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antriebstechnik 6/2023

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antriebstechnik 6/2023

STANDPUNKT

STANDPUNKT MITARBEITERBETEILIGUNG KUNDEN STATT ABTEILUNGEN IM FOKUS Nach Akquisition von Intorq durch die Kendrion Gruppe im Jahr 2020, führen die beiden Bremsenhersteller nun auch ihre QM-Systeme zusammen. Das war keine einfache Aufgabe. Die Mitarbeiter wurden dazu ins Boot geholt und Workshops veranstaltet. Am Ende standen in den Prozessen nicht mehr die Abteilungen und deren Zusammenwirken im Mittelpunkt, sondern Kundenzufriedenheit und Kundennutzen. Seit dem vergangenen Sommer etablieren Kendrion und Intorq ein gemeinsames Qualitätsmanagement für den Geschäftsbereich Industrial Brakes. Dabei werden Erfahrungen und Stärken der beiden Spezialisten für Industriebremsen gebündelt und die internen Prozesse mit dem Blick auf den Kunden optimiert. Daher war es naheliegend, auch die internen und externen Abläufe so zu optimieren, dass die Stärken beider Unternehmen effektiv genutzt werden. Bei der Übernahme von Intorq durch Kendrion waren in beiden Unternehmen bereits ein QM-System nach ISO 9001 sowie ein Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001 etabliert. Am Kendrion- Standort in Villingen gibt es darüber hinaus noch ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Corona-bedingt verzögerte sich die Harmonisierung der Managementsysteme bis in den Sommer 2022. Unsere Mitarbeiter sollten die Umsetzung mitgestalten und ihre Erfahrungen einbringen. Das funktioniert aber nicht, wenn ausschließlich über Videocalls kommuniziert und diskutiert werden kann. Als Format für den Arbeitsprozess bewährten sich schließlich drei mehrtägi- ge Workshops. Die ersten beiden fanden zunächst in Villingen und in Aerzen statt, während beim dritten Meeting schließlich mit Vertretern aus beiden Unternehmen eine gemeinsame Strategie festgelegt wurde. Mit jeweils zehn bis 12 Teilnehmern waren alle Abteilungen vertreten, flankiert von zwei Mitarbeitern aus der Qualitätssicherung und einem externen Moderator. Wir haben aufgelistet, welche Prozesse es am jeweiligen Standort gibt und uns in den ersten beiden Workshops auch mit den Prozessen am jeweils anderen Standort auseinandergesetzt. Es wurde vieles hinterfragt: Was ist gut am eigenen System, was gefällt uns am anderen System und wie wollen wir die Dinge zusammenbringen? Im gemeinsamen Workshop wurde dann eine neue Prozesslandkarte entwickelt und einstimmig verabschiedet. Während in den bestehenden Managementsystemen noch die Abteilungen und deren Zusammenwirken im Mittelpunkt standen und die Abläufe entsprechend visualisiert wurden, sind in der gemeinsam entwickelten Landkarte nun die Prozesse mit Blick auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden in den Vordergrund gerückt. www.kendrion.com UNSER FOKUS LAG NICHT AUF DEN ABTEILUNGEN, SONDERN AUF DEM ‚WARUM‘ – ZENTRAL IST DER KUNDENNUTZEN Dr. Andreas Pusel, Leiter Qualitätsmanagement bei Kendrion 6 antriebstechnik 2023/06 www.antriebstechnik.de

BOSCH REXROTH BERUFT THOMAS FECHNER UND ROLAND BITTENAUER IN VORSTAND Bosch Rexroth plant, weiterhin stärker als der Markt zu wachsen, wobei der Bereich Fabrikautomation besonders stark zulegen soll. Die neue Aufstellung des Vorstands unterstützt diese Wachstumspläne: Die bisher von Thomas Donato abgedeckten Aufgaben werden auf zwei eigenständige Ressorts aufgeteilt. Damit kann sich Roland Bittenauer (l.) als Vertriebs- und Marketing-Vorstand voll auf dieses Aufgabenfeld konzentrieren. Das Automationsgeschäft wird nun mitThomas Fechner erstmals von einem Vorstandsmitglied verantwortet, das keine weitere funktionale Aufgabe hat. Bittenauer ist seit Frühjahr 2021 bei Bosch Rexroth und verantwortet die umsatzstärkste Vertriebsregion Europa Mitte. Zuvor war der Österreicher in leitenden Vertriebspositionen bei Parker Hannifin sowie Hainzl Industriesysteme tätig. Die Leitung der Vertriebsregion Europa Mitte übernimmt ab 1. Juni Wolfram Ulrich, aktuell Vertriebsleiter im Produktbereich Large Hydraulic Drives. Fechner trat 1998 in die Bosch Gruppe ein und ist seit 2009 in verschiedenen Engineeringund Management-Funktionen bei Bosch Rexroth tätig. Seit 2021 leitet der Automatisierungs- und Software-Experte den Produktbereich Automation & Electrification Solutions. Die Leitung des Produktbereichs Automation & Electrification Solutions übernimmt ab 1. Juni Dr. Maik Rabe, der seine bisherige Aufgabe als Entwicklungsleiter beibehält. www.boschrexroth.com ZERTIFIZIERTER ENTWICKLUNGSPROZESS Der Automatisierungsspezialist B&R hat den Entwicklungsprozess seines Echtzeitbetriebssystems Automation Runtime zertifizieren lassen. Das Audit durch den TÜV Rheinland bestätigt die normkonforme Umsetzung der Prozesse für die sichere Produktentwicklung industrieller Automatisierungstechnik nach IEC 62443-4-1. B&R berücksichtigt Cyber Security in allen Phasen des Software-Produktlebenszyklus – von der Spezifikation über Design, Entwicklung und Test bis hin zur Wartung. Die Orientierung am Industriestandard erleichtert Kunden aufwändige Eigenanalysen und Lieferantenaudits zur Cybersicherheit von OT-Systemen. Florian Schneeberger, Chief Technology Officer bei B&R, sagt: „Das Management sieht die Zertifizierung als zentralen Meilenstein in der strategischen Ausrichtung, Cyber Security weiter im Produktportfolio zu verankern. Wir werden unsere Aktivitäten sukzessive ausbauen, da die Entwicklung widerstandsfähiger Produkte für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Kunden immer wichtiger wird.“ www.br-automation.com

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