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antriebstechnik 6/2019

antriebstechnik 6/2019

SOFTSTARTER HAYDAR

SOFTSTARTER HAYDAR KARTAL Product Management Elektrische Aktuatoren, SMC Deutschland GmbH, Egelsbach Dynamik, Kraft, Regelbarkeit, Laststeifigkeit und Wirtschaftlichkeit sind wichtige Kriterien, bei der Auswahl der optimalen Antriebstechnik von Maschinen. Elektrische und pneumatische Systeme stehen dabei im Wettbewerb. Als Hersteller in der Automatisierungstechnik verbindet SMC die Vorteile beider Welten. Pneumatische Antriebe sind leicht, robust und kostengünstig in der Anschaffung. Elektrische Antriebe hingegen überzeugen vor allem durch ihre Flexibilität, auch komplexe Verfahrprofile abfahren zu können. Entsprechend vielfältig ist das SMC-Programm: Es reicht vom Miniatur- und Schlittenantrieb, über Zylinder bis hin zu Endstufen. Neben Schritt- und Servomotoren gehören auch Riemen- und Spindelantriebe dazu, ebenso wie motorlose Antriebe. Die elektrischen Zylinder fasst SMC in der LEY-Serie zusammen. Mit ihnen lassen sich einfache, robuste und gewichtsparende Lösungen konstruieren, mit hoher Arbeitsgeschwindigkeit und Beschleunigung. Gleichzeitig achtet SMC bis hin zu den Bohrungen auf eine weitgehend kompatible Gestaltung der Antriebe. So können Anwender bei einer Greiferanwendung von pneumatisch auf elektrisch umstellen, ohne die Gewindeposition verändern zu müssen. ANTRIEB: ELEKTRISCH, ODER FLUIDTECHNISCH? KONKRET NACHGEFRAGT VORTEILE VERBINDEN Die Wahl des richtigen Antriebsystems ist von vielen Faktoren abhängig und erweist sich nicht immer als einfach. Hydraulische Antriebe gelten als sehr leistungsstark. Elektrische Antriebe stehen hingegen für eine flexible Installation. Welche Kriterien sollten Anwender beachten, um den optimalen Antrieb für ihre Anwendung zu finden? NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN FRANK KAUFMANN Markt und Produktmanagement Antriebssysteme, Business Unit Automation and Electrification Solutions, Bosch Rexroth AG, Lohr am Main Intelligente Antriebe schaffen mit offenen Schnittstellen die Voraussetzungen für modulare Maschinenkonzepte und fungieren als Klammer zur Verbindung von realer Automatisierung mit übergeordneten IT-Systemen zur Fabrik der Zukunft. Auf der Aktor-Seite geht die Entwicklung bei elektrischen Motoren in Richtung höherer Kraftdichte und zusätzlicher Funktionen. So erreichen aktuelle Synchron-Linearmotoren mit Eisenkern bei sehr kompakten Baumaßen Vorschubkräfte von bis zu 21 500 N. Die neue Generation rotatorischer Synchron-Servomotoren MS2N verbindet Dynamik mit Energieeffizienz. Der Motor dient in Verbindung mit den Antriebsreglern auch als Sensor und stellt Betriebsdaten für Condition Monitoring zur Verfügung. Elektrische Lösungen eröffnen als drehzahlvariable Pumpenantriebe auch der Hydraulik neue Perspektiven, ihre Stärken in vernetzten Anwendungen auszuspielen. 16 antriebstechnik 2019/06 www.antriebstechnik.de

SOFTSTARTER KLAUS WAGNER Bereichsleitung Entwicklung, Herbert Hänchen GmbH & Co. KG, Ostfildern Hydraulik hat viele Vorzüge: Physikalische wie die Entkopplung von Kraft und Geschwindigkeit, die Realisierung äußerst präziser Bewegungen von minimalen bis zu hohen Geschwindigkeiten, Beschleunigungen und Frequenzen. Auch die hohe Leistungsdichte ist schon immer ein entscheidender Vorteil. Gerade bei Hänchen haben wir in den letzten Jahren Entwicklungen vorangetrieben, die in vielen Anwendungen eine Neubewertung des Kosten-Nutzen- Verhältnisses ermöglichen: Hydraulische Pumpendirektantriebe als Plug-&-Play-Einheit ermöglichen den Einsatz von Linearantrieben ohne eigene Hydraulik-Spezialisten. Selbst entwickelte Software erlaubt die optimale Einbindung der Antriebsachse in Steuer- und Regelungsprozesse. Und: Das Dichtungssystem Servoseal bietet energieeffiziente Hydraulik-Lösungen für kurz- und langhubige Oszillationen ohne funktionsbedingte Leckage. Daher lohnt es sich bei jeder Anwendung, die möglichen Antriebstechnologien objektiv miteinander zu vergleichen. ÄUSSERST PRÄZISE BEWEGUNGEN CHRISTIAN STREITBERGER Produktmanager, Jenaer Antriebstechnik GmbH Die Auswahl des „richtigen“ Antriebssystems ist von vielen Faktoren abhängig und je nach Maschinenaufgabe zu entscheiden, da die verschiedenen Übertragungselemente ihre Stärken und Schwächen haben und nur in optimaler Kombination eine gute Antriebslösung ergeben. Für einen Kunden der Medizintechnik entwickelten wir elektromotorische Antriebe für mechanische und hydraulische Übertragungselemente. Nur durch die Kombination der verschiedenen Übertragungselemente konnte eine optimale Lösung für die Applikation erzielt werden. In speziellen Anwendungen bieten hydraulische Lösungen Vorteile bezüglich Wirtschaftlichkeit, die mit Elektroantrieben noch nicht erreicht werden. Ein Beispiel dafür sind Baumaschinen. Tendenziell ist ein Trend am Markt zu spüren, bei dem fluidtechnische Lösungen durch die besser regelbaren Elektrozylinder, bestehend aus hochintegrierten Motoren und Spindeln, ersetzt werden. KOMBINATION VERSCHIEDENER ELEMENTE DIRK LAUBENGEIGER Geschäftsführer, Ortlieb Präzisionssysteme GmbH & Co. KG, Zell Was spricht für einen Elektro-Servo-Zylinder? Kombiniert man die Funktionen eines Planetengetriebes mit denen einer Linearspindel in einer Planeten-Wälz-Gewindespindel (PWG), führt dies zu einer erheblichen Reduktion von Bauraum und Gewicht. Auch die Steigung kann kleiner ausgeführt werden als bei der Kugelgewindespindel, weil der Kugeldurchmesser keine Grenze setzt. Dabei ist die Untersetzungsfunktion Teil der Funktionalität, was zu einer Konstruktion ohne zusätzliches Getriebe mit einer ähnlich hohen Kraftdichte wie beim Hydraulikzylinder führt. Durch eine hochpräzise Fertigung ermöglichen wir bei Ortlieb eine Lebensdauer, die ein Vielfaches der Standzeit von Rollen- und Kugelgewindetrieben ermöglicht. Eine hohe Steifigkeit wird durch spielfrei vorgespannte Bauteile und eine robuste Konstruktion erreicht. Die große Tragfähigkeit bewirkt Bewegungen mit hoher Dynamik und hohem Wirkungsgrad. Es gibt also viele Argumente, die bei der Wahl eines Linearantriebs Beachtung finden sollten und die weiter reichen, als die Wahl der Basistechnologie. REDUKTION VON BAURAUM UND GEWICHT

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