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antriebstechnik 8/2020

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antriebstechnik 8/2020

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE HANDLING- UND MONTAGESYSTEME KREATIVE ANSÄTZE FÜR DIE AUTOMATISIERUNG Standardisierte Komponenten sollen automatisierte Prozesse zunehmend leichter und individuell konstruierbar machen. Zwei Systembeispiele zeigen, wie sich Handling- und Transportlösungen auch für kleinere und mittlere Produktionslinien gestalten lassen. Das Unternehmen Norelem Normelemente KG, mit Stammsitz im badenwürttembergischen Markgröningen, ist Hersteller und Lieferant von Norm- und standardisierten Bauteilen für den Anlagen- und Maschinenbau. Das Produktportfolio umfasst u. a. Teile aus dem Bereich der Antriebs- und Handlingsysteme, z. B. pneumatische Handlingsmodule, Kleinförderbänder sowie Linear achsen mit Zahnriemenantrieb. Diese Bauteile sind modular aufgebaut und ermöglichen so besonders flexible Anwendungen. Mit diesem Sortiment will Norelem Unternehmen bei der Umsetzung von Automatisierungslösungen unterstützen. Wie diese aussehen können, demonstrierte man zuletzt anhand von Exponaten, die im Oktober 2019 auf der Motek, Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung in Stuttgart, zu sehen waren. Anhand der vorgestellten Varianten wurden zwei Einsatzmöglichkeiten für Handlingsund Transportlösungen präsentiert: „Norelem movement“ und „Norelem drive“. AUTOMATISIERTE BAUTEILFÖRDERUNG Die zwei praxisrelevanten Anwendungsbeispiele zeigen, wie sich die Förderung von Bauteilen realisieren lässt. Die Lösung „movement“ veranschaulichte mit Normteilen das Handling eines zylindrischen Körpers. Dabei kamen zwei Inno- Emily Kipp ist Leiterin für Marketing bei der Norelem Normelemente KG in Markgröningen 42 antriebstechnik 2020/08 www.antriebstechnik.de

KOMPONENTEN UND SOFTWARE 01 02 01 Die Bauteilförderung „movement“ ist für das Handling zylindrischer Körper gedacht und lässt sich in unterschiedliche Konstruktionen einbinden 02 Das „drive“-Exponat veranschaulichte, wie sich eine Automatisierungsanlage für die Bauteilzuführung mit Normbauteilen realisieren lässt 03 03 Mit der getakteten Umsetzung von Würfeln simulierte das „drive“-System eine effiziente Möglichkeit der Bauteilzuführung vationen zum Einsatz: Mithilfe der Linearachse und dem individuell anpassbaren Kleinförderband wurde eine einfache, kompakte Einheit zur Bauteilförderung konstruiert, die sich in unterschiedliche Konstruktionen integrieren lässt. Für den technischen Rundlauf aus pneumatischen Linearmodulen, Hubeinheiten und Drehmodulen wurden, bis auf wenige Fertigungsteile, mehrheitlich Komponenten von Norelem verbaut. Ein interessantes Beispiel aus dem Bereich der Antriebstechnik bot das zweiteilige Exponat „drive“. Den Anfang machten verschiedene Komponenten aus dem Bereich der Antriebstechnik: Hier waren Stirnzahnräder über eine Kreuzgelenkwelle mit Kegelrädern verbunden. Ein 90°-Versatz durch die Kegelräder ermöglichte wiederum den Antrieb verschiedener Kettenräder. Für das Modell kamen u. a. Rollenketten und Spannsätze zum Einsatz. Im weiteren Verlauf des Live-Betriebs wechselte die „drive“-Einheit auf pneumatische Handling-Module und angetriebene Kugelgewindetriebe. Mit der getakteten Umsetzung von Würfeln simulierte das System eine effiziente Möglichkeit der Bauteilzuführung. Auch dieses Exponat bestand zu weiten Teilen aus Norelem-Komponenten. NACHWUCHS AN DER KONSTRUKTION BETEILIGT Die Förderung von qualifiziertem Nachwuchs ist seit jeher ein wichtiges Anliegen des Normteile-Herstellers. Auf der Norelem Academy, die sich als Ideengeber für Nachwuchskonstrukteure versteht, vermittelt das Unternehmen angehenden Ingenieuren sein umfangreiches Fachwissen als Hersteller und Brancheninsider. Junge Talente erhalten hier die Gelegenheit, erste Berufs- und Projekterfahrung zu sammeln. Auch die innovativen Messeexponate entstanden in Zusammenarbeit mit Nachwuchskonstrukteuren: Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie KIT – Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft – konzipierten die kreativen Ideen für die Modelle aus Norelem-Bauteilen. Für die finale Konstruktion assistierten schließlich Spezialisten für Automatisierungstechnik. Seit dem Auftritt auf der Motek 2019 ist bei Norelem viel passiert. So befasst sich die Forschung und Entwicklung des Normteile-Spezialisten damit, einen Teil seiner Produkte mit Sensoren auszustatten. Das soll eine digitale Vernetzung und Überwachung der Abläufe ermöglichen und durch permanente Datenübermittlung im laufenden Prozess mühsame und zeitaufwändige Prüfvorgänge ersetzen. Fotos: Norelem Normelemente KG www.norelem.de DIE IDEE „Standardisierte Komponenten, wie wir sie entwickeln, ermöglichen den Anwendern, eine Vielzahl von Konstruktionen mit unterschiedlichsten Anforderungen schnell und flexibel umzusetzen. Unsere Bauteile lassen sich in das CAD-System der Konstrukteure einfügen und ermöglichen Unternehmen, auf einfache Weise neue Automatisierungslösungen in bestehende Prozesse zu integrieren.“ Martin Ahner, Maschinenbau-Ingenieur und Fachtrainer, Norelem Academy www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2020/08 43

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