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antriebstechnik 7/2019

antriebstechnik 7/2019

LINEARTECHNIK

LINEARTECHNIK PNEUMATISCHE VS. ELEKTRISCHE SYSTEME ELEKTRISCHE ANTRIEBE FÜR ENERGIEMANAGEMENTSYSTEME Gesetzliche Vorgaben verpflichten viele Unternehmen dazu, den Ist-Zustand ihres Energieverbrauchs zu bewerten und Verbesserungspotenziale zu ermitteln. Dies kann durch ein Energieaudit nach DIN EN 16247 erfolgen oder alternativ mit der Einführung eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001. Matthias Utz ist Product Manager Linear Systems und Harald Müller ist Product and Energy Manager, beide bei der Dunkermotoren GmbH in Bonndorf 22 antriebstechnik 2019/07 www.antriebstechnik.de

Aus einem Energiemanagementsystem, wie es viele Unternehmen mittlerweile eingeführt haben, resultieren gleich mehrere Vorteile. Im Fokus steht dabei die kontinuierlich verbesserte, energiebezogene Leistung: Also Optimierung der Energieeffizienz (so etwa weniger Energie pro gefertigtem Stück), des Energieeinsatzes (wo wird welche Energie verwendet, etwa für Beleuchtung) und des Energieverbrauchs (z. B. Reduzierung der Energiemenge). Auch Dunkermotoren hat sich für ein Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001 entschieden, um weiterhin ressourcenschonend Hightech-Produkte „Made in Germany“ liefern zu können. VERBESSERUNGEN IDENTIFIZIEREN, UMSETZEN UND PRÜFEN Mit einem systematischen Vorgehen lässt sich die Optimierung der energiebezogenen Leistung erreichen. Zuerst erfolgt eine energetische Bewertung des Unternehmens. Ermittelt werden Energieverbrauch und -einsatz, sowie die vorrangigen Einsatzbereiche. Ein Einsatzbereich ist etwa das Erzeugen von Druckluft. Zudem gilt es hierbei auch Verbesserungsoptionen der energiebezogenen Leistung zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Im nächsten Schritt werden die definierten Maßnahmen umgesetzt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit in geplanten Zeitabständen überprüft und analysiert. Treten die erwarteten Verbesserungen nicht ein, so sind die Maßnahmen entsprechend anzupassen. Meistens ergibt die energetische Bewertung bei produzierenden Unternehmen ein ähnliches Bild. So kommt dem Erzeugen von Druckluft ein Anteil bis 25 % des elektrischen Gesamtenergieverbrauchs zu. Laut diverser Auswertungen bietet der Energieverbrauch für Druckluft häufig das größte Einsparpotenzial. Ein geschätztes Einsparpotenzial von nahezu 16 % ist allein durch das Beseitigen von Leckagen im Druckluftsystem und durch das Verringern des Drucks erzielbar. Das heißt, die Instandhaltung der Rohrleitungen und eine Absenkung des Betriebsdrucks um 1 bar spart jährliche Energiekosten von etwa 40 000 EUR ein. Bereits ein kleines Loch von lediglich einem Millimeter Durchmesser kann ein Luftsystem nachteilig beeinträchtigen. In Zahlen genannt wären dies bei 6 bar Druck ca. 29 000 m³ verlorene Druckluft pro Jahr (8 000 Betriebsstunden), was in Summe 725 EUR an Energiekosten bedeutet. Als Berechnungsgrundlage wurden hierfür 0,025 EUR/m³ für aufbereitete Druckluft angesetzt. Nicht einmal ein dauerbetriebener Elektromotor mit 300 W (z. B. BG 75 × 50) kommt auf solch hohe Betriebskosten. ELEKTRISCHE VS. PNEUMATISCHE LÖSUNGEN Das Unternehmen Dunkermotoren bietet bessere Lösungen: Seine elektrischen Systeme können pneumatische Systeme eins zu eins ersetzen und arbeiten zudem effizienter. Der Einsatz dieser Komponenten reduziert den Druckluftanteil [ ] ... das man kaum sieht DATENBOX CASM-ZYLINDER n smarter DC Servomotor mit Schnittstellenanbindung an EtherCAT, Profinet, Profibus und CANopen n mechanischer 1:1 Ersatz von Pneumatik-Zylinder gemäß ISO 15552 n hoher Gesamtwirkungsgrad, dadurch niedrige Betriebskosten n Regelung von Positionen, Kräfte, Beschleunigungs-/Bremsrampen n Stand-alone-Betrieb möglich n lange Lebensdauer durch Kugelumlaufspindel n Kräfte bis 5 400 N und Geschwindigkeiten bis 1 000 mm/s n Industrie-4.0-fähig

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