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antriebstechnik 9/2019

antriebstechnik 9/2019

SOFTSTARTER ECKARD

SOFTSTARTER ECKARD EBERLE CEO Business Unit Process Automation bei der Siemens AG in Nürnberg 5G-Netze sind für die Industrie im Zuge von Industrie 4.0 und der Digitalisierung ein wichtiger Türöffner. Gekennzeichnet durch hohe Zuverlässigkeit und niedrige Latenzzeiten sowie umfassende IIoT-Konnektivität ist 5G notwendig für richtungsweisende Anwendungen im industriellen Umfeld. Dazu gehören mobile Anwendungen in der Fertigung ebenso wie autonome Fahrzeuge im Logistikbereich, IIoT, Augmented-Reality-Applikationen für Service- und Wartungstechniker und Virtual- Reality-Applikationen. Ein allumfassendes Netz, über das sich eine Industrieanlage drahtlos lenken lässt – enorm zuverlässig, hochverfügbar oder mit sehr hoher Bandbreite ausgestattet. Auch wir setzen deshalb von Anfang an auf den neuen Kommunikationsstandard und unterstützen die Normung sowie die industrielle Umsetzung von 5G. So entwickeln wir bereits Lösungen, mit denen Industrieunternehmen ihre Effizienz, Flexibilität und Produktivität erhöhen und ihre Anlagen mit der neuen 5G-Technologie zukunftssicher machen können. Wir betreiben bereits eigene Forschungsprojekte für Industrial 5G und bauen derzeit ein 5G Interoperability Test Center unter realen Bedingungen auf. MOBILFUNKSTANDARD 5G KONKRET NACHGEFRAGT WICHTIGER TÜRÖFFNER Die Entwicklung im Mobilfunk schreitet rasch voran und 5G etabliert sich auch in der Industrie zum nächsten Standard. Wie positioniert sich Ihr Unternehmen gegenüber der neuen Technologie und welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich dadurch für den Bereich der Antriebstechnik? PRODUKTIVITÄT STEIGERN STEFAN FLÖCK Leiter des Geschäftsbereichs Motion bei ABB Automation Products GmbH in Ladenburg Der 5G-Standard macht es möglich, Mobilfunktechnik viel weitreichender einzusetzen als bisher. ABB hat die weltweit erste industrielle Anwendung auf Basis von 5G und KI in ihrer Frequenzumrichter-Fabrik in Helsinki eingeführt. Die Lösung wurde in Kooperation mit dem Mobilfunkbetreiber Telia und der Softwarefirma Atostek implementiert. Die KI-Anwendung wird das Werkspersonal unterstützen, indem sie die Montage der Antriebe per Kamera überwacht und sicherstellt, dass die Produkte entsprechend den Kundenbestellungen und anwendbaren Arbeitsanweisungen korrekt montiert werden. Die KI-Anwendung läuft hierbei in der Cloud, während die Arbeiter über schnelle 5G-Verbindungen Feedback aus der Cloud in Echtzeit erhalten. Das dürfte die Montage gegenüber dem Ablesen von Anweisungen von einem Papierdokument vereinfachen und dadurch auch die Qualität verbessern. Mit der Einführung der 5G-KI-Lösung wollen ABB und ihre Partner erkunden, wie industrielle Anwendungen, die ein hohes Datenvolumen und eine hohe Rechenleistung erfordern, künftig skalierbar implementiert werden können – ungeachtet des Standorts. 16 antriebstechnik 2019/09 www.antriebstechnik.de

FRANK HAKEMEYER Leiter Produktlinie Communications Interfaces bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont Mit 5G wird sich die Kommunikationsstruktur in der Automatisierung erheblich verändern. 5G hat das Potenzial das neue drahtlose Kommunikationsbackbone zu werden. So bietet 5G aufgrund der hohen Skalierbarkeit und Flexibilität die Möglichkeit, nahezu alle Applikationen, die heute noch verschiedene Funktechnologien verwenden, auf Basis eines lokalen 5G-Netzes zu harmonisieren und zusammenzuführen. Außerdem ermöglicht 5G aufgrund der wohl effizientesten Funktechnologie (new radio) auch ganz neue Anwendungen, die bisher nicht denkbar waren (siehe low latency, high reliability). In den öffentlichen Netzen werden mit 5G ebenfalls starke Veränderungen der Automatisierungslandschaft zu erwarten sein. Durch die Möglichkeit mit 5G sich in Zukunft zugewiesene Ressourcen des Netzes garantiert zur Verfügung stellen zu lassen, zum Beispiel über Network slices, können Anwendungen zukünftig auch über ein öffentliches Netz einen bestimmten Quality of Service erwarten. Dadurch könnten Anwendungen Steuerungsfunktionen, oder Prozess- und Maschinendatenanalysefunktionen aus der Anlage in das Rechenzentrum beziehungsweise in die sogenannte Edge-Cloud, also eine Art Mini-Rechenzentrum ganz nah an der Anlage, verlagert und lokale „Computing- Power“ einspart werden. Für die Antriebstechnik werden sich insbesondere die lokalen Netze als interessant erweisen, weil in ihnen sehr kurze Latenzen ermöglicht werden, die auch Steuerungsfunktionen von Antrieben realisieren könnten. Daher ist der Vorstoß der deutschen Regulierungsbehörde, ein Spektrum für solche lokalen Netze zugewiesen zu haben, sehr zu begrüßen und muss auch weltweit umgesetzt werden. 07.-10. Oktober 2019 Stuttgart Besuchen Sie uns! Halle 7/Stand 7101 Mehr Drive. ACOPOS P3. www.br-automation.com/ACOPOSP3 HOHE SKALIERBARKEIT UND FLEXIBILITÄT Schneller 3-Achs-Servoverstärker mit 50 µs Abtastzeit Präziser Exaktere Regelung durch virtuelle Sensorik Intelligenter Safe Motion bis SIL3 /PLe /Kat 4 Stärker Höchste Leistungsdichte seiner Klasse

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