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antriebstechnik 5/2020

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antriebstechnik 5/2020

SENSORIK UND MESSTECHNIK

SENSORIK UND MESSTECHNIK INTERVIEW MOTION CONTROL LEBT VON KUNDENORIENTIERTER UMSETZUNG Mit der Übernahme der Stegmann GmbH im Jahr 2002 hat Sick das Geschäftsfeld Motion Control weiterentwickelt und im Markt nachhaltige Impulse im Bereich Schnittstellen, Gebertechnologien und anwendungsgerechter Programmierlösungen gesetzt. Im Interview spricht Heiko Krebs, Vice President Product Management der Sick Stegmann GmbH, über die Entwicklung von Motion-Control- Anwendungen durch IO-Link- Kommunikation und Edge Computing. Rotative Encoder, Linear-Encoder, Seilzug- und Messradsysteme, Motor-Feedback-Systeme, Programmiertools – Sick ist im Motion-Control-Markt breit aufgestellt. Welche Philosophie liegt der Entwicklung und dem Ausbau Ihres Portfolios zugrunde? Die Entwicklung des Motion Control Sensor Bereichs von Sick und der Ausbau des Portfolios ist zum einen im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung des Sick Konzerns insgesamt zu sehen. Unsere Lösungen beispielsweise im Bereich Safety oder auch jetzt mit IO-Link sind eng verzahnt mit dem Produkt- und Anwendungs-Know-how des Stammhauses in Waldkirch. Die Akquisition von Unternehmen hat uns zudem Zugang zu neuen Encodertechnologien gebracht, wobei wir gleichzeitig auch historische Wurzeln aus Stegmann-Zeiten weiterentwickelt haben – allen voran das Thema Schnittstellen. Stegmann hat Mitte der 80er-Jahre mit SSI für Encoder und Hiperface für Motor-Feedback-System jeweils den Schnittstellen-Standard am Markt geschaffen. Mit der voll digitalen Schnittstelle Hiperface DSL in Einkabeltechnik ist dies Sick erneut gelungen. Hier schließt sich wieder der Kreis zum Sick-Unternehmens-Claim „Sensor Intelligence“, dem wir in den letzten 15 Jahren mit der Entwicklung intelligenter und kommunikationsfähiger Produkte gerecht geworden sind. Daher auch die Integration von IO-Link als Industrie- 4.0–Schnittstelle in immer mehr Encoder. Gleichzeitig haben wir im Sinne unserer Kunden immer Wert auf offene Konzepte gelegt und uns klar zu Standard-Schnittstellen beispielsweise auf Basis von Ethernet bekannt. Betrachtet man neben der Vielzahl von Schnittstellen Ihrer Encoder auch Merkmale wie Messtechnologie, Baugröße, Programmierbarkeit oder Anschlusstechnik, hat man den Eindruck, dass die Anforderungen im Motion-Control-Markt heterogener sind, als man zunächst denkt. Das ist richtig. Die Kundenanforderungen sind sehr vielfältig – und damit kann es auch nicht den einen Encoder oder das eine Motor-Feedback-System geben. Motion Control lebt von kundenorientierter Umsetzung. Darauf lassen wir uns gerne ein. Nehmen wir beispielsweise die Programmierbarkeit: Gestartet sind wir mit einem Inkremental-Encoder, der sich per PC programmieren ließ. 24 antriebstechnik 2020/05 www.antriebstechnik.de

SENSORIK UND MESSTECHNIK Das Feature selbst fanden viele klasse, aber nicht alle Kundengruppen waren in der Lage sich dies in vollem Umfang zunutze zu machen. So haben Inbetriebnahme- und Servicetechniker unserer Kunden den Wunsch nach einem tragbaren Programmiertool zurückgemeldet, mit dem sie Einstellungen vor Ort an der Maschine vornehmen können. Also haben wir ein entsprechendes Handheld-Gerät entwickelt. Mit der wachsenden Flexibilität kam der Wunsch auf, ohne Tool, sondern am Encoder direkt programmieren können. Das haben wir dann mit Dip-Switch-Schaltern gelöst. Das Beispiel lässt sich entsprechend auch auf andere Encodermerkmale übertragen. Es zeigt, wie dynamisch sich die Kundenanforderungen immer wieder verändern. Wir waren und sind also gefordert, unser Portfolio in einer sinnvollen und marktgerechten Varianz anzubieten. Gleichzeitig bedarf aber nicht jeder Kundenwunsch einer umfassenden Neuentwicklung. Oft geht es um die individuelle Anpassung vermeintlich trivialer Themen wie bestimmte Wellendesigns, Kabellängen, Steckverbinder, Ader- und Pinbelegungen oder eine besondere Konfektionierung und Versendung. Jedes Jahr erreichen uns eine Vielzahl solcher Anfragen. Um solche kundenspezifischen Versionen möglich zu machen, haben wir interne Customization-Prozesse durch transparente und effiziente Projektabläufe professionalisiert und beherrschbar gemacht. Ein solcher Trend heißt IO-Link. Bei Sick als maßgeblichem Entwickler dieser Technologie ja ohnehin ein strategisches Thema, hält die Punkt-zu-Punkt-Verbindung im Zuge der Digitalisierung jetzt verstärkt auch Einzug in die Welt rotativer und linearer Encoder. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wie sind die Aussichten für IO-Link-fähige Encoder? 01 IO-Link ist der Datenkanal für Encoder, um verfügbarkeitsrelevante Prozessinformationen in die Steuerungsebene, in die Maschinenebene oder in die Cloud zu übertragen IO-Link ist untrennbar mit der fortschreitenden Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau verbunden. Dies gilt somit auch für die industrielle Antriebstechnik, sodass Encoder mit IO-Link letztlich eine sprichwörtlich „techno-logische“ Konsequenz sind. Wir bei Sick gehören hier zu den Vorreitern. Wir bauen seit zwei bis drei Jahren ein solches Portfolio kontinuierlich auf. Das Einstiegsargument pro IO-Link war zunächst die umfassendere und leichtere Parametrisierung der Encoder im eingebauten Zustand. Schnell ging es den Anwendern jedoch darum, Prozessdaten im Zuge der Positionsmessung zu erfassen, auszuwerten und zu übertragen. Es gibt zahlreiche Anwendungen in der Fabrik- und Logistikautomation, in denen Positionen und Geschwindigkeiten ELATECH® POLYURETHANRIEMEN Designed for Performance, Engineered for Excellence. LEISTUNG UND PRÄZISION UNTER KONTROLLE Für Ihre Anwendung bietet ELATECH das umfangreichste Lieferprogramm an Hochleistungs-PU Riemen an. • überragende Leistung • höchste Qualität • kompromißlos, auch bei höchsten Anforderungen Endlose Möglichkeiten nach Kundenwunsch: Sonderzugstränge, farbiges PU, Beschichtungen und mehr! www.elatech.com SIT Antriebselemente GmbH - Rieseler Feld 9 (Gewerbegebiet West) D-33034 Brakel Tel. +49.5272.3928.0 - Fax +49.5272.392890 info@sit-antriebselemente.de Banner 2020_Openend (DE).indd 1 16/04/2020 10:20:23 www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2020/05 25

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