenverfügbarkeit und stärkt das Vertrauen der Kunden. Vor allem aber wird sie zum Differenzierungsmerkmal. Sind technische Leistungsdaten vergleichbar, entscheiden Zuverlässigkeit, Transparenz und Sicherheit über den Zuschlag. Maschinenbauer sollten Cybersicherheit deshalb nicht als regulatorische Bürde behandeln. Sie ist ein Qualitätsmerkmal moderner Maschinen und genauso selbstverständlich wie Funktionalität oder Energieeffizienz. Entscheidend wird, dass sie nicht nur versprochen, sondern nachweisbar umgesetzt wird. Genau hier setzen Standards wie die IEC 62443 an. Lenze wurde bereits 2025 vom TÜV Rheinland nach IEC 62443-4-1 zertifiziert - ein Nachweis für sichere Entwicklungsprozesse über den gesamten Produktlebenszyklus. Auch seine Produkte im aktiven Produktportfolio richtet Lenze auf die Anforderungen des CRA aus. Die Zertifizierungen nach DER GRÖSSTE NUTZEN DER CYBER SECURITY: VERTRAUEN ALS WETTBEWERBS- VORTEIL Denis Göllner, Product Manager System & Security, Lenze IEC 62443-4-2 laufen. Die Anforderungen der Maschinenverordnung sind für ausgewählte Produkte bereits erfüllt, weitere werden derzeit finalisiert. So erhalten Kunden mehr Sicherheit in Projekten und Ausschreibungen und können auch hohe Security-Anforderungen umsetzen. Cyber Security ist für den Maschinenbau eine strategische Investition. Wer heute handelt, schafft Vertrauen, reduziert Risiken und stärkt seine Marktposition. Zukunftsfähig sind somit die Maschinen, die Sicherheit nachweisbar zum Kundennutzen machen. www.lenze.de 6 antriebstechnik 2026/06 www.antriebstechnik.de

SOFTSTARTER STABILUS UND SYNAPTICON SCHLIESSEN PARTNERSCHAFT PELAZ LEITET SCHAEFFLER-TOCHTER STECH DEFENCE Die Synapticon GmbH, Spezialist für integrierte Antriebstechnik und funktionale Sicherheit in der Robotik, und die Stabilus SE, ein führender Hersteller und Anbieter von Motion- Control-Lösungen, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Zusammen entwickeln und fertigen die beiden Unternehmen eine gemeinsame Produktlinie integrierter Aktuatoren für humanoide Roboter und weitere Robotik-Anwendungen. Die Rollen der Partner ergänzen sich: Synapticon liefert die Intelligenz des Aktuators - Software, funktionale Sicherheit, Elektronik- und Sensordesign sowie die Antriebstechnologie. Stabilus bringt Mechanik-Design, Sourcing, Industrialisierung, Fertigung, Montage und Logistik ein. Die gemeinsame Produktlinie deckt humanoide Gelenke über alle Größenklassen ab - vom Kopfund Handgelenk bis zu Hüfte und Knie. Die Fertigung wird von Beginn an auf Großserien ausgelegt, nach dem Vorbild automobiler Fertigungs- und Qualitätsstandards. www.stabilus.com Celia Pelaz (48) wird zum 1. Oktober 2026 CEO „Defence & New Space“ der Schaeffler AG und übernimmt damit die Leitung der Geschäftsführung der STech Defence GmbH. Die Gesellschaft wurde Ende 2025 als eigenständige Tochter gegründet und konzentriert sich auf die Bereiche Verteidigung und New Space. CTO ist Manfred Homm (60), die CFO- Funktion nimmt interimistisch Dr. Christopher Köth (42) wahr. Die STech Defence GmbH positioniert sich als Partner der Rüstungs- und Raumfahrtindustrie in Deutschland und Europa und stützt sich auf die Entwicklungs-, Fertigungs- und Industrialisierungskompetenz der Schaeffler Gruppe. Pelaz war zuletzt seit Anfang 2025 COO und Mitglied des Management Boards bei Spire Global. Zuvor hatte sie verschiedene Funktionen bei EADS, Airbus Defence & Space sowie bei Hensoldt inne, dort ab Juli 2021 als CSO im Vorstand und bis August 2024 als COO. Schaeffler verfolgt die Ambition, bis 2035 zehn Prozent des Umsatzes in neuen Wachstumsfeldern wie humanoider Robotik, Verteidigung und New Space zu erzielen. www.schaeffler.com HANS SEIFERT IST NEUER CSO BEI SIGMATEK LENORD+BAUER TRITT PARTNERNETZ- WERK CTRLX WORLD BEI Der Automatisierungsspezialist Sigmatek hat Hans Seifert zum Chief Sales Officer ernannt. In seiner neuen Funktion wird er den weltweiten Vertrieb des Komplettlösungsanbieters gezielt ausbauen und Impulse für nachhaltiges Wachstum setzen. Sein Verantwortungsbereich umfasst den internationalen Vertrieb, das Marketing, die Anwendungstechnik sowie den Support. Seifert ist seit 34 Jahren in unterschiedlichen Positionen bei Sigmatek tätig. Seit 2017 ist er Geschäftsführer der Sigmatek GmbH in Deutschland und bringt langjährige Erfahrung im strategischen Vertrieb, im Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen sowie in der Neukundenakquise mit. Mit der neuen Position des Chief Sales Officer stärkt Sigmatek die konsequente Kundenorientierung, richtet Prozesse entlang der Customer Journey aus und treibt die Weiterentwicklung der internationalen Vertriebsstrukturen gezielt voran. www.sigmatek-automation.com Lenord+Bauer ist dem Partnernetzwerk ctrlX World beigetreten und bereichert es um Lösungen zur Teil- und Vollautomatisierung. Nutzer des Automatisierungsbaukastens ctrlX Automation von Bosch Rexroth können so künftig auf Positionierantriebe und Positionsanzeigen von Lenord+Bauer zugreifen. „Durch die EtherCAT- Schnittstelle ist die Integration der Antriebe in die ctrlX World ein Kinderspiel“, erklärt Dr. Peter Velling, Chief Technology Officer bei Lenord+Bauer. „Wir freuen uns, dass wir unser Netzwerk um einen Spezialisten für Bewegungssensorik und integrierte Antriebstechnik erweitern konnten, mit dem wir auch durch die Mitgliedschaft im Packaging Valley eine gemeinsame Basis haben“, ergänzt Hans-Michael Krause von Bosch Rexroth. www.lenord.de Hybrid made easy. Für mehr Informationen besuchen Sie uns auf der SMM - Halle A4 Stand Nr. 211 www.reintjes-gears.de 26-19700-526 AZ Messe deutsch.indd 1 06.08.26 08:11 www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2026/06 7