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antriebstechnik 7/2019

antriebstechnik 7/2019

KUPPLUNGEN UND BREMSEN

KUPPLUNGEN UND BREMSEN 03 Matthias Klos im Gespräch mit Peter Becker im Verlagshaus der antriebstechnik in Mainz davon aus, dass diese ihren Dienst verrichtet, wie gewünscht. Viel entscheidender sind aus unserer Sicht die Kombination aus Preis und Lieferzeit, an welcher wir stetig arbeiten. Bei den federbetätigten Sicherheitsbremsen sieht es ein wenig anders aus. Seit Einführung der ISO 13849 (Sicherheit von Maschinen) müssen Antriebe besser abgesichert werden. Dies bei Bestandsmaschinen nachzurüsten, ist häufig sehr schwierig, da der Bauraum sehr begrenzt ist. Hier können wir mit unseren sehr schlanken Baureihen BXR und BXR-LE entscheidend helfen. Sie lassen sich in der Regel selbst unter engsten räumlichen Verhältnissen problemlos nachrüsten. Ein globaler Trend im Maschinenbau ist aktuell Industrie 4.0. Ist dies auch im Kupplungs- und Bremsenmarkt bzw. bei Miki Pulley von Relevanz? Industrie 4.0 oder IoT sind seit geraumer Zeit und natürlich auch bei uns ein Thema. Eines unserer aktuellen Projekte, welches Ende 2018 in Japan gelauncht wurde, ist eine mit Sensorik ausgestattete Kupplung, die das anliegende Drehmoment konstant im Betrieb ausgeben kann. Dieser Prototyp wird in Japan derzeit in Zusammenarbeit mit mehreren Großkunden verfeinert und getestet. Für spezielle Applikationen wird dieses Produkt, nach der Freigabe für den Europäischen Markt, sicherlich eine attraktive Option sein. Größere Relevanz in Sachen Digitalisierung sehen wir angesichts des Safety-Aspekts bei den federbetätigten Sicherheitsbremsen. Hier geht es darum, den Zustand der Bremse zu überwachen und diese Daten in die Arbeitsumgebung, sei es stationär oder auf mobilen Endgeräten, einzubinden. ZUM UNTERNEHMEN Miki Pulley ist ein Traditionsunternehmen. In diesem Jahr feiert der japanische Hersteller von Wellenkupplungen und federbetätigten Sicherheitsbremsen sein 80-jähriges Bestehen. Doch erst vor wenigen Jahren entschied sich das Familienunternehmen zu größerem Engagement im europäischen Markt. Mit kurzen Lieferzeiten und technisch ausgereiften Produkten will sich das Unternehmen auch in Mitteleuropa etablieren. Was man aber nicht vergessen darf, bei all der Diskussion um die Digitalisierung: Nicht alles muss in die Cloud oder digital angebunden werden. Es gibt auch Hardwarekomponenten, die einfach Hardware bleiben dürfen. Warum entschied sich Miki Pulley erst so spät, eine Europazentrale zu etablieren? Die Geschäftsleitung ist seit einigen Jahren in der Hand der dritten Generation. Präsident der Miki Pulley Gruppe ist inzwischen Koji Miki. Und Koji Miki hat erkannt, dass das Potenzial im japanischen Heimatmarkt inzwischen nahezu vollkommen ausgeschöpft ist. Im Bereich der Wellenkupplungen haben wir in Japan einen Marktanteil von um die 80 Prozent. Somit ist dort kaum noch Wachstum möglich. Man kann also nur noch im Ausland expandieren. In der Konsequenz gründete und errichtete man Tochtergesellschaften und Werke in weiteren asiatischen Ländern, zum Beispiel in Südkorea oder Indien. Und als jüngster Zuwachs in der Unternehmensgruppe wurde vor fünf Jahren die Europazentrale gegründet. Wir sind hier in Europa noch ein Newcomer und verstehen uns auch ein wenig als Startup. Sich im stark umworbenen europäischen Umfeld zu etablieren, braucht eine gewisse Zeit. Man muss den Kunden beweisen, dass man ein verlässlicher Partner ist und vor allem auch noch übermorgen am Markt aktiv sein wird. Mit unserer Übernahme der VMA Antriebstechnik in Großostheim, nahe Aschaffenburg, im Jahr 2016 haben wir unser Commitment bewiesen und viel Vertrauen gewonnen. Mit Blick auf unsere aktuelle Geschäftsentwicklung sehen wir, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und gehen davon aus, dass wir unsere Umsätze im deutschen und europäischen Markt in den kommenden Jahren vervielfachen werden. Hinsichtlich der Umsatzverteilung stellen wir fest, dass wir in Europa einen größeren Marktanteil mit unseren federbetätigten Sicherheitsbremsen abdecken können. Bei den Wellenkupplungen ist die Gewinnung von Marktanteilen stärker umkämpft, dies durch die starke Verbreitung der Balgkupplung, was uns aber natürlich nicht am stetigen Ausbau der Geschäfte hindert. Das Interview führte Peter Becker, Redaktion antriebstechnik Fotos: Miki Pulley Europe AG www.mikipulley.de 32 antriebstechnik 2019/07 www.antriebstechnik.de

MARKTPLATZ SCHLANKE MOTORANSCHLUSSLEITUNGEN: AUCH FÜR DEN EXPORT Mit der Kaweflex Servo 9YSL(ST)CY-Serie bietet TKD besonders kompakte, schlanke Motoranschlussleitungen für Servomotoren, die über Frequenzumrichter angesteuert werden. Die kapazitätsarmen Leitungstypen, die für feste Verlegung und flexible Anwendungen ausgelegt sind, verfügen über eine UL/CSA-Zulassung, einem Türöffner für den Export nach Übersee. Bei dem dabei gewählten UL-Style für die 1-kV-Zulassung kommt, in Kombination mit dem flammwidrigen und selbstverlöschenden PVC-Außenmantel, eine Aderisolation aus Polypropylen zum Einsatz. Die Motoranschlussleitungen verfügen über eine zulässige Leitertemperatur von 90 °C und eine erhöhte Strombelastbarkeit. Ihre kapazitätsarme Auslegung erlaubt zudem größere Leitungslängen zwischen Motor und Umrichter. Die doppelte Abschirmung mit einer kaschierten Aluminiumfolie und einem Schirmgeflecht aus verzinnten Kupferdrähten mit hohem Bedeckungsgrad sorgt für den störfreien Betrieb von Frequenzumrichtern. www.tkd-kabel.de ERWEITERUNGSMODULE FÜR PLC NEXT CONTROL Ab sofort können Anwender weiter individualisierte Anforderungen mit den PLCnext- Control-Steuerungen aus der Baureihe Axiocontrol von Phoenix Contact bedienen. So lassen sich mit den angebotenen Erweiterungsmodulen die Schnittstellen von PLCnext Control anpassen. Diese Erweiterungsmodule werden an der linken Seite der Steuerung angesteckt und betrieben. Das erste Modul stellt eine zusätzliche Ethernet- Schnittstelle mit einer weiteren MAC-Adresse zur Verfügung. Die Konfiguration erfolgt über die Software PLCnext Engineer. Das Ethernet-basierte Portfolio soll in Zukunft durch neue BUS-spezifische Varianten für Interbus und Profibus ergänzt werden. Kennzeichnend für beide Varianten wird eine Masterfunktionalität zur Einbindung vorhandener Interbus- und Profibus-Teilnehmer sein. www.phoenixcontact.com RADIAL-LATERALEN VERSATZ AUSGLEICHEN Die Lateralbalgkupplung von ÜV Überlastschutz und Verbindungssysteme sorgt durch ihre Balgform für den Ausgleich von radial-lateralem Versatz. Im Vergleich zu Metallbalgkupplungen bietet die Kunststoffkupplung einen potenzialfreien Anbau. Sie ist ausgelegt mit einer Ausgleichswelle pro Befestigungsnabe und so zum Anbau von Drehgebern und Antrieben mit geringer Leistung gedacht. Ihre Federsteife ist lateral geringer als axial. www.uev-gmbh.de KUPPLUNGSREIHE FÜR KURZ UND GUT BEFUNDEN Mit der Kupplungsreihe KP mit 4-welligem Balg und zwei radialen Klemmnaben hat Jakob eine Version mit kürzerer Baulänge in das Metallbalgkupplungsprogramm aufgenommen. Diese eignen sich speziell für Anwendungen mit minimalen Wellenabständen und begrenzten Einbauverhältnissen. Der mehrlagige, aus zertifiziertem Edelstahl bestehende Metallbalg zeichnet sich zum einen durch hohe Verdrehsteifigkeit und zum anderen durch den Ausgleich von axialen, radialen und lateralen Wellenversätzen aus. Ein weiterer Vorteil der verkürzten Bauweise sowie der damit einhergehenden Gewichtsreduktion sind vergleichsweise niedrigere Massenträgheitsmomente. Eine einzige, radial leicht zugängliche Schraube pro Nabe sorgt für die zur Drehmomentübertragung notwendige Vorspannkraft. Die Balg-Nabe-Verbindung erfolgt über das spielfreie Bördel-Einpressverfahren. Im Gegensatz zu Klebeverbindungen wird dieses Fügeverfahren auch bei kritischen Betriebsbedingungen (– 40 bis + 200 °C) als sicher eingestuft. www.jakobantriebstechnik.de AUSGLEICHSKUPPLUNGEN Ob filigran oder drehmomentstark – wir haben die passende Verbindung! Zielsicher zum passenden Produkt www.orbit-antriebstechnik.de

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