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antriebstechnik 5/2026

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ELEKTROMOTOREN Auch in

ELEKTROMOTOREN Auch in geregelten Fördermodulen, Positionierern, Taktstationen oder kompakten Produktionsmaschinen ist hohe Drehmomentdichte ein relevanter Konstruktionsvorteil. Die Antriebe sitzen oft in beengten Einbausituationen, nahe an Produkt, Bedienraum oder empfindlichen Maschinenteilen. Kompakte PM-Maschinen ermöglichen hier kleinere Antriebsmodule bei gleicher Leistung. Noch wichtiger: Die reduzierte Abwärme und die stabile Temperatur verhindern, dass der Antrieb zum dominierenden Wärmeerzeuger im Modul wird. Das verbessert die thermische Ruhe der gesamten Station, reduziert Belastungen für angrenzende Mechanik und unterstützt eine reproduzierbare Prozessführung über lange Betriebszeiten. Bei modularen Maschinenkonzepten ist das besonders wertvoll. Dort summieren sich Bauraum, Wärmequellen und Wartungsaufwand über viele Achsen und Stationen. Ein kompakter, thermisch ruhiger Antrieb bringt deshalb nicht nur lokal, sondern auf Anlagenebene Vorteile. 02 Mit einer eigenen Fertigung und Testinfrastruktur setzt Dynamic E Flow Muster schnell um, validiert thermische Randbedingungen frühzeitig und sichert die Performance bereits in der Konzeptphase ab oder mehr Dauerleistung innerhalb derselben Einbausituation. Bei Direktantrieben kommt hinzu, dass sich die mechanische Kette verkürzt. Weniger Komponenten bedeuten weniger Toleranzketten, weniger Wartungsstellen und weniger potenzielle Fehlerquellen. Niedrige und stabile Temperaturen tragen zusätzlich zur Robustheit des Gesamtsystems bei. Lagerumgebung, Dichtungen und angrenzende Struktur bleiben thermisch ruhiger. Gerade in Prozessmaschinen, die auf hohe Verfügbarkeit und lange Laufzeiten ausgelegt sind, ist das oft wertvoller als ein reiner Spitzenwirkungsgrad. Der Konstrukteur gewinnt damit nicht nur einen kleineren Motor, sondern eine einfachere und robustere Maschine. SERVO-HYDRAULISCHE PUMPENANTRIEBE Servo-hydraulische Systeme in Kunststoff-, Pressen- oder Umformmaschinen sind ein weiterer Bereich, in dem kompakte PM- Maschinen große Vorteile bringen. Hier zählen hohe Dynamik, kompakte Integration und reproduzierbares Verhalten. Der Motor muss schnell beschleunigen, exakt regeln und zugleich in einem oft engen Maschinenraum funktionieren. Ein kompakter PM-Antrieb verringert zunächst den Platzbedarf. Darüber hinaus verbessert die hohe Stromdichte die Dynamik bei gleicher Baugröße. Für die Maschine wichtiger ist jedoch erneut der thermische Effekt: Niedrigere und stabilere Temperaturen entlasten Hydraulikaggregate, sparen Einbauraum und reduzieren den Wärmeeintrag in benachbarte Baugruppen. Das erleichtert kompakte Maschinenkonzepte und kann die thermische Gesamtbelastung deutlich senken. Besonders interessant ist hier, dass der Nutzen nicht nur im Antrieb selbst entsteht. Wird weniger Wärme in den Maschinenraum abgegeben, lassen sich auch hydraulische und mechanische Komponenten günstiger integrieren. Das verbessert die Gesamtauslegung der Maschine. GEREGELTE FÖRDER- UND PRODUKTIONSMODULE FAZIT Elektrische Maschinen sind in vielen Anwendungen nicht deshalb überdimensioniert, weil hohes Drehmoment grundsätzlich viel Bauraum braucht. Sie sind groß, weil die Kühlung die dauerhaft zulässige Stromdichte begrenzt. Wird diese Grenze durch die Hohlleiterkühlung und die daraus folgende stabile Temperaturregelung verschoben, entstehen neue Freiheitsgrade in der Auslegung. Gerade bei Direktantrieben im Maschinenbau wird das sichtbar: in Extrudern, Wicklern, Walzenantrieben, servo-hydraulischen Systemen und kompakten Produktionsmodulen. Dort führen hohe Stromdichten nicht nur zu mehr Drehmoment pro Bauraum, sondern zu einfacheren Antriebssträngen, weniger aufwendiger Mechanik, geringerem Wärmeeintrag und besser nutzbarer Dauerleistung. Der eigentliche Vorteil kompakter PM-Maschinen liegt damit nicht nur im kleineren Motor, sondern in einer insgesamt kompakteren, ruhigeren und besser beherrschbaren Maschine. Bilder: Dynamic E Flow GmbH www.dynamiceflow.com DIE IDEE Bei der Capillaries Cooling Technology (Capcooltech) werden hohle elektromagnetische Spulendrähte von innen gekühlt. Das bedeutet, die Wärme wird unmittelbar dort abgeführt, wo sie entsteht. Statt über Statorjoch und Gehäusemantel fließt sie auf kürzestem Weg ins Kühlmedium, wodurch der thermische Widerstand erheblich sinkt. Das Ergebnis: höhere Leistungsdichte, besserer Wirkungsgrad und kompaktere Antriebe. Damit stellt die Capillaries Cooling Technology einen vielversprechenden Paradigmenwechsel in der Elektromotorkühlung dar. 22 antriebstechnik 2026/05 www.antriebstechnik.de

MARKTPLATZ STANDARDLÖSUNG FÜR AKL Tsubaki Kabelschlepp hat in Kooperation mit Beewen Automation ein standardisiertes Konzept für die Energie- und Leitungsführung in automatischen Kleinteilelagern entwickelt. Basis ist die Energiekette UA1455 aus der Serie Uniflex Advanced. Das System wird unter dem Namen Totaltraxx als Komplettlösung geliefert und umfasst Energieketten, vorkonfektionierte Leitungen mit Steckverbindungen sowie alle notwendigen Systemkomponenten. Die Leitungen sind mit Etiketten zur schnellen Identifikation versehen. Ein Artikelnummernsystem mit drei Variablen beschreibt die vollständige Energiekette inklusive aller Leitungen, Stecker und Belegungen, wodurch Beewen Automation Preise für kundenspezifische Systeme automatisch ermitteln kann. Durch die Standardisierung konnten Entwicklungs- und Lieferzeiten verkürzt werden, während die Anpassung an spezifische Kundenanforderungen weiterhin möglich bleibt. Die Vorkonfektionierung reduziert Montage- und Inbetriebnahmezeiten. Beewen Automation entwickelt intralogistische Systeme mit Fokus auf automatische Kleinteilelager, Regalbediengeräte und Shuttlesysteme mit Liften. www.kabelschlepp.de PROGRAMMIERBARE PLATTFORM Mit seiner programmierbaren Plattform G-Mation will Gefran Anwendern den Schritt in die industrielle Automatisierung erleichtern. Sie bietet eine offene, skalierbare Architektur, die zahlreiche Funktionen von der Prozesssteuerung bis zur Datenanalyse zusammenführt. Auf Maschinen und Anlagen lassen sich dadurch jederzeit neue Anwendungen installieren, ohne die Maschine modifizieren zu müssen. G-Mation ist darauf ausgelegt, Maschinenarchitekturen zu vereinfachen sowie Entwicklungszeiten zu verkürzen. Herzstück der Automatisierungsplattform ist die SPS G-Mation P6. Sie ermöglicht die Echtzeitkommunikation auf Basis des EtherCAT- Protokolls und bietet Zykluszeiten von bis zu 250 µs. Durch die integrierten Docker-Technologien sorgt sie für eine schnelle und sichere Bereitstellung neuer Anwendungen, auch auf bereits installierten Maschinen. Über eine Webschnittstelle lassen sich Diagnose- und Konfigurationsfunktionen in Form von Apps integrieren. Die modulare Architektur von G-Mation wurde so konzipiert, dass sie die Leistung der SPS nicht beeinträchtigt. Einzelne E/A-Module stellen EtherCAT-Knoten dar; die P6 kann zwei separate EtherCAT-Netzwerke verwalten. Die Kompatibilität mit bestehenden Anwendungen stellt sie über CANopenund Modbus-Master sicher. Für die einfache und sichere Anbindung an die Cloud sind in der P6-SPS die Kommunikationsstandards MQTT, OPC UA und Euromap implementiert. www.gefran.com SPEZIALMOTOREN IN LABORZENTRIFUGEN Laborzentrifugen stellen je nach Anwendung verschiedene Anforderungen an die eingesetzte Antriebstechnik - insbesondere in Bezug auf Drehzahl, Bauraum und Laufruhe. Die Groschopp AG - Drives and More verfügt über langjährige Erfahrung und die notwendige Expertise, um individuelle Antriebslösungen in der Medizintechnik umzusetzen. Bei manchen Laborzentrifugen geht es nicht unbedingt um hohe Fliehkräfte, etwa bei der Blutbehandlung. Es gibt jedoch auch Anwendungen, die hohe Drehzahlen erfordern. Wichtig ist in jedem Fall, dass durch den Antrieb keine Hitze entsteht, die dem Material schaden könnte. Für den Einsatz in Zentrifugen reichen daher Motoren von der Stange oft nicht aus. Groschopp entwickelt maßgeschneiderte Antriebskonzepte, die den Anforderungen der jeweiligen Anwendung gerecht werden. Die Induktionsmotoren des Herstellers bieten eine leistungsfähige und kompakte Lösung, insbesondere wenn sehr hohe Drehzahlen von bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute bei geringem Bauraum gefordert sind. Groschopp arbeitet eng mit Zentrifugen-Herstellern zusammen, testet auf Wunsch vorab den Einbau des Motors in die Zentrifuge im Labor und führt Vibrationsmessungen durch. Durch eine individuelle Auslegung der Motorwicklung lassen sich zudem die Erwärmung und der Energieverbrauch verringern. Auch eine individuelle Gestaltung der Kennlinie ist dank der Expertise des Herstellers möglich. www.groschopp.de CONDITION MONITORING LEICHT GEMACHT Mit den neuen Funktionen von Moneo Asset Health, einem Teil der IIoT-Plattform Moneo von ifm, lässt sich ein auf Vibrationsmessung basierendes Condition Monitoring einfach und skalierbar umsetzen. Das System arbeitet nahtlos mit den IO-Link-basierten Condition-Monitoring-Sensoren VVB von ifm zusammen. Die Einrichtung von Asset Health gestaltet sich einfach. Mit wenigen Klicks ist die Überwachung einer Zielmaschine, zum Beispiel einer Zentrifugalpumpe, eines Lüfters oder eines Elektromotors, angelegt. Wie alle Funktionen in Moneo ist auch Asset Health als No-Code-Lösung konzipiert. Anwender können das System ohne Programmierkenntnisse in Betrieb nehmen. Im Vergleich zu klassischen Condition-Monitoring-Lösungen wird nicht nur ein Trendanstieg, also eine Anomalie, erkannt, sondern auch die zugehörige Fehlerursache. Dies geschieht automatisch, ganz ohne komplizierte Grenzwert-Einstellungen. Sobald ein Problem erkannt wird, erstellt die Software automatisch Instandhaltungstickets mit dem jeweiligen Schadensmuster, der Ursache und einer konkreten Reparaturempfehlung. Instandhaltern steht mit Moneo Asset Health ein System zur Verfügung, das die tägliche Arbeit deutlich vereinfacht, die Verfügbarkeit erhöht und sich in eine bestehende Instandhaltungsstrategie integrieren lässt. www.ifm.com www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2026/05 23