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antriebstechnik 1-2/2024

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antriebstechnik 1-2/2024

WÄLZ- UND GLEITLAGER

WÄLZ- UND GLEITLAGER Kunststoffe für Spindellager-Käfige Kunststoff Zug-E-Modul [N/mm 2 ] nach DIN EN ISO 527-2 Zugfestigkeit [N/mm 2 ] nach DIN EN ISO 527-2 Kugeldruckhärt [N/mm 2 ] nach ISO 2039-1 Dichte [g/cm 3 ] nach DIN EN ISO 1183 Einsatztemperatur [°C] dauerhaft Einsatztemperatur [°C] kurzzeitig PA 66 3.100 85 160 1,14 − 40 - 100 − 40 - 170 PA 66-GF25 8.000 170 240 1,32 − 40 - 110 − 40 - 180 PA 66-GF35 11.000 210 280 1,41 − 40 - 120 − 40 - 190 PA 46 3.300 106 187 1,19 − 40 - 130 − 40 - 200 PA 46-GF25 8.500 180 - 1,37 - - PEEK 3.600 116 230 1,32 − 65 - 240 − 65 - 300 PEEK-GF30 10.000 156 280 1,49 − 65 - 240 − 65 - 300 TECHNISCH UND WIRTSCHAFTLICH OPTIMIERT Die neuen Pendelrollenlager-Sortimente werden in zwei verschiedenen Designvarianten angeboten, denn nur so können die Produkte technisch wie wirtschaftlich optimiert hergestellt werden. Unterschieden werden die Serien E1.XF (Xforce) oder E.XS (Xspeed), je nachdem, ob das Pendelrollenlager in Richtung Tragkraft oder Drehzahl optimiert ist. Das „E“ im Produktnamen verweist wiederum auf das für hohe Tragzahlen verstärkte E-Design mit mehr und größeren Wälzkörpern. Diese verstärkte Ausführung setzt einen Blechkäfig voraus, der mittels spezieller Werkzeuge gestanzt und gepresst werden muss. Dies wiederum erfordert eine sehr hohe Ausbringungsmenge, die Produktion ist also stückzahlorientiert. „Diese Stückzahlen konnten bisher nur von Premiumherstellern erreicht werden, doch dies hat sich nun geändert“, sagt Findling. „Was bisher also mangels Stückzahlvolumen praktisch unmöglich war, können wir nun als weiterer Anbieter leisten. Mit unserer verstärkten E-Ausführung bieten wir auf deutlich günstigerem Preisniveau neue Optionen für die Wälzlagerbeschaffung.“ Beim tragkraftoptimierten E1.XF setzt Findling auf den hochwertigsten schmiedeoptimierten Wälzlagerstahl mit geringsten Oxydanteilen, damit die Dauerfestigkeit unter den hohen Belastungen gewährleistet ist. Auch das Käfigdesign berücksichtigt diesen Umstand: Er ist zentrisch und rollengeführt, was Schränkungen der Rollen unter hoher Last kompensieren kann. Beim drehzahloptimieren E.XS garantiert die verbesserte Toleranzklasse P6 eine höhere Rundlaufgenauigkeit. Außerdem wurde die Oberflächenrauigkeit der Laufbahnen optimiert, was die Eigenerwärmung des Lagers und Geräuschentwicklung reduziert. Der Käfig ist innenringgeführt und unterliegt damit geringeren Fliehkräften. Auf diese Weise erhöht sich auch die Grenzdrehzahl. FUNKTIONAL UND WIRTSCHAFTLICH Die mit der Drehzahloptimierung verbundenen erhöhten Fertigungskosten werden durch den Einsatz eines ebenfalls hochreinen, aber klassischen Wälzlagerstahls kompensiert. Findling erläutert: „Würden wir beides machen, wäre das Produkt zwar multifunktionaler, aber der Anwender hätte es immer mit einer funktionalen Überspezifikation und dadurch unwirtschaftlichen Lösung erkauft. Das bedeutet nicht, dass wir auf Kundenwunsch nicht auch diese Produktcharakteristik liefern können. Auch hier gilt: Wir stehen für die technisch wie wirtschaftlich optimalen Lösungen mit Vernunft!“ Bilder: Findling Wälzlager; Putra - stock.adobe.com www.findling.com DIE IDEE „Mit dem ABEG eXtreme Sortiment können wir Anwendern nun langlebige Hochleistungswälzlager für ganz bestimmte Betriebsbedingungen zur Verfügung stellen. Möglich wurde dies unter anderem durch enorme Fortschritte in der Fertigungstechnik in den vergangenen drei Jahren, Digitalisierung und die optimale Anpassung für Anwendungsbereiche. Damit schaffen wir eine hochfunktionale Alternative zu kostenintensiven Standard­ Premiumprodukten oder Sonderlösungen mit entsprechend längeren Lieferzeiten. Unsere jüngste Sortimenterweiterung im Bereich der Spindel- und Pendelrollenlager zeichnet sich durch ebenso leistungsfähige und langlebige Lösungen wie auch hohe Wirtschaftlichkeit und kurzfristige Verfügbarkeit aus.“ Klaus Findling, Geschäftsführer, Findling Wälzlager GmbH, Karlsruhe 28 antriebstechnik 2024/01-02 www.antriebstechnik.de

MARKTPLATZ INTELLIGENTE FLANSCHLAGER FÜR PREDICTIVE MAINTENANCE Igus will teure Ausfälle von Maschinen und Fahrzeugen wegen unerkannter Defekte an hochbelasteten Flanschlagern mithilfe einer neuen Generation von Zwei- und Vier-Loch-Flanschlagern vergessen machen. Die Lager aus schmierfreiem Hochleistungskunststoff sind mit Miniatur- Funksensoren ausgestattet und ermöglichen so Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Und so funktionieren die neuartigen Industrie-4.0-Lager: Igus integriert einen Abriebsensor in die Polymer-Kugelkalotte. Im Laufe der Zeit verschleißt nun der Sensor selbst Schicht für Schicht - parallel zur Lauffläche des Lagers. Und sendet weiterhin Signale aus, die einen jeweiligen Rückschluss auf den Zustand des Lagers erlauben. Die neuen Flanschlager befinden sich in der Prototypenphase, sind aber bereits bei der staatlichen Eisenbahngesellschaft Luxemburgs in einer 200 m langen Waschstraße im Einsatz, die täglich Züge des Nah- und Fernverkehrs reinigt. www.igus.de WÄLZKÖRPER FÜR WEITER VERBESSERTE LAUFRUHE NSK hat eine neue Technologie entwickelt, um die Laufruhe der NH/ NS-Linearführungen nochmals zu steigern. Dabei kommen erstmals elastische Wälzkörper zum Einsatz, die in den Kugelumlauf integriert sind. Kurze, durch Reibungsschwankungen verursache Unregelmäßigkeiten in der Linearbewegung werden unterdrückt und dynamische Reibungskräfte verringert. Dies gelingt auch, weil die neue Konstruktion eine Berührung der Kugeln in den gekrümmten Abschnitten der Kugelumlaufbahn verhindert. Die Abmessungen der neuen Linearführungen sind identisch mit denen der Standard-NH/NS-Reihe, sodass sie sich ohne Änderung der Umgebungskonstruktion 1:1 austauschen lassen. Die reibungsreduzierte Technologie ist verfügbar für NH 15, 20 und 25 sowie die Modelle NS 15, 20, 25 und 30. Zu den Optionen, die für die neuen „Ultra Smooth Motion“-Einheiten angeboten werden, gehören Edelstahl-Varianten, verschiedene Schlittenlängen und -typen, die K1-L-Schmiereinheit sowie spezielle Oberflächenbehandlungen. www.nsk.com VERBESSERTE DREHGEBERGENERATION Die magnetischen IXACR- Absolutdrehgeber von Posital sind jetzt mit SSI-Schnittstelle erhältlich, um Sensoren über Punkt-zu-Punkt- Verdrahtungssysteme direkt mit digitalen SPSen oder Mikrocontrollern zu verbinden. Wie alle IXARC-Drehgeber-Modelle, die im Rahmen der Nextgen-Initiative von Posital technologisch auf das nächste Level gebracht wurden, verfügen auch die neuen Absolutwertgeber über TMR-Sensoren zur Messung der Winkelposition bei einer Umdrehung. Sie sind stabiler, weniger temperaturempfindlich und reagieren besser als Hall-Sensoren auf kleine Änderungen im Magnetfeld. Die Folge ist eine verbesserte Auslösung bis 18 Bit. Außerdem unterstützt ein neuer ASIC die batterielose Umdrehungszählung in Multiturn-Varianten. Sobald die Drehgeberwelle eine Umdrehung vollendet, liefert ein verbundener Wiegand-Sensor sowohl einen Signalimpuls als auch elektrischen Strom, um die Zählerschaltung im ASIC zu versorgen. Mit diesem energieautarken System wird jede Wellenumdrehung in einem nichtflüchtigen Speicher genau aufgezeichnet - auch bei nicht verfügbarer Stromversorgung. Zudem sind die IXARC-Absolutwertgeber mit seitlich am Gehäuse angeordneten Steckern oder Kabeleinführungen verfügbar. Eine weitere Option bieten Kabeleinführungen, die im Winkel von 45 ° zur Wellenachse angeordnet sind. www.posital.de LAGER FÜR DIE BAHNTECHNIK Die NKE Austria GmbH stellte auf der Rail Live 2023, IFEMA Madrid seine Lager für Anwendungen in der Bahntechnik vor. Die Lager des Steyrer Wälzlagerherstellers werden in Traktionsmotoren und Getrieben von Lokomotiven eingesetzt, aber auch in Triebwagen, Straßenbahnen und U-Bahnen. Seit dem Jahr 2005 hat das Unternehmen laut eigenen Angaben mehr als 40.000 Lager für Schienenfahrzeuge geliefert. Wälzlager für Getriebe laufen unter hohen Geschwindigkeiten und Belastungen: Sie müssen Stöße, Schwingungen und extreme Temperaturen aushalten. Wälzlager für Fahrmotoren müssen eine lange Lebensdauer erreichen. Die am häufigsten verwendeten Lagertypen für Getriebe in Schienenfahrzeugen sind Zylinderrollenlager, Kegelrollenlager, Schrägkugellager, Vierpunktlager und Rillenkugellager. In Fahrmotoren werden meist Zylinderrollenlager und Rillenkugellager eingesetzt. Häufig kommen dort elektrisch isolierende Ausführungen zum Einsatz, die eine Beschichtung am Außen- oder Innenring haben. Für anspruchsvolle Anwendungen stehen Hybridausführungen zur Verfügung, bei denen der Wälzkörper aus hochbelastbarem Siliziumnitrid (Si3N4), einer hochfesten Keramik, gefertigt ist. www.nke.at www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2024/01-02 29