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antriebstechnik 11/2022

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antriebstechnik 11/2022

STANDPUNKT UNSER

STANDPUNKT UNSER SCHLÜSSEL ZUR SENKUNG DER TCO Betrachtet man den Lebenszyklus von Antriebssystemen, entfallen lediglich 15 Prozent der Gesamtbetriebskosten auf den Einkaufspreis, etwa 85 Prozent ergeben sich aus den nachgelagerten Prozessen. Bei der Kaufentscheidung ist es daher wichtig, neben den Investitionskosten auch die Kosten für Energie und den laufenden Betrieb, Administrationsprozesse, Service und Wartung, Ersatzteilbevorratung oder die Entsorgung, im Auge zu behalten. Die beiden größten Hebel zur Senkung der TCO (Total Cost of Ownership) bieten der Energieverbrauch sowie die Anzahl der eingesetzten Antriebsvarianten. Zwischen den Ansätzen der Energieeffizienzoptimierung und der Variantenreduzierung besteht jedoch ein Zielkonflikt. Konzipiert man eine Anlage mit Antrieben, die jeweils auf den energieeffizientesten Arbeitspunkt ausgelegt sind, so fallen die reinen Investitionskosten optimal aus und die Motoren laufen unabhängig von ihrer Effizienzklasse vergleichsweise sparsam. Allerdings müssen über den gesamten Lebenszyklus der Anlage verschiedene Antriebsvarianten verwaltet und gewartet werden. Während ein Antriebskonzept zur Einsparung von Energiekosten zu einer Vielzahl an Varianten führt, zielt eine Variantenreduzierung darauf ab, die erforderlichen Drehmomente und Drehzahlen in einer Anlage mit so wenig verschiedenen Antriebsvarianten wie wirtschaftlich sinnvoll abzudecken. So können Kosten für Verwaltung, Service und Lagerhaltung eingespart werden, jedoch steigen in der Regel die Energie kosten. Deshalb gilt es, diese Spannungsfelder bei der Antriebsauslegung in Einklang zu bringen. Auch die kontinuierliche Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) spielen in Industrie-4.0- Anwendungen eine zentrale Rolle zur Senkung der TCO. Durch eine periodische beziehungsweise kontinuierliche Erfassung von Antriebs- und Zustandsdaten lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen und ungeplante Stillstandzeiten signifikant verringern. Das Ergebnis: eine höhere Anlagenverfügbarkeit, reduzierte Ausfallzeiten, geringere Service- und Materialkosten sowie eine längere Lebensdauer. Nord Drivesystems verfolgt bei der Reduzierung der TCO einen holistischen Ansatz, der zur Identifizierung und Hebung von Effizienzpotenzialen die gesamte Bandbreite an Optimierungsstrategien nutzt – angefangen vom modularen Produktbaukasten über den Einsatz leistungsstarker, langlebiger und wirtschaftlicher Technologien bis hin zu individuellen TCO-Berechnungen und durchdachten Service- sowie Wartungskonzepten. www.nord.com FÜR KOSTEN­ SENKUNGEN UND EFFIZIENZ­ STEIGERUNGEN MUSS EINE SORGFÄLTIGE AB­ WÄGUNG ALLER WIRTSCHAFTLICH­ KEITSASPEKTE STATTFINDEN, HIER HILFT TCO Jörg Niermann, Bereichsleiter Marketing, NORD DRIVESYSTEMS Gruppe, Bargteheide 6 antriebstechnik 2022/11 www.antriebstechnik.de

SOFTSTARTER ROIBOT-AWARD ZEIGT ANWENDUNGSVIELFALT Einfache und kostengünstige Automatisierungslösungen finden sich sowohl in immer mehr KMUs als auch bei großen Industrieplayern. Die kreativsten Anwendungen zeichnet Igus alle zwei Jahre mit dem Roibot-Award aus. In diesem Jahr konnten sich die Erfinder eines Etikettier-Roboters, die Entwickler eines vollautomatischen Containersystems für den Gemüse- und Kräuterbau, sowie die Konstrukteure eines Tapeziergerätes über den begehrten Preis freuen. Im Fokus des Wettbewerbs stehen Low-Cost-Automatisierungslösungen wie Delta Roboter, kartesische Roboter oder auch Gelenkarmroboter von Igus. Der Name des Awards ist Programm und Hauptentscheidungskriterium für die Jury: ein schneller Return on Investment. Insgesamt 110 Einreichungen aus 20 Ländern zeigen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten kostengünstiger Robotik. Es siegte die MFG Technik & Service GmbH mit ihrem Etikettier- Roboter „LabelMonkey“. Ein automatischer Erntehelfer belegt Platz 2 des Wettbewerbs. www.igus.de DIE AKADEMISCHE FORSCHUNG STÄRKEN Automatisierungsexperte STW schenkt dem Institut für Fahrerassistenz und vernetzte Mobilität (IFM) der Hochschule Kempten das Demonstratorfahrzeug SymonE. Damit unterstützt STW die Forschungslandschaft im Allgäu und belegt die Nähe zur akademischen Lehre. Das IFM erhält mit SymonE einen Versuchsträger, mit dem Forschungsprojekte in die Praxis übertragen werden können. So sollen insbesondere Potenziale und Technologien von 5G mithilfe der Cloudanbindung des Fahrzeugs erforscht werden. Machine-to-X-Kommunikation und Georeferencing stehen ebenfalls im Fokus künftiger Forschungsarbeit. Tests und Arbeiten an der Steuerungsarchitektur sollen den Studierenden ermöglichen, ihre Erkenntnisse aus der Theorie in die Praxis zu übertragen. Den Schlüssel zum Fahrzeug übergaben Sonja Wiedemann, geschäftsführende Gesellschafterin bei STW, und Stefan A. Lang, Director Advance Development, Ende September am Institutssitz in Benningen. www.stw-mobile-machines.com TURCK BERUFT STEFAN GROTZKE IN DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Stefan Grotzke ist neuer Geschäftsführer der Werner Turck GmbH & Co. KG und der Turck Holding GmbH. Das Unternehmen Werner Turck wird der 53-Jährige gemeinsam mit Michael Gürtner leiten. In der Geschäftsführung der Turck Holding wird Grotzke die Ressorts Produktion & Supply-Chain-Management (SCM) übernehmen, während Gürtner weiterhin für die Ressorts Entwicklung & IT verantwortlich ist. Vor seinem Wechsel zu Turck war Stefan Grotzke 14 Jahre bei Murrelektronik als Geschäftsführer Operations verantwortlich für den Betrieb und die gesamte Supply Chain der Produktionswerke. „Wir sind fest davon überzeugt, dass Stefan Grotzke mit seinem einschlägigen Erfahrungsschatz in unserer Branche den erfolgreichen Weg der Turck-Gruppe nachhaltig unterstützen und die Optimierung der Produktionsund SCM-Prozesse weiter vorantreiben wird, um die Lieferperformance und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Turck signifikant zu erhöhen“, so Hans Sondermann, Beiratsvorsitzender der Turck Holding. www.turck.com www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2022/11 7