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antriebstechnikk 3/2016

antriebstechnik 3/2016

BAUMA

BAUMA 2016 I MESSE Wartungsfreie Gleitlager für Baumaschinen Zu den selbstschmierenden Gleitlagern für Baumaschinen von Oiles zählen z. B. die Bronze-Gleitlager 500SP5, die Sinterlayer- Stahllager 2 000 und die geräuschdämmenden Gleit- und Distanzscheiben aus Spezial-Polyamid vom Typ 83-30. Die Bronzelager Hohe Sicherheit durch berührungslose Schaltpunktauslösung Der Volumenstrom-Detektor der Typenreihe FD von Bucher Hydraulics detektiert einen festgelegten Volumenstrom für unterschiedliche Überwachungsfunktionen und hilft, die Sicherheitsanforderungen nach EN ISO 13849 zu erfüllen. Typischerweise kommt der Detektor in Anwendungen zum Einsatz, bei denen mehrere parallele Verbraucher gemeinsam von einer Druckquelle versorgt werden. Der Detektor zeichnet sich durch eine zuverlässige Schaltpunktauslösung auch bei unterschiedlichen Temperaturen sowie Wartungsfreiheit und eine lange Lebensdauer aus. Hysterese und Druckverluste sind dabei gering. Der Betriebsdruck beträgt 420 bar, die Schaltpunktauslösung erfolgt berührungslos, was die Sicherheit für Personal und Güter erhöht. www.bucherhydraulics.com Lager mit höherer Zuverlässigkeit gibt es als Buchsen, Flanschbuchsen, Platten und Scheiben. Sie verfügen über integrierte Festschmierstoff-Reservoirs und eignen sich für rotative und oszillierende Low-Speed-Anwendungen mit hohen Druckbelastungen. Die Sinterlayer-Stahllager sind im dynamischen Trockenbetrieb etwas geringer mechanisch belastbar, dafür aber für höhere Geschwindigkeiten geeignet. Sie haben eine hochverschleißfeste Gleitschicht aus Sintermetall, in dessen feinporiges Gefüge ein Festschmierstoff und ein unter Vakuum appliziertes Öl eingelagert sind. Die Gleit- und Distanzscheiben sind im Spritzguss gefertigte Polyamidlager. Sie verfügen über eingebettete Füllstoffe, z. B. PTFE. Verschließfest sind sie auch in aggressiven Umgebungen. www.oiles.de Das „Encompass Field Performance Programme“ von SKF soll bei der Entscheidung helfen, welche Lager sich für bestimmte Anwendungen und Umgebungen eignen. Wichtigster Bestandteil ist das Generalized Bearing Life Model: Es differenziert zwischen Oberflächen- und Ermüdungsschäden für mehr Informationen über die Lebensdauer von Lagern und berücksichtigt Schlüsselparameter zur Leistungsverbesserung. Das Explorer-Pendelrollenlager kann durch die Optimierung von Oberflächenbeschaffenheit und Wärmebehandlung auch in verschmutzten oder unzureichend geschmierten Umgebungen eine doppelt so lange Gebrauchsdauer erreichen wie die SKF Explorer-Lager. Die Explorer Stahl/Stahl-Gleitlager weisen eine 50 % höhere dynamische Tragzahl auf und sind sogar in Anwendungen mit mäßiger Verunreinigung langlebiger als regelmäßig nachgeschmierte konventionelle Lager. www.skf.de Neues Gehäuse-Design erleichtert Montage Die Gehäuseeinheiten der Revolvo Quick-Fit-Serie aus dem Hause Timken erleichtern den Einbau bei Anwendungen mit begrenztem Zugang. Die Zylinderrollenlager-Gehäuseeinheit ist gewinkelt geteilt und kann so bei der Montage unter der Welle durchgeschoben werden. Das reduziert die Montagezeiten deutlich, in manchen Fällen kann die Montage sogar von nur einer Person ausgeführt werden. Für eine schnelle Sichtprüfung zur Kontrolle oder bei der Wartung lassen sich die Lagerträgerdeckel und Gehäusehälften einfach abnehmen. Sieben verschiedene konzentrische Dichtungsvarianten erlauben darüber hinaus hohe Anlagenleistungen unter unterschied lichen Anwendungsbedingungen – auch in sehr rauen Umgebungen. Alle Serien der bis auf die Welle geteilten Gehäuseeinheiten ermöglichen die Montage um die Welle herum, ohne dass ein Zugang zu den Wellen-Enden benötigt wird. Zum Einsatz kommen die Einheiten z. B. in Lüftern, Förderbändern, Brechern oder Schiffsantriebswellen. www.timken.com Cloud-Lösung für die Baubranche Das Unternehmen Sensor- Technik Wiedemann (STW) präsentiert seine STW-Cloud für die Baubranche. Neben Lösungen für die Automatisierung mit Displays, Steuerungen, Messtechnik und für die Elektrifizierung, die auch E-Mobility bei Baumaschinen adressiert, bietet STW für die Verbindung von Maschine zu Maschine und in die Cloud On-Board-Module. Die TC3G erfasst relevante Daten über CANbus, WLAN oder Bluetooth 4.0, speichert diese, versieht sie mit Zeit- und Positionsstempel, kann sie vorverarbeiten und sicher in die Cloud schicken. Die Parametrisierung der aufzuzeichnenden Signale erfolgt dynamisch, skalierbar und stets anpassbar durch eine in der Cloud integrierte Web-Applikation. Die Konfiguration kann sowohl online als auch offline erfolgen. Sind die Daten in der Datenbank des Cloud-Servers gespeichert, ermöglicht die Cloud die Auswertung, Darstellung und Zugriffsverwaltung oder die Weiterleitung sowie die horizontale und vertikale Integration in Prozesslandschaften und -abläufe. www.sensor-technik.de 70 antriebstechnik 3/2016

NACHGEFRAGT I VERNETZTE ANTRIEBSTECHNIK Was bedeutet Vernetzung für die Antriebstechnik? „Was neu ist, ist die inzwischen sehr hohe Intelligenz und Eigenständigkeit vernetzter Antriebssysteme. Sie macht es möglich, im Netz nun überall verfügbare Daten auch dezentral komplex zu verarbeiten. Der Antrieb kann zum Beispiel autark in einem Anlagensegment reagieren, indem er Ablaufsteuerungen ausführt, mit Lagerückführung höchst präzise positioniert, Prozessgrößen ausregelt und sogar Störungen selbstständig beseitigt. Dezentrale Frequenzumrichter mit integrierter SPS erlauben generell eine besonders effiziente Umsetzung von Technologiefunktionen und Diagnostik, sie arbeiten sehr schnell und ermöglichen einfachere, kostengünstigere Anlagendesigns. Es gibt außerdem auch ohne Daten zum Beispiel von externer Sensorik völlig neue Möglichkeiten: Funktionen wie Condition Monitoring und Predictive Maintenance lassen sich in einem modernen Frequenzumrichter oft durch Software umsetzen – Komponenten wie Temperaturfühler oder Ölsensoren braucht man dafür nicht mehr unbedingt.“ Dr. Omar Sadi, Geschäftsführer Technik, Nord Drivesystems, Bargteheide „Bei der Vernetzung in der Antriebstechnik sehe ich unter anderem zwei Ansätze für die Überwachung und Analyse: Über eine standardisierte, gesicherte Verbindung wie z. B. OPC UA kann direkt auf Zustandsdaten des Antriebs zugegriffen werden. Das könnte z. B. genutzt werden, um über eine Auswertung des Drehmomentes den Fertigungsprozess zu überwachen. Vorteil ist, dass mit OPC UA gesichert Daten übertragen werden können, ohne dass alle Schichten der Automatisierungspyramide davon betroffen sind. Dementsprechend müssen keine weiteren Interfaces berücksichtigt werden, was die Kommunikation stark vereinfacht. Andererseits können über entsprechende Schnittstellen antriebsinterne Messwerte kontinuierlich in der Cloud gespeichert werden, so wie z. B. ein Speicheroszilloskop zunächst alle Signale abtastet und zwischenspeichert. Erst mit dem Erreichen einer Triggerbedingung wird von dem Oszilloskop ein Verlauf – der oft schon vor dem Triggerzeitpunkt einsetzt – dargestellt. Übertragen auf die in der Cloud gespeicherten Daten können dadurch für die Auswertung sogar erst nachträglich Triggerbedingungen formuliert werden, was nicht nur in der Antriebstechnik völlig neue Analysemöglichkeiten erlaubt.“ Prof. Dr. Jens Onno Krah, Entwicklung und Produktmanagement Antriebstechnik, Beckhoff Automation, Verl antriebstechnik 3/2016 71

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