Aufrufe
vor 2 Monaten

antriebstechnik 7/2017

antriebstechnik 7/2017

DRIVES IN LOGISTICS I

DRIVES IN LOGISTICS I SPECIAL Powerpaket auf vielen Achsen Einzelachsregler sorgt in Paletten-Shuttle-Projekt für mehr Dynamik in der Logistik Zusammen mit dem Maschinenbau-Unternehmen Fischer Maschinen GmbH in Altenstadt hat LTI Motion ein kompaktes Mover/Shuttle-System entwickelt. Das realisierte Projekt „Fertiglager“ mit 1 800 Stellplätzen und einer Auslagerung von 80 Paletten/Stunde ist seit 2016 erfolgreich im Betrieb. Erfahren Sie, was die eingesetzten Servoregler hier für die Intralogistik leisten. Marco Walz ist Head of Warehouse Logistics im Global Industry Management der LTI Motion GmbH in Lahnau Das Mover/Shuttle-System ist für eine Traglast von 1 200 kg konzipiert und hat eine Geschwindigkeit von 2 m/s. Das mit 48-V-Powercaps betriebene Shuttle kann bis zu 12 m gassentief Paletten in den Kanal transportieren. Die Powercaps werden beim Transport auf dem Mover mit einem programmierbaren Ladegerät wieder aufgeladen. Durch die acht angetriebenen Räder wird ein dynamischer und gleichbleibender Momentenverlauf realisiert und kleinere Übergänge überwunden. Das Shuttle ist mit einer hydraulischen Hubeinheit ausgeführt, womit beliebige Hubpositionen angefahren werden können. Das Trägerfahrzeug, der Mover, wird gassengebunden über eine 400-V-Schleifleitung versorgt. Die Positions-, Sicherheitsund Startinformationen erfolgen per Wlan vom Mover an das Shuttle. Servotechnik für unterschiedliche Anforderungen Das Mover/Shuttle-System zeichnet sich durch sein einfaches Servicekonzept aus. Das hier verwendete Servoreglersystem Servo One von LTI Motion kann mit 48-V- DC- oder 400-V-AC-Versorgung betrieben werden. Damit werden die unterschiedlichen Anforderungen an die Energieversorgung (Schleifleitung 400 V oder Powercap

01 Alexander Hipp (Vertrieb LTI Motion GmbH), Stefan Fischer (Geschäftsführer Fischer Maschinen GmbH) und Volker Schwarzkopf (Applikationsingenieur LTI Motion GmbH) mit dem realisierten Mover/Shuttle-System (v. l.) 48 V) von beiden Systemen erfüllt. Das vereinfacht die Inbetriebnahme, Ersatzteilhaltung und das Handling im Servicefall. Durch den Einsatz der Servotechnik können die vorgegebenen Spielzeiten eingehalten werden. So besteht u. a. die Möglichkeit, ohne Last in den Feldschwächebereich des Motors zu gehen, so dass höhere Geschwindigkeiten bei Leerfahrten möglich sind. Die hohe Überlastfähigkeit und der S-Verschliff lassen zudem eine hohe Beschleunigung bei möglichst optimierter ruckbegrenzter Anfahrbewegung zu. Die optional integrierte PLC (iPLC) kann die Bewegungslogik und -führung des Movers/Shuttles übernehmen, so dass Fahraufträge ohne eine separate Fahrzeugsteuerung betrieben werden können. Die Programmierung der iPLC wird über Codesys durchgeführt. Optional integrierte Sicherheits-SPS Schaut man sich einen Multiachsverbund eines Regalbediengerätes an, so ist es sicherlich zu kurz gedacht, nur die Sicherheitsfunktion einer einzelnen Achse und besonders deren Inbetriebnahme zu betrachten. Hier sind Konzepte gefragt, die mit nur einem Programm die gesamte Sicherheitsfunktion der Maschine berücksichtigen. Mit einem zentralen Sicherheitsprogramm im Master werden die Aufwände für die Validierung der Sicherheitsfunktionen und die Serieninbetriebnahme drastisch reduziert. Die zeitaufwändige Inbetriebnahme jeder einzelnen Achse entfällt. Die Safe-Motion-Architektur von LTI Motion bietet eine solche zentrale, nach SIL3/ PLe (Kat. 4) zertifizierte Sicherheits-SPS. Direkt optional im Servoregler integriert, können bis zu zwölf Achsen überwacht werden. Sie gewährleistet sehr kurze Reaktionszeiten, z. B. bei einer SLS-Überwachung von einer Achse von 4 ms und bei sechs Achsen von 6 ms. Eine sichere Feldbus-basierende Achs-Querkommunikation erlaubt den sehr schnellen Austausch der sicherheitsrelevanten Daten zwischen den Achsen. Der Safety Master in der ersten Achse steuert die Kommunikation und verteilt alle achsgebundenen Überwachungsfunktionen auf die einzelnen Achsen. Jede Servoachse mit integrierter Sicherheits-SPS ist in der Lage, die Bewegung einer zusätzlichen zweiten Achse zu überwachen. Lediglich der Einsatz einer weiteren Geberauswertung ist erforderlich, um eine zweite Achse sicher zu überwachen. Diese „Mithör-Option“ wertet einen an der zweiten Servoachse angeschlossenen sicheren SIL2 SinCos-Geber über die Parallelschaltung der Sinus-/Cosinus-Signale aus. Auch die Spannungsversorgung des Gebers wird überwacht. Die berechnete Drehzahl [UNNACHGIEBIG KRAFTPAKET ] BRECOFLEXmove + BRECOmove Beste Zahnriemenqualität aus Porta Westfalica, verbaut in Ihrer Anlage. Das ist Bewegung. das man kaum sieht

Aktuelle Ausgabe