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antriebstechnik 6/2017

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STEUERN UND

STEUERN UND AUTOMATISIEREN 04 Die Messgrafik mit dem Weg-Zeit-Verlauf (rot), dem Geschwindigkeits- Zeit-Verlauf (blau) und dem Beschleunigungsverlauf des Wurfes (grün) Optimale Leistungsmerkmale Im Fall des Tübinger Wurfsimulators ist der MK4 in die Führungsschiene des Schlittens integriert. Eine spezielle Modifizierung war dazu nicht erforderlich – lediglich eine Vorgabe für die Sensor-Laufschiene gab es: Sie musste mindestens so lang wie die größten zu erwartenden Beschleunigungswege sein. Das sind bei Abwürfen mit einem Auftaktschritt bei großen Sportlern etwa 2,8 m. Doch da Gefran den MK4 standardmäßig in Längen von 500 bis 4 000 mm anbietet, war auch das kein Problem. Am Schlitten ist ein Magnet befestigt, über den der Sensor die Position des Schlittens ermittelt. Dazu sendet der magnetostriktive Wegaufnehmer 500 bis 1 000 Informationen pro Sekunde über den aktuellen Standort des Magneten an die Steuerung. Da der Wegaufnehmer über eine große Auswahl an Analogausgängen (in Spannung oder Strom) für die direkte Messung von Weg und Geschwindigkeit oder die inverse Messung (nur Weg) verfügt, stehen die von ihm gelieferten Signale unmittelbar zur Auswertung zur Verfügung. Dank dieser Leistungsmerkmale ist die Serie MK4-A Onda optimal geeignet für den Einsatz in Kunststoff-Spritzgieß- und Blasformmaschinen sowie allgemein im Bereich der Werkstoffbearbeitung: Von Maschinen für die Metallumformung, die Holzbearbeitung oder die Papierindustrie bis hin zu Verpackungsmaschinen. Das Team der Uni Tübingen entschied sich für einen MK4 mit analogen Ausgängen, da Umsetzung und Auswertung dieser Variante einfach sind. Gefran bietet den magnetostriktiven Wegaufnehmer jedoch auch mit direkten digitalen Ausgängen an. Damit kann der Positionswert wahlweise über eine SSI- oder CANopen-Schnittstelle direkt und ohne Verzögerung in die Steuerung eingelesen werden. Keine wirklichen Alternativen „Wir hätten die Messung auch mit Hochgeschwindigkeitskameras durchführen können. Doch der Aufwand wäre unvergleichlich viel größer. Schließlich erfordert dies die Befestigung von Markerpunkten an verschiedenen Körperpositionen und die anschließende Digitalisierung der Markerkoordinaten“, meint Wank. Auch die Reibungswiderstandsmessung oder der Einsatz eines translatorischen Inkrementalgebers wären Alternativen zur magnetostriktiven Messmethode gewesen. Die Reibwiderstandsmessung ist jedoch im Vergleich zur magnetostriktiven Messung bei der geforderten Sensorlänge sehr teuer und gleichzeitig mit Verschleiß und elektrostatischer Aufladung verbunden. Einem translatorischen Inkrementalgeber fehlt die feste Anfangsposition, was die Messung sehr aufwändig macht. Doch Wank und sein Team kennen den Gefran-Sensor MK4 bereits seit 10 Jahren und setzen ihn erfolgreich in anderen Testverfahren ein. Der MK4 funktioniert erwartungsgemäß zuverlässig und präzise. Und auch die Vibrationen des Systems, die entstehen, wenn der zwei bis drei kg schwere Schlitten, der mit bis zu 40 kg Zusatzlast beladen werden kann, am Dämpfer an der Endposition der Führungsschiene anschlägt, verträgt der Sensor gut. Hier wird die Zeit zeigen, ob sich diese untypische Dauerbelastung nachteilig auf die Sensorleistung auswirkt, Sportlichen Erfolg kann man nicht erzwingen, aber man kann sich gut vorbereiten Dirk Schaar, Chefredakteur Lassen sich sportliche Erfolge wirklich erzwingen? Diese Frage ist absolut mit Nein zu beantworten, denn es kommt letztlich immer auf den Sportler selbst, seine Tagesform und sonstiger Einflüsse an. Der Sportler kann aber das Training und die Abläufe so gestalten, dass er möglichst gut auf den Wettbewerb vorbereitet ist. Hierbei unterstützen heute bereits viele Industrieprodukte, wie bspw. Sensoren, die Trainern und Sportlern Unterstützung bei der Auswertung bieten. denn bisher gibt es keinerlei Erfahrungswerte, wie sich der Sensor bei solchen Impacts verhält. Wank geht allerdings nicht davon aus, denn der MK4 ist weder mechanisch anfällig noch empfindlich gegenüber Erschütterungen und Vibrationen. www.gefran.com 50 antriebstechnik 6/2017

Zeit sparen bei der Entwicklung und Wartung der Benutzeroberfläche ACS Motion Control hat mit dem Smart Motion Commander eine flexibel anpassbare und benutzerfreundliche CNC-/HMI-Software-Plattform für Hochpräzisionsbearbeitungen entwickelt, die Spiiplus Ethercatbasierte Motion-Controller auf das Niveau einer CNC-Steuerung bringt. Das reduziert den Aufwand für die Entwicklung und Wartung einer Benutzeroberfläche. Stattdessen kann sich der Maschinenbauer auf die Optimierung der Anwendung und der Maschinenleistung konzentrieren. OEMs und Systemintegratoren haben mit dem Smart Motion Commander eine Lösung für unterschiedliche Anwendungen in der hochpräzisen Materialbearbeitung, z. B. dem Laserschneiden, Präzisionsschleifen, der additiven Fertigung oder der Mikrobearbeitung. Die Software ist auf minimalen Ressourcenverbrauch optimiert und läuft auf allen PCs mit Windows 7/8/10 bzw. XP mit SP3. Kundenspezifische Anpassungen können entweder von ACS und dessen Partnern zur Verfügung gestellt oder vom Anwender selbst über einen Plug-In-Mechanismus entwickelt werden. www.pi.de Sicher und einfach Energie einspeisen No Chance For Murphy’s Law! Ihr effizienter Schutzschirm: Intelligente Safety- Lösungen für Ihre Maschine. www.lti-motion.com Das Motor Starter Feeder System (MSFS) von Eaton ist ein Einspeisesystem für Motorstarterkombinationen, das sicher und einfach zu installieren ist. Das offene, modulare System ist für die Energieverteilung bis 125 A ausgelegt. Die Niederspannungsverteilung für Motorschutzschalter, Motorstarterkombinationen und Softstarter erlaubt es, auch andere Komponenten, z. B. Messmodule einzubinden. Das Grundmodul ist ein Board für sichere Energieverteilungen. Bei ihm lassen sich Komponenten auch während des Betriebs austauschen. Weitere Flexibilität schafft der Einspeiseblock, der frei positionierbar und mit Snap-Lock-Technologie für die werkzeuglose Montage der Leitungen ausgerüstet ist. Für die Verteilung der Energie auf die einzelnen Motorabgänge gibt es verschiedene Adapter. Neben den Standardadaptern für Motorschutzschalter wie PKZ oder PKE stehen auch spezielle Adapter zur Verfügung, mit denen sich z. B. Wendestarter realisieren lassen. www.eaton.de Direkter Anschluss von Feldgeräten in Ex-Zonen Die Ethercat-Klemmen der Serie ELX von Beckhoff ermöglichen mit ihren eigensicheren Ein- und Ausgängen in hochkompakter Bauform den direkten Anschluss von Feldgeräten in Ex-Zone 0, 1 und 2. Die Kombination aus hochkompaktem I/O-Modul und integrierter Trennbarriere reduziert den Platzbedarf im Schaltschrank um bis zu 50 %. Der Verzicht auf zwischengeschaltete, separate Barrieren führt außerdem zu einem verringerten Installationsaufwand. Die Serie erfüllt mit der anstehenden Zertifizierung gemäß Atex und IECEx die branchenspezifischen Richtlinien für den Explosionsschutz. Im 12-mm-Gehäuse stehen bis zu vier und im 24-mm-Gehäuse bis zu acht eigensichere Eingänge zur Verfügung. Die „Time Stamp“-Funktionalität stellt eine hohe Messqualität und eine hochgenaue Synchronisierung – auch in weitläufigen prozesstechnischen Anlagen − sicher. Das Diagnosekonzept mit 100-MBit- Datenrate und durchgängiger Diagnose kann Fehler schnell identifizieren. www.beckhoff.de LTI Motion GmbH Gewerbestraße 5 – 9 35633 Lahnau · Germany Tel.: +49 6441 966-0 Fax: +49 6441 966-137 E-Mail: info@lti-motion.com

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