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antriebstechnik 5/2020

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antriebstechnik 5/2020

SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORIK UND MESSTECHNIK 02 Nummer zwei ist das Energy Harvesting per Wiegand Effekt. Hier nutzen wir einen speziell konditionierten Draht aus Vicalloy – den patentierten und von uns konsequent weiterentwickelten Wiegand Wire – zur Erzeugung von Low Power. Das ist Energy Harvesting pur, wobei die magnetisch induzierten Impulse direkt aus der Rotation kommen. Und das – anders als bei einem Dynamo – auch bei sehr langsamen Bewegungen. Clou dieses Systems, das wir seit 2005 nutzen, ist die energieautarke Versorgung der Rotationszähler unserer magnetischen Multiturn-Geber. Realisiert wird das Ganze in kompakten, SMD-bestückbaren Wiegand-Sensoren, von denen wir jährlich eine Million Stück fertigen – für unseren Bedarf und den Weltmarkt. Unsere ‚Mini-Kraftwerke’, die auf eine Fingerkuppe passen, garantieren Energy Harvesting auf engstem Raum. Die 7 V-Ausbeute reicht, um moderne Zählelektronik ständig zu aktivieren – und das batterielos und wartungsfrei. Wie profitiert der OEM von Ihrem Umsteuern auf neuen Technologien? 02 Kit-Encoder-Serie: Von Servo- über Stepper Kits bis zum neuen 22-mm-Kit (vorne links) 03 Leicht installiert – die magnetischen Kit Encoder sind mit ein paar Handgriffen schnell und sicher auf der Motorwelle montiert und einsatzbereit Wodurch zeichnen sich Ihre Produkte technologisch aus? 03 Unsere Produkte sind in erster Linie dadurch geprägt, dass wir viele neue Ideen umsetzen – und so den Usern handfesten Mehrwert bieten. Me-Too-Produkte sind nicht wirklich unser Ding. Bei unserer Innovations-Ausrichtung gibt es zwei klare Treiber – und das seit langem. Zum einen ist das der Switch von optischer zu magnetischer Messtechnik bei Präzisions-Gebern. Hier sind wir seit 15 Jahren aktiv, wobei der Erfolg vor allem durch immer leistungsstärkere Micro-Controller, mehr Rechenpower und innovative Algorithmen gelang, die wir in unserem F&E-Zentrum entwickeln. Der Durchbruch erfolgte 2013 mit dem Rollout unserer magnetischen Ixarc-Serie, die mit einer Auflösung von 16 Bit zu den optischen Drehgebern aufschließen konnte. Rasch etablierten sich die Ixarc-Geber als feste Größe für High-Performance-Einsätze – und ebneten den Weg für magnetische Kits beim integrierten Motorfeedback. Was war der zweite Treiber in Sachen Technologie? Bei Wiegand und Multiturn ist klar: Motorhersteller bzw. End-User benötigen keine aufwändigen Getriebe oder störanfälligen Batterien zum Puffern der Drehgeber mehr. So spart man nicht nur beim laufenden Betrieb und in der Wartung, sondern entledigt sich auch lästiger Entsorgungsprobleme. Der Switch von Optik zu Magnetik bei Drehgebern und Feedback-Kits beschert gleich ein ganzes Bündel von Vorteilen. Dank ihrer Unempfindlichkeit gegen Nässe, Schmutz und Vibrationen, aber auch aufgrund der deutlich kompakteren Bauweise – bis zu 50 Prozent geringerer Footprint – und der damit verbundenen Kostenersparnis sind die magnetischen Ixarc-Geber im Plus. Diese Vorteile greifen auch bei unseren Kits fürs integrierte Motorfeedback, die sich darüber hinaus bei Installation und Inbetriebnahme von ihrer starken Seite zeigen. Anders als optische Kits, die reinraumähnliche Montagebedingungen erfordern, lassen sich unsere Kit-Encoder unter normalen Fabrikbedingungen montieren. Stark ist auch die integrierte elektronische Kalibrierfunktion, die das Feedback-System optimal auf den jeweiligen Motor einstellt und die Parameter in der Software hinterlegt. Alles kinderleicht – und genau, was wir wollten! Gibt es eine bestimmte Strategie, die Sie bei der Produktentwicklung verfolgen? Grundsätzlich gilt bei uns, dass jeder Mitarbeiter neue Ideen einbringen kann und soll. Unsere Unternehmens-DNA basiert auf einer konsequenten ‚Open-Book-Policy’, bei der wir unseren Informations-Pool offen und komplett nach innen kommunizieren, und dem Prinzip Spielfreude. Damit verfolgen wir bewusst den Ansatz ‚Ausprobieren und Verifizieren’. Vorschnell neue Ideen in der Schublade verschwinden zu lassen, ist keine Option für uns. Unser Ziel ist es, mit innovativen Ideen unseren Kunden praktische Lösungen zu liefern. Wir denken bei der Produktentwicklung eindeutig vom Markt her – er gibt den Takt vor! Digitalisierung ist nach wie vor eines der treibenden Themen. Welche digitalen Services bietet Ihr Unternehmen? Schon seit Jahren sind wir sehr digital aufgestellt. Unsere Prozesse sind ‚paperless’ und schon lange in der Firmen-Cloud hinterlegt. Home Office ist nicht erst seit Covid-19 eine feste Größe, weshalb wir uns in der aktuellen Krise auch etwas schneller anpassen konnten. Unsere digitale Fabrik ist seit knapp 13 Jahren am Netz. Sämtliche Informationen zu den kundenspezifischen Bestellungen – bis hin zu den verbindlichen und transparenten Fertigungsanweisungen und Testvorgaben – werden unseren Fertigungs- Teams in Echtzeit aus der Cloud zur Verfügung gestellt. Dies hat für unsere Kunden den Vorteil, dass sie exakt den individuell konfigurierten Qualitäts-Sensor bekommen, den sie benötigen. Unser Konzept lautet ‚One Million Sensors at your Fingertips’ – und das geht nur digital! Fotos: Posital Fraba Europa www.posital.com 30 antriebstechnik 2020/05 www.antriebstechnik.de

DEZENTRALER FREQUENZUMRICHTER FÜR KLEINE LEISTUNGEN WEG präsentierte auf der SPS ein neues Mitglied der MW500-Frequenzumrichterfamilie. Der dezentral konzipierte Frequenzumrichter MW500 ist für den Betrieb von Asynchronmotoren auch mit kleineren Leistungen im Bereich von 0,37 und 0,55 kW erhältlich. Damit ist die MW500-Reihe nun von 0,37 bis 7,5 kW für Netzspannung 380–480 V in drei Baugrößen A, B und C und 0,37 bis 1,5 kW für 200–240 V in einer Baugröße A verfügbar. Der MW500, der sowohl Spannungsvektorregelung (VVW) als auch U/f-Kennliniensteuerung unterstützt, bietet eine robuste Lösung mit hoher Lebensdauer. Der Frequenzumrichter kann eine hohe Überlast von 150 % für 60 s alle 10 min tragen und in Umgebungstemperaturen bis 40 °C (Wandmontage) bzw. 50 °C (Motormontage) eingesetzt werden.Der dezentral konzipierte Frequenzumrichter lässt sich für eine große Bandbreite an Anwendungen einsetzen, wie etwa Pumpen und Lüfter. www.weg.net EFFIZIENTER ALS IN DER IE5-NORM FESTGEHALTEN Baldor-Reliance EC Titanium von ABB kombiniert die „Ferrite Assisted Synchronous Reluctance“-Technologie (FASR) mit Magnetwerkstoffen ohne Seltene Erden. Resultat ist eine um bis zu 16 % erhöhte Energieeffizienz. Mit dieser Steigerungsrate werden die Vorgaben der IE 5-Norm übertroffen. EC Titanium eignet sich für Anwendungen mit konstantem und variablem Drehmoment und erzielt im Drehzahl- und Lastbereich sowie oberhalb der Grunddrehzahl Performancewerte ohne Einbuße, auch im Teillastbetrieb. Die Produktlinie ist als integriertes Motor-Umrichterpaket oder als autarker Motor erhältlich. Sie weist einen Leistungsfaktor nahe Eins auf und lässt den Einsatz kleiner Antriebe zu, sodass Baugröße und Gewicht des einzubindenden Systems reduziert werden können. Auch die Motorsteuerung beansprucht wenig Platz. Da der Frequenzumrichter auf dem Motor oder an der Antriebsseite montiert wird, fallen zudem weiniger Verdrahtungskosten an. Erhältlich ist EC Titanium in IEC- und NEMA-Standardmaßen. www.abb.com Der Teamplayer SD2 – zertifizierte Sicherheit für sensorlose Systeme Die universelle Antriebslösung für Multiachs- und Hochgeschwindigkeitsanwendungen SFM SLOF Kundenspezifische Lösungen möglich STO www.sieb-meyer.de DU_Anz_SiebMeyer_SD2_antriebstechnik_185x90.indd 1 08.04.20 10:49 www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2020/05 31

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