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antriebstechnikk 3/2016

antriebstechnik 3/2016

Eine „runde“ Sache

Eine „runde“ Sache Hydraulische Bremszylinder für homogene Spannung in der Radproduktion Robert Timmerberg Falsch gespannte Speichen bei Fahrradrädern können dazu führen, dass sich die Felgen verziehen. Um dies zu vermeiden, sind stets gleich bleibende Werte beim Spannen gefragt. In Laufrad-Richtmaschinen von Holland Mechanics BV stellen hydraulische Bremszylinder von ACE dies sicher und sorgen so für einen reibungslosen Produktionsablauf. K aum ein Unternehmen ist so spezialisiert darauf, Laufräder für unterschiedliche Fahrradtypen zu produzieren wie das Unternehmen Holland Mechanics BV aus dem niederländischen Noord-Holland. Das Angebot reicht dabei von Einstiegslösungen bis hin zu High-end-Maschinen, wobei das Prozedere bei den Laufrad-Richtmaschinen -unabhängig vom Fahrradtyp- immer ähnlich ist: Die Maschine prüft zunächst die Höhen- und Seitentoleranz der Felge. Anschließend ermittelt ein Computerprogramm, mit welcher Kraft jede einzelne der bis zu 36 Speichen vorgespannt werden muss. Die Werte variieren dabei erheblich. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Speichen liegen bei Standardfelgen zwischen ± 30 kg und ± 5 kg bei Topmodellen. Je unterschiedlicher die Speichenspannung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Felge vorzeitig verzieht. Daher sind die Konstrukteure rund um Jasper Wessels aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Holland Mechanics BV bestrebt, die Toleranzen der Spannungen an ihren Laufrad-Richtmaschinen so homogen wie möglich zu halten. Zudem Robert Timmerberg M. A. ist Fachjournalist im DFJV und Geschäftsführer bei plus2 GmbH in Düsseldorf sollen die Kraftunterschiede zwischen den einzelnen Speichen so gering wie möglich sein. Zum Vergleich: Bei Standardstadträdern und erlaubten Toleranzen von ± 0,4 mm der Felge muss die Maschine ca. 40 Kontrollhandlungen durchführen. Hightech-Maschinen absolvieren hingegen bis zu 100 Bewegungs abläufe, um sicherzustellen, dass das Rad den Qualitätskriterien entspricht. Gummipuffer ade Bis vor kurzem war eine Felgenabweichung von ± 0,4 mm noch Standard. In diesen Fällen wurden Gummipuffer eingesetzt, um die Bewegungsabläufe in der Maschine zu beruhigen und so die Überprüfung zügig abzuschließen. Allerdings sorgen die Gummipuffer aufgrund ihrer Materialeigenschaften für einen Rückprall. Als erste Kunden ihre Anforderungen an die Laufrad-Richtmaschinen von Holland Mechanics BV steigerten und nur noch Toleranzen von ± 0,3 mm zuließen, schlossen sich die Konstrukteure mit Rob Bakker von Doedijns BV kurz. Dieser Zulieferer von Maschinenelementen und gleichzeitig einer der Vertriebspartner der ACE Stoßdämpfer in den Benelux-Staaten berät und beliefert das Unternehmen seit vielen Jahren mit Komponenten. Dem Team war klar, dass eine Umstellung auf Bremszylinder zahlreiche Vorteile mit sich bringen würde. Denn ohne Rückpralleffekt der Gummipuffer kann schneller und besser produziert werden, weil besser kontrollierte Bewegungen das präzise Greifen der Speichen begünstigen und die Ausfallquote durch Fehlgriffe senken. Produktionstempo erhöht Hydraulische Bremszylinder ähneln von der Form und vom Aufbau her Industriegasfedern. Dass ACE diese Maschinenelemente auch in kompakter Bauform anbietet, war hinsichtlich der Integration in die Laufrad- Richtmaschinen ein entscheidender Faktor für die Konstrukteure von Holland Mechanics. Eine schnellere Maschine sollte nicht mehr Platz benötigen. Und die gesteigerte Effizienz durfte nicht durch Kosten von z. B. größeren anderen Bauteilen oder gar mehr Bedarf für die Stellflächen negativ belastet werden. Neben der Baugröße sorgte auch die Vielzahl der DIN-genormten Anschlussteile im Zubehörportfolio von ACE für eine schnelle Integration. Die Aus legung in den Niederlanden stand unter dem Motto: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Um die Verfahrgeschwindigkeit zu regulieren, stellten sich Bremszylinder des Typs HB- 56 antriebstechnik 3/2016

KUPPLUNGEN UND BREMSEN 01 Laufrad-Richtmaschine der Holland Mechanics BV 02 Die geöffnete Laufrad-Richtmaschine während Tests in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung 12-20-EE-P als richtige Wahl heraus. Sie können in beiden Richtungen den Gleichlauf regeln und als Ausgleichs element für die hin- und herschwenkenden Massen dienen. Mit Durchmessern von nur 12 mm, aber Hublängen von 20 mm sind diese Maschinenelemente in der Lage, Zugund Druckkräfte von 180 N auf zubringen. Wie bei allen Typen dieser Familie reichen die zulässigen Temperaturbereiche von -20 bis zu 80 °C, sodass sie in fast allen Umgebungen einsetzbar sind. Neben dem Regulieren der Verfahr geschwindigkeiten können solche Maschinenelemente auch schlagartiges Einfahren von Geräten verhindern. Um dies auch in anderen Fällen sicherzustellen, liefert ACE auf Bestellung auch Sonderlängen, -hübe und –dichtungen. Toleranzwerte gesenkt Bei Holland Mechanics wurde schon mit den Standardmodellen der Wunsch nach einem Toleranzbereich der Felgen von ± 0,3 mm unterboten. Durch die Verbesserung des Antriebs der Richtwerkzeuge, durch die Inte gration weiterer Präzisionsbauteile und das Hinzufügen der ACE Bremszylinder vom Typ HB-12-20-EE-P bewegen sich die Toleranzwerte nun bei ± 0,1 mm. In der Fahrradfelgenbranche stellt dies einen signifikanten Unterschied dar. Gleiches gilt für die Steigerung der Produktions geschwindigkeit um 10 %, seitdem die oben genannten Maßnahmen getroffen worden sind. Außerdem berichten die niederländischen Radexperten davon, dass es gelungen ist, die vormaligen Ausfälle während der Bewegungsabläufe so gut wie vollständig zu verhindern, da die Greifer seltener neben die Speichen schnappen als zuvor. Beschleunigte Produktion bei weniger Ausfall, das ist eine Rechnung, die nicht nur bei Laufrad-Richtmaschinen aufgeht, sondern bei den Anwendern auch für Zufriedenheit sorgt. www.ace-ace.de Treffen Sie unsere Experten für Kupplungen auf der bauma. April 11.-20., München, Halle A4, Stand 511 Mehr Effizienz und Wettbewerbsvorteile für Ihre Baumaschine www.reich-kupplungen.com 2016-01_Reich Reich.indd 1 Anzeige bauma DE_185x90_Antriebstechnik_und_Co.indd 1 03.03.2016 04.03.2016 15:10:47 10:37:59 antriebstechnik 3/2016 57

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