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antriebstechnik 5/2019

antriebstechnik 5/2019

KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE 03 Danfoss Frequenzumrichter im Einsatz Was muss der Anwender bei der Hüllkurvenüberwachung beachten? Bei der Hüllkurvenüberwachung monitoren wir das Lastverhalten der Anlage und deren Veränderung gegenüber dem typischen Betriebsverhalten, also dem Basiszustand. Wenn Teile verschleißen, ändert sich deren Lastkurve im Vergleich zur Baseline. So können wir zum Beispiel auf Undichtigkeiten in einem HKL- System, verschmutzte oder versandete Pumpen oder Lüftungsanlagen mit verstopften Luftfiltern schließen. Der Vergleich der aktuellen Systemperformance mit den gemessenen Grundwertdaten bietet die Möglichkeit, Prozesse sowie die Effizienz der Anlage zu optimieren und Energiekosten einzusparen. Kann der Kunde die genannten Funktionen für eigene Funktionen anpassen oder programmieren? Natürlich müssen die Funktionen angepasst werden. Das funktioniert immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Ist-Zustand der Maschine oder Anlage. Es ist unser Ansatz, dieses in Zusammenarbeit mit unserem Kunden zu machen und ihn mit unserem Antriebswissen zu unterstützen, sei es bei der Inbetriebnahme oder auch der Auswertung der gemessenen Werte. Wie weit ist ein Eingriff durch Predictive Maintenance in die Motortechnologie denn überhaupt sinnvoll? Predictive Maintenance macht dann Sinn, wenn ein Nutzen erkennbar ist. Ein nichtkritisches Bauteil, welches schnell austauschbar ist, im Lager parat liegt und keinerlei Schäden ver ursacht, muss nicht unbedingt überwacht werden. Ist eine Maschine aber so wichtig für den Produktionsprozess, dass ein Ausfall hohe Schäden verursacht, macht eine Predictive- Maintenance-Strategie natürlich umso mehr Sinn. Für jede Anwendung sollte also immer erst eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht werden. Was lässt sich denn künftig noch alles erkennen? Wir werden alle bisherigen Funktionen Schritt für Schritt weiter verbessern und aus den Erfahrungen lernen. Wie schon erwähnt lässt sich neben dem Motor auch der Umrichter selbst überwachen, wenn er denn unter besonders schwierigen Umgebungsbedingungen betrieben werden soll. Grundsätzlich wird es in Zukunft aber verstärkt darum gehen, herauszufinden, welcher Grund für einen Schaden oder eine Veränderung des Antriebsstrangs verantwortlich ist. Dazu sammeln wir als Danfoss gemeinsam mit unseren Kunden weiter Daten und Erfahrungen, damit die Analysen immer noch zuverlässiger werden. Predictive Maintenance wird oft als Allheilmittel angepriesen. Ist es das wirklich? Absolut nicht! Ich sehe Predictive Maintenance als einen Teil der Entwicklung hin zu Industrie 4.0 oder IIoT. Wie klein oder groß darf ein Unternehmen sein, um davon profitieren zu können? Oder spielt die Größe letztlich keine Rolle? Es ist keine Liga der Auserwählten, der man beitreten muss. Profitieren kann jeder, der gewillt ist, in Technik und Zeit zu investieren und sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. Der Einsatz von Predictive Maintenance kann aber auch zu einem Wettbewerbsvorteil werden, wenn sich das Unternehmen durch technologischen Vorsprung von Mitbewerbern abgrenzen kann. Aber ein Kochrezept gibt es nicht! Es ist jedem Anwender selbst überlassen, abzuschätzen, welche Wartungsstrategie für ihn die sinnvollste ist. Wir bei Danfoss sind gerne bereit, unseren Kunden zu helfen die jeweils wirtschaftlichste Lösung zu finden. Fotos: Danfoss GmbH www.danfoss.de 64 antriebstechnik 2019/05 www.antriebstechnik.de

MIT POWERGRIP LÄUFT’S AUCH IN DER INDUSTRIE RUND Mit dem PowerGrip GT4 präsentiert Gates einen neu entwickelten Synchronriemen aus Ethylen-Elastomer (EE) mit hohem Drehmoment für den Industriemarkt. Diese Riemenkonstruktion ersetzt Chloropren durch eine spezielle EE-Formel, um Leistungseinschränkungen vorzubeugen. Angaben zufolge verfügt der PowerGrip GT4 über die höchste Belastbarkeitskapazität im Segment, einen größeren Temperaturbereich und eine verbesserte Chemikalienbeständigkeit. Infolgedessen können schmalere Antriebe und ein breiteres Anwendungsspektrum bedient werden. So haben z. B. Maschinenbauer die Möglichkeit, einen Riemenantrieb in kleineren Bauräumen oder bei mehr Drehmoment anzuwenden. Endabnehmer sollen zudem von niedrigeren Gesamtbetriebskosten profitieren. „PowerGrip GT4 erweitert den Erfolg, den wir mit der PowerGrip-Produktfamilie von Industrieriemen über viele Jahre hinweg erzielt haben und legt die Messlatte noch höher“, sagt Tom Pitstick, CMO und Senior Vice President des Product Line Managements von Gates. „Optimale Einsatzorte sind industrielle Hochleistungsumgebungen mit Pumpen, Fördersystemen und anderen Maschinen, bei denen Effizienz, Zuverlässigkeit und hohe Qualität erforderlich sind. PowerGrip GT4-Riemen machen die Schmierung und Wartung überflüssig, laufen leise und reduzieren das Kontaminationsrisiko. Dadurch können wir traditionelle Rollenkettenantriebe in wichtigen Endmärkten ersetzen.“ Gates wird ein komplettes Portfolio an PowerGrip GT4-Riemen mit Teilungen von 8 und 14 mm und Längen von mehr als 6,5 m anbieten. Muster sind ab sofort erhältlich. Die Produktion in Serie startet im zweiten Quartal 2019 in Nordamerika und Europa. Asien soll im weiteren Verlauf des Jahres folgen. www.gates.com PLATZSPARENDE ANTRIEBSWELLEN AUS CFK Antriebswellen aus Carbonfaser-verstärktem Kunststoff (CFK) von CG TEC sind leicht, platzsparend und langlebig. Bei der Entwicklung im Mittelpunkt standen maximale Schwingungsdämpfung und erhöhte Umdrehungsgeschwindigkeiten bei gleichem oder reduziertem Einbauraum. Mit einer faserorientierten und schlanken Leichtbauweise lassen sich passgenaue Antriebs- und Transportwellen realisieren. Die Wellen können auch in chemisch anspruchsvoller Umgebung eingesetzt werden. www.cg-tec.de GINO RESISTORS Maßgeschneiderte Lösungen >> Bremswiderstände Lastwiderstände Verkehrstechnik Besuchen Sie uns im Internet unter: www.gino.de GINO AG Elektrotechnische Fabrik Friedrich-Wöhler-Straße 65 D-53117 Bonn Tel.: +49 (0) 228-98 98 6-0 Fax: +49 (0) 228-98 98 6-38 E-Mail: info@gino.de GINO AG Niederlassung Eisenach Heinrichstraße 47 D-99817 Eisenach Tel.: +49 (0) 36 91-777-0 Fax: +49 (0) 36 91-777-307 E-Mail: info@gino.de

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