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antriebstechnik 5/2020

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antriebstechnik 5/2020

SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORIK UND MESSTECHNIK 02 Sick setzt auf Datenverarbeitung am Rande des Netzwerkes: „Edge Computing erfordert dezentrale Rechenleistung und Intelligenz“ gemessen werden müssen und hierbei gleichzeitig verfügbarkeitsrelevante Prozessinformationen anfallen. IO-Link ist hier der ideale Datenkanal, um sie in die Steuerungsebene, in die Maschinenebene oder in die Cloud zu übertragen, damit hier entsprechende Mehrwerte generiert werden können. Die Verfügbarkeit von Diagnosedaten ist nur Benefit. Hinzu kommen zum Beispiel ein integrierter Temperaturzyklenzähler, die konfigurierbare Überwachung von Grenzwerten oder die Data-Storage-Funktion für den Encoderaustausch ohne Parametrierung, die den Anwendern neue Möglichkeiten bieten. Hier erreichen wir das Thema Edge Computing und die dezentrale Ausführung von Aufgaben, die bislang noch zumeist von Automatisierungssystemen übernommen werden. Wie gestaltet sich bei Sick die Integration der notwendigen, intelligenten Funktionen in die Encoder? Edge Computing erfordert dezentrale Rechenleistung und Intelligenz. Neben der bereits erwähnten Kommunikationsfähigkeit der IO-Link-Encoder ist daher auch die Entwicklung von Smart Tasks für diese Geräte ein essenzieller Teil dessen, was wir seit über 15 Jahren unter Sensor Intelligence verstehen. Smart Task übernehmen Funktionen der übergeordneten Automatisierungsebene. Sie erweitern den Diagnosenutzen bereitstellbarer Prozessdaten um einen Mehrwert generierenden Automatisierungsnutzen. Nehmen wir als Beispiel die Smart Task „Längenmessung und -überwachung“, wie wir sie in unsere Encoder der Produktfamilie AHS/AHM36 IO-Link Advanced integriert haben. Parallel zur Geschwindigkeitsmessung auf einem Förderband kann dieser Encoder das Signal einer Lichtschranke zur Objektdetektion auf dem Band verarbeiten. Über die gemessene Bandgeschwindigkeit und die Dauer des Lichtschrankensignals errechnet der Encoder eigenständig die Länge des Objektes und vergleicht sie mit gespeicherten Grenzwerten. Werden diese nicht eingehalten, gibt der Encoder ein Signal aus, mit dem er direkt eine Sortierweiche ansteuern kann. Weitere Smart Tasks werden wohl folgen und innovative High-End-Applikationen ermöglichen. Aber wie sieht es am Low-End des Motion-Control-Marktes aus? Und was ist technologisch noch, aber nicht mehr lange, hinter dem Horizont? Wir sind schon heute mit Kunden in Kontakt, die Ideen für weitere Smart Tasks und entsprechende Wünsche an uns haben. Zum Teil kommen die auch aus anderen Unternehmensbereichen von Sick, sodass wir Kunden Smart-Task-Komplettlösungen anbieten können, also zum Beispiel IO-Link-Encoder mit programmierter Smart Task und Triggerlichtschranke aus einer Hand. Wir können also Smart-Task-Expertise aus verschiedenen Geschäfts- und Applikationsfeldern bündeln und anbieten – was im Encoder-Markt wahrscheinlich nur wenige in diesem Umfang können. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Kunden und Motion-Control- Anwendungen mit Low-End-Ansprüchen an Encoder. Nicht jeder nutzt IO-Link, nicht jeder braucht Programmierbarkeit und hohe Auflösung. Positionsmessung als Funktionalität reicht oftmals aus. Dafür soll es schmal und kompakt zugehen und der Preis wird mit spitzem Bleistift gerechnet. Für diesen Best-Value-Markt bieten wir in Kürze einen robusten und mit weniger als 20 Millimeter Bauhöhe ultrakompakten Inkremental-Encoder an. Ebenfalls weiter vorantreiben werden wir das Thema Safety. Mit dem neuen Absolut-Encoder AFS/AFM60S Pro können wir im Systemverbund mit der Sick-Sicherheitssteuerung Flexi Soft jetzt die SIL3-gerechte, sichere Positionsmessung als Encoderlösung anbieten. Im Bereich Messradsysteme wird es in 2020 ebenfalls eine Innovation geben, das MWS120. Highlight ist hier, neben der werkzeuglosen Einstellung der Federspannkraft, vor allem die unglaubliche Kombinatorik. Encoder, Schnittstellen und Messräder lassen sich individuell zu fast 100 Varianten konfigurieren. Da wird es schon schwer, eine Applikation zu finden, die sich damit nicht realisieren lässt. Und für Anwendungen, in denen das taktile Abtasten der Objektoberfläche per Messrad nicht möglich ist, gibt es im zweiten Quartal von Sick eine technologisch neue und smarte Lösung zur berührungslosen, linearen Positions- und Geschwindigkeitsmessung. Sie ist in dieser Form völlig neu auf dem Markt und hat das Potenzial, auch komplett neue Applikationen zu erschließen. Diese Innovation wird viele unserer Kunden befähigen, ihr Maschinendesign noch effizienter zu gestalten und somit auch insgesamt die Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Fotos: Sick Stegmann GmbH www.sick.de DIE IDEE „Die Kundenanforderungen sind sehr vielfältig – und damit kann es auch nicht den einen Encoder oder das eine Motor-Feedback-System geben. Motion Control lebt daher von kundenorientierter Umsetzung.“ Heiko Krebs, Vice President Product Management, Sick Stegmann GmbH 26 antriebstechnik 2020/05 www.antriebstechnik.de

MARKTPLATZ NEIGUNGSSENSOREN SICHER IM EX-BEREICH Posital hat die Produktfamilie der Tiltix-Neigungssensoren um explosionsgeschützte Modelle erweitert. Die besonders geschützten Geräte wurden gemäß den IEC Ex- und Atex-Richtlinien zertifiziert. Sie eignen sich für Anwendungen im Bergbau und Landwirtschaft, in der Öl- und Gasindustrie, Chemie, Holzverarbeitung sowie in Mühlen und Mahlanlagen. Die Neigungssensoren sind so konstruiert, dass sie eigensicher sind. Sichergestellt ist, dass keine freiliegenden elektrischen Komponenten vorhanden sind, die bei entflammbarem Staub oder brennbaren Gasen – etwa durch Funkenflug oder Kurzschluss – Feuer oder Explosionen auslösen könnten. Wie andere Sensoren der Reihe bieten die Ex-geschützten Modelle einen Messbereich von 80° in zweiachsiger bzw. 360° in einachsiger Ausführung und eine Auflösung von 0,01°. Die Genauigkeit beträgt bis zu 0,1°. Als Kommunikationsschnittstellen stehen DeviceNet, CANopen, Modbus RTU, SSI oder ein Analogausgang zur Verfügung. www.posital.de AUF EINSPARUNGEN PROGRAMMIERTER SYNCHRONMOTOR Nord Drive Systems kündigt einen neuen energieeffizienten Permanentmagnet- Synchronmotor (IE5+) an, der Verluste im Vergleich zur IE4-Baureihe weiter minimiert. Das Modell der jüngsten Generation ergänzt die Getriebemotorvarianten der LogiDrive-Systeme und trägt dazu bei, Variantenvielfalt in der Intralogistik zu reduzieren. Der kompakt konzipierte, unbelüftete Glattmotor erreicht seinen hohen Wirkungsgrad über einen breiten Drehmomentbereich und eignet sich für den Betrieb in Teillast. IE5+ wird zunächst in einer Baugröße für Leistungen von 0,35 bis 1,1 kW mit einem Dauerdrehmoment von 1,6 bis 4,8 Nm sowie Drehzahlen von 0 bis 2 100 min -1 angeboten. Für eine verringerte Variantenzahl sorgt das konstante Drehmoment über einen weiten Drehzahlbereich. Damit sinkt der administrative und organisatorische Aufwand auf Lagerungs- und Serviceebene. Der IE5+ Motor ist im Baukastensystem mit Getrieben und Antriebselektronik kombinierbar. www.nord.com VOLLE SICHERHEIT BEI NETZWERKAUSFALL B&R hat sein Antriebsportfolio mit einem Blackout-Mode ausgestattet. Dieser ermöglicht das sichere Steuern einer Maschine bei einem Netzwerkausfall. So können Maschinenstillstände auch ohne teure Redundanzlösungen vermieden werden. Die maximale Verfügbarkeit der Maschine wird damit gewährleistet. Mithilfe der Blackout-Funktion laufen die sicheren Varianten der Servoantriebsfamilien des Herstellers Acopos Multi, Acopos Motor und Acopos P3 bei einem Netzwerkausfall weiter. Die Sicherheitsfunktionen bleiben aktiviert. Der Blackout-Mode ermöglicht das Parametrieren einfacher Sicherheitsabläufe. Applikationen in untergeordneten Systemen werden auch noch nach dem Ausfall eines Netzwerks abgearbeitet. So können z. B. Achsen sicher gestoppt oder in eine definierte Position gefahren werden. www.br-automation.com www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2020/05 27

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