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antriebstechnik 4/2019

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SCHNEIDER ELECTRIC

SCHNEIDER ELECTRIC INNOVATION SUMMIT DIE REISE BEGINNT JETZT Intelligente Maschinenlösungen sind gefragter denn je. Aber bei vielen Entwicklungen stehen wir meist erst am Anfang. Mit EcoStruxure hat Schneider Electric bereits einige Tausend Anwendungen realisiert und damit den Weg zu IIoT deutlich geebnet. Wir berichten vom Innovation Summit in Atlanta, wo die neuesten Technologien gezeigt wurden. Peter Herweck, Executive Vice President Industrial Automation, gibt zudem einen Überblick über den Weg von Schneider Electric bei Industrie 4.0. 01 Atlanta verbinden die meisten von uns wohl mit Coca-Cola und dem Fernsehsender CNN. Und Footballfans haben mit Sicherheit den diesjährigen Superbowl aus der Mercedes-Benz-Arena live mitverfolgt. Ansonsten bringt man die Stadt im US-Bundesstaat Georgia eher nicht mit Automatisierungstechnik in Verbindung. Das sollte sich allerdings im November 2018 ändern. Denn mehr als 1 600 der besten Unternehmer, Führungskräfte und Branchenführer aus ganz Nordamerika und einigen weiteren Staaten trafen sich auf Einladung von Schneider Electric zum zweitägigen Innovation Summit Nordamerika. Die Gäste konnten sich ausführlich über die neuesten Entwicklungen und vor allem digitale Technologien des Spezialisten für Energiemanagement und Automatisierung informieren. Dass Schneider Electric einen seiner zahlreichen Veranstaltungen auf der weltweiten Innovation Summit Tour in Nordamerika veranstaltete, kommt dabei nicht von ungefähr: „Nordamerika macht fast 27 Prozent unseres Kerngeschäfts aus und beherbergt mehrere unserer Innovationszentren, was Atlanta zu einem perfekten Ort für die neueste Runde unserer Innovationsgipfel-Serie macht“, erklärte CEO Jean- Pascal Tricoire bei seiner Auftaktrede. WAREN SIE WIRKLICH HIER? Das Schlagwort für die Veranstaltung war jedoch Eco Struxure – die Architektur für Industrial Internet of Things (IIoT) von Schneider Electric, die darauf ausgelegt ist, intelligente Lösungen zu liefern – bspw. für Maschinen im Industrie-4.0-Umfeld. Jean-Pascal Tricoire dazu: „Wenn Sie bis zum Ende der Veranstaltung noch nichts davon gehört haben, dann waren Sie wirklich nicht hier.“ Und er sollte Recht behalten, denn in sämtlichen Vorträgen, Diskussionsrunden und in einer Ausstellung ging es immer um die EcoStruxure-Plattform. „Sie liefert mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit und eine optimale Vernetzung“, erklärt dann auch Peter Herweck, Executive Vice President Industrial Automation bei Schneider Electric. Die Plattform unterstützt den Fortschritt rund um das Internet der Dinge (IoT) verbunden mit dem erhöhten Bedarf an Mobilität, Prognosen, Datensicherheit und Cloud- Lösungen. Kurz gesagt: vernetzte Produkte, dezen trale Steuerungen als auch Apps, Analytik & Services. EcoStruxure wurde bisher 450 000 Mal installiert und verbindet schon mehr als 1 Mrd. Geräte. 108 antriebstechnik 2019/04 www.antriebstechnik.de

SPECIAL: HANNOVER MESSE 2019 DIGITALER SERVICE FÜR MASCHINEN „Wie das IoT die Dinge sinnvoll verändern wird, steht noch nicht fest, die Reise beginnt erst. Aber gleichzeitig ist IoT zugänglicher, als man denkt. Wir werden weiterhin neue Ergänzungen der EcoStruxure-Architektur im Zuge der digitalen Transformation der Märkte für industrielle Automatisierung einführen“, erklärte Jean-Pascale Tricoire. Die gesamte EcoStruxure-Plattform beruht dabei auf fünf Säulen für die unterschiedlichen Branchen und Anwendungen. EcoStruxure Machine ist eine davon. Besonders interessant für OEMs aus dem Bereich Maschinenbau war allerdings die Vorstellung des EcoStruxure Machine Advisor, einem Tool, das neue Geschäftsmodelle im Bereich der zustandsorientierten Instandhaltung ermöglichen soll. „Es handelt sich dabei um eine Cloudbasierte Service-Plattform für Maschinenhersteller. Hiermit verfolgen Sie Ihre weltweit im Einsatz befindlichen Maschinen, überwachen deren Leistungsdaten und erhöhen die Verfügbarkeit bei gleichzeitiger Reduktion der Supportkosten um bis zu 50 Prozent“, erklärt Peter Herweck die Vorteile. EcoStruxure Machine Advisor ermöglicht es Maschinenherstellern ebenfalls ihr Geschäft im Bereich Service & Maintenance zu erweitern. Durch die Vernetzung der Maschinen und der Verfügbarkeit von Daten lassen sich neue Geschäftsmodelle entwickeln. Somit können den Endkunden und Betreibern neue Dienstleistungen angeboten werden. „Dabei entstehen klare Mehrwerte und Wettbewerbsvorteile für alle Beteiligten“, so Herweck. Chefredakteur Dirk Schaar hatte auf dem Summit Gelegenheit, mit Peter Herweck, Executive Vice President Industrial Automation bei Schneider Electric, über die neuesten Entwicklungen in Sachen IIoT bei Schneider Electric zu sprechen. Herr Herweck, wurden Ihre Erwartungen an den Summit 2018 erfüllt? Absolut! Der erste Summit in den USA war ein langer Wunsch von Schneider Electric. Ich habe ein überwältigendes positives Feedback von den Teilnehmer erhalten. „Powering the digital Economy“ ist eines der zentralen Themen in Atlanta. Was heißt das für den Anwender in der Automatisierung und Antriebstechnik? Im Mittelpunkt unserer Kunden steht immer die Wettbewerbs fähigkeit, die stark mit Sicherheit, Produktivität und Nachhaltigkeit verknüpft ist. Wir unterstützen den Kunden dabei, diese Faktoren zu steigern. Das gleiche gilt für Unternehmen, bei denen der Energiebedarf ein großer Kostenfaktor darstellt. Aktuell nutzen wir dabei meist nur einen Bruchteil der Daten, die von der Technik aufgenommen werden. Die entscheidende Frage muss also sein, was wir mit den restlichen Daten sinnvolles machen können, um mehr Produktivität zu erlangen. Dadurch, dass die Kosten für Connectivity heute so niedrig sind, ergeben sich für einen Prozess – von der Produktidee über den gesamten Lebenszyklus – ganz neue Möglichkeiten. Welche Chancen ergeben sich aus den Partnerschaften zwischen Schneider Electric und Ihren Portfolio Companies? Diese Partnerschaften spielen für uns eine extrem wichtige Rolle. Schneider Electric ist zunächst einmal ein Technologie-Provider, das heißt, unser Ziel ist es, Lösungen gemeinsam mit Systemintegratoren, Distributoren und weiteren Technologiepartnern zu erarbeiten und nicht komplett fertige Systeme zu implementieren. Natürlich halten wir zusätzlich immer engen Kontakt zum Kunden, um ihm zur Seite zu stehen. Durch unser Partnernetzwerk sind wir aber sehr breit aufgestellt. So können wir eine optimale Betreuung sicherstel- 02 01 CEO Jean-Pascal Tricoire bei seiner Keynote: „Willkommen im Geburtsland der digitalen Ökonomie.“ 02 Chefredakteur Dirk Schaar hat Peter Herweck (rechts) auf dem Innovation Summit in Atlanta getroffen NEU ZUR HANNOVER MESSE Die nächste Welle der digitalen Innovation verändert das Spiel des „business as usual“. Schneider Electric begrüßt diesen Wandel mit einem mutigen Ansatz: Der Automatisierungsexperte nutzt seine digitale DNA, um ein offenes, standardbasiertes Ökosystem aufzubauen, indem vernetzte und kollaborative Communities konkrete Kundenprobleme durch Co-Innovation und die Nutzung von IoT-Plattformen lösen. Hier trifft sich ein Netzwerk aus Anbietern, Systemintegratoren, Start-ups, Entwicklern, OEMs, Kunden und Distributoren, um spezifische Kundenanforderungen zu bedienen. Diese Fokussierung verbunden mit der Zeit- und Kostenersparnis für die Digitalisierung soll die Effizienz und Agilität der Industriemärkte auf die nächste Stufe heben und neue Geschäftsmöglichkeiten für alle schaffen. www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2019/04 109