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antriebstechnik 6/2016

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STEUERN UND

STEUERN UND AUTOMATISIEREN Intelligent verbinden mit der Industrie 4.0 Neue Antriebsregler-Plattform passt sich an Bedürfnisse der Applikation an Intelligent verbinden – das soll einen neue Antriebsregler- Plattform. Ziel war es, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das sich an den Ansprüchen der Anwender und deren jeweilige Applikation ausrichtet, ohne dabei auf die Vorteile einer Großserienfertigung zu verzichten. Erfahren Sie bei uns, ob das gelungen ist. Soviel vorweg: Es ist ein modular konfigurierbares Produkt entstanden, das der Anwender sich nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen kann. Vom Antriebsregler Inveor der Firma Kostal ausgehend wurden deshalb die wichtigsten Schnittstellen zur Anwendung definiert und analysiert, um so optimale Lösungen anbieten zu können. „Diese Lösungen oder auch intelligenten Verbindungen finden sich dabei auf fünf Ebenen wieder“, erklärt Markus Vetter, Marketingleiter bei der Kostal Industrie Elektrik in Hagen. Die fünf Ebenen Die erste Ebene ergibt sich aus der Variabilität des Antriebsreglers selbst, der mit seinem modularen Baukonzept in fünf Baugrößen einen weiten Bereich zwischen 0,25 kW und 22 kW an zu regelnden Motorleistungen abdeckt. Auf der zweiten Ebene kann der Inveor durch sein Adaptionskonzept mit einem umfangreichen Sortiment an Universal- und motorspezifischen Adapterplatten aufwarten, was ihn für fast jeden Motor am Markt einsetzbar macht. Die dritte Ebene bezieht sich auf die Art des zu regelnden Motors. Das Regelungskonzept ist so ausgelegt, dass alle Motoren, von Asynchron- bis hin zur Synchronmaschine, damit betrieben werden können. Die vierte Ebene bezieht sich auf die Bedienung und Beobachtung des Antriebsreglers. Je nach Anforderung stehen hierfür Poten tiometer, eine Folientastatur, ein externes sowie ein integriertes Bediengerät (MMI), eine Bedienung über einen externen Touchscreen und eine PC-Software zur Verfügung. Die fünfte Ebene betrachtet die Kommunikationsumgebung und die Vernetzung mit der Applikationsumgebung des Inveors. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Thema Industrie 4.0 steigt der Anspruch an die Vernetzung im Bereich der Industrieproduktion. Eine Großserienfertigung mit gleichzeitig maximaler Individualisierung der einzelnen Produkte bis hin zur Losgröße 1 ist nur durch eine intelligente Automatisierungstechnik zu realisieren. Universell einsetzen Um die nötige Flexibilität im Produktionsablauf und Kosteneinsparungen zu erreichen, setzt sich der Trend der Dezentralisierung in der Feldebene weiter fort. Die einzelnen Komponenten im Produktionsprozess wie etwa Sensoren, Aktoren und Antriebsregler sind mit der darüber liegenden Leit- bzw. Steuerungsebene über Bussysteme vernetzt. Das verwendete Feldbussystem wird dabei von der Steuerungsebene vorgegeben. Im Gegensatz z. B. zur Bürokommunikation, bei der international einheitlich Ethernet TCP/IP basierende Systeme zur Anwendung kommen, werden in der Automatisierungstechnik viele verschiedene und untereinander inkompatible Kommunikationssysteme eingesetzt. Damit die in der Feldebene eingesetzten Antriebsregler in diese verschiedenen Umgebungen problemlos eingebunden werden können, ist es erforderlich, sie mit den unterschiedlichsten Feldbussen auszustatten. „Unsere universell einsetzbare Antriebsregler-Plattform zeigt sich in diesem Zusammenhang als besonders flexibel. Alle Inveor- Geräte der Baugrößen A bis D (0.37 kW bis 22 kW) können optional mit den gängigen Feldbussystemen ausgestattet werden“, so Markus Vetter. Neben den klassischen Schnittstellen wie CANopen, Profibus unterstützt der Regler auch die Ethernet basierten Feldbusschnittstellen, Profinet, EtherCAT und Sercos III sowie den Modbus RTU. Auch die einphasigen Geräte der Baugröße α (0,25 kW-0,75 kW) unterstützen CANopen und Modbus RTU. 46 antriebstechnik 6/2016

Teure Schnittstellen adé Dank des intelligenten Designkonzepts und des Einsatzes von optionalen Feldbusmodulen kann der Anwender das für ihn relevante Bussystem auswählen und so den Antriebsregler einfach in die vorhandenen Automatisierungsprozesse einbinden, ohne zum Beispiel die Geräte über teure Schnittstellenwandler anbinden zu müssen. Darüber hinaus enthalten alle Inveor standardmäßig eine integrierte SoftSPS nach IEC61131-3, mit der es möglich ist, ihn im Automatisierungsprozess flexibler einzusetzen. Um die Steuerungsebene zu entlasten, können so kleinere Routinen im Antriebsregler direkt abgebildet werden. „Insofern ist die Inveor Antriebsregler-Plattform optimal gerüstet für die Anforderungen einer modernen, vernetzten Automatisierungsumgebung. Das verstehen wir unter Intelligent verbinden“, berichtet Markus Vetter tätig im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit. Mehr Infos unter kostal.com/industrie. Die fünf Ebenen des Inveor Antriebsreglers www.kostal.com Hexapoden S T A R K , SCHNE L L , G ENA U – F Ü R 1.0 0 0 A N W E N D U N G E N Dynamische Positionierung und Bewegungssimulation Bis mehrere Tonnen mikrometergenau positionieren Große Stellwege, Nanometer-Auflösung Feldbusschnittstellen, Steuerung in kartesischen Koordinaten PI – Das breiteste Spektrum, die beste Lösung. Physik Instrumente (PI) GmbH & Co. KG · +49 721 4846-0 · info@pi.de · www.pi.de Besuchen Sie uns auf der AUTOMATICA München, 21.-24.06.16 · HALLE A5, STAND 200 B E W E G E N | P O S I T I O N I E R E N Physik-Instrumente.indd 1 13.05.2016 07:46:03 antriebstechnik 6/2016 47

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