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antriebstechnik 5/2019

antriebstechnik 5/2019

IDEENSCHMIEDE ASTRO

IDEENSCHMIEDE ASTRO MOTOREN 04 04 Thomas Graudenz (links) mit einer speziellen Kundenentwicklung 05 Durch die verschiedenen Farben der Wicklungen, lassen sich die Motoren gut unterscheiden Alleine durch unseren Baukasten und vor allem das Customer Design. Wir haben die Produkte, Maschinen und Menschen dazu, die jeden Kunden immer wieder überzeugen können – mit guten Ideen und Flexibilität. Einzelmotoren und kleine Serien werden bei uns in Handarbeit sorgfältig vor Ort gefertigt. Bei größeren Serien arbeiten wir auch mit zuverlässigen und langjährigen Partnern zusammen. Durch unsere Vielfältigkeit sind wir aber auch gezwungen, unsere Produktionstiefe ständig zu erhöhen. Das machen wir konsequent. So sind wir in der Lage, auch kleinen Stückzahlen als Ersatzteile oder Expressfertigungen innerhalb von 24 h auszuliefern. Die geringen Mehrkosten zahlt der Kunde gerne, wenn er dadurch Ausfallzeiten reduzieren kann. Was zeichnen die Elektrokleinmotoren und Getriebe aus? 05 Wir legen ganz großen Wert auf Produkte „Made in Germany“ und sind stolz, ein Teil der Initiative „Pro Standort in Deutschland“ sein zu dürfen. Denn so können wir uns unsere Kunden auf jeden Handgriff und auf Präzision bei jedem Fertigungsprozess verlassen. Hinzu kommt die Wartungsfreiheit unserer Antriebe. Bei normaler Belastung entsteht so gut wie kein Verschleiß. Für höhere Anforderungen setzen wir aber auch auf Materialien, die dafür besonders gut geeignet sind. Und dann wäre da noch die Dokumentation. Jeder Motor hat ein eigenes Produktionsdatenblatt mit allen technischen Daten, auf das wir jederzeit zurückgreifen können, um zum Beispiel Reproduzierbarkeit zu ermöglichen. In den vergangenen Jahren war Astro Motoren stets von Wachstum geprägt. Wie wollen Sie das fortführen? Auch vor dem Hintergrund, dass Unternehmen aus Asien immer stärker auf die Märkte drängen. bauen den passenden Motor ein. So haben wir zum Beispiel für eine Roboterapplikation in 2 000 Meter Meerestiefe eine eigene Druckkammer gebaut, um den Motor in einer bestimmten Hydraulikflüssigkeit ein Jahr lang zu testen. Am Ende hielt der den hohen Belastungen stand und konnte zur Zufriedenheit des Kunden ausgeliefert werden. Das war unsere erste „Ideenschmiede“ für den Einsatz unter Wasser. Benötigt das nicht letztlich auch Know-how in all diesen Bereichen? Wir können uns nicht überall zu einhundert Prozent auskennen. Wir lernen mit jedem Projekt dazu. Das Know-how kommt dabei also nicht aus dem Lehrbuch, sondern entsteht im täglichen Umgang mit Kunden und Applikationen. Und sollte es wirklich einmal zu Fehleinschätzungen kommen, bessern wir unsere Produkte problemlos nach. Aber ich kann versichern: Unser Reklamationsrate liegt noch unter dem Promillebereich. So viel können wir also nicht falsch machen. Wie schafft es Astro, den Spagat zwischen komplexen Einzellösungen auch millionenfache Kombinationen für jeden Bedarf anzubieten? Wir sind in einer Nische groß geworden und in manchen Bereichen sind wir über die Nische hinaus gewachsen. Das wollen wir fortführen und ausbauen, ebenfalls unsere hohe Lieferfähigkeit, unseren hervorragenden Service und die vielfältigen Einsatzgebiete. Wir sind offen für neue Ideen, um unsere Erfahrung weiter auszubauen. Die asiatischen Unternehmen machen mir indes keine Angst, denn in die Märkte, in denen sie agieren, wollen wir nicht hinein. Da geht es immer nur um billig, billig, billig, aber nicht um Nachhaltigkeit. Eine Atex-Zulassung können diese Unternehmen vielleicht noch kopieren, aber wer bei uns kauft, hat die echte Zulassung. Nach einer gewissen Laufzeit wird der Kunde schon merken, ob er einen echten Astro-Motor hat oder nur eine Kopie. Wie soll Astro in fünf bis zehn Jahren in Ihrer Vorstellung wirtschaftlich, aber auch technologisch aussehen? Wir wollen auf jeden Fall unsere Produktionsleistung noch einmal um 80 Prozent erhöhen. Die Chancen dafür stehen gut, denn in den kommenden Jahren werden die Abkündigungen von Motoren zahlreicher Unternehmen zunehmen, die wir dann aufgreifen können. Dazu können wir am Standort Debstedt noch eine weitere Halle anbauen. Wir sehen auf jeden Fall heute schon, dass der Elektromotor Zukunft hat. Unsere Antriebstechnik ist bereits jetzt immer mehr auch in den Schwellenländern gefragt. Die USA werden nach wie vor ein großer Markt sein. Und wir sind erst in 57 Ländern der Welt vertreten – weitere Länder wie zum Beispiel Brasilien werden sicherlich folgen. Das sind hochinteressante und zukunftsträchtige Märkte für die Bereiche Klima und Entlüftung, Luftentfeuchtung, Beschattung oder Wasserhandling. Wir wollen dort als norddeutsche Schmiede unsere Ideen einbringen! Fotos: Astro Motorengesellschaft mbH & Co. KG; Dirk Schaar www.astro-motoren.de 48 antriebstechnik 2019/05 www.antriebstechnik.de

| AT12-14G | PACKENDE ANTRIEBE IM SCHUTZKLEINSPANNUNGSBEREICH Schneller und einfacher zur besseren Maschine: mit XTS Mit Simatic Micro-Drive erweitert Siemens sein Angebot an Antriebssystemen für DC-/EC-Motoren von 24 bis 48 V und setzt dabei auch auf Lösungen von Ebm-Papst. Der Hersteller bietet EC-Motoren von 50 bis 750 W Ausgangsleistung. Diese lassen sich im Baukastensystem mit integriertem Encoder flexibel mit Getrieben und Bremsen kombinieren. Zusammen mit dem Simatic Micro-Drive wird nun eine kompakte Antriebslösung im Schutzkleinspannungsbereich angeboten, die sich u. a. für Positionieraufgaben in Logistik und Medizintechnik eignet. Prädestiniert sind insbesondere die Baugrößen ECI-42 und ECI-63. Bei den Antrieben handelt es sich um dynamische 3-phasige Innenläufermotoren mit geringem Rastmoment. Ein robustes und geräuscharmes Kugellagersystem sorgt für eine hohe Lebensdauer. Der Grundmotor mit dem Elektronikmodul K1 ist für den Betrieb mit externer Regelelektronik ausgelegt, erfüllt die Anforderungen an die Schutzart IP54 und verfügt über einen industrietauglichen Stecker. www.ebmpapst.com Der XTS-Vorsprung umlaufende Bewegung flexibles Baukastensystem individuell bewegliche Mover Der Anwendervorteil minimierter Footprint softwarebasierte Formatwechsel verbesserte Verfügbarkeit erhöhter Ausstoß verkürzte Time-to-Market WASSERGEKÜHLTE SERVOMOTOREN BRINGEN MEHR NENNLEISTUNG Halle 10, Stand 1512 Halle 16, Stand C05 Baumüller erweitert sein Servomotoren-Portfolio um die wassergekühlten Modellgrößen 45 und 56. Mit platzsparendem Einbau und gleichzeitig sehr hoher Leistungsdichte kommen bei den kleinen Baugrößen die Vorteile der Wasserkühlung besonders zur Geltung. Die Wasserkühlung ermöglicht, dass für hohe Nennleistungen Motoren mit sehr kompaktem Bauraum eingesetzt werden können. Neben der Kostenersparnis haben die kleinen wassergekühlten Baugrößen aber auch in Bezug auf den Bauraum Vorteile. Die Gehäusefamilie ist baugleich mit einer ungekühlten Variante und verbindet dadurch eine maximale Kühlung mit minimalen Abmaßen. Weiterer Pluspunkt der Wärmeabfuhr durch das Kühlmedium Wasser ist, dass die Motoren auch bei engem Verbau nebeneinander gesetzt werden können, ohne sich gegenseitig aufzuheizen. Einsatzgebiete sind z. B. Textilmaschinen, Kunststoffmaschinen oder Umform- und Biegemaschinen. www.baumueller.de www.beckhoff.de/xts Weltweit müssen Produkthersteller zunehmend individualisierte Produkte anbieten – mit Maschinen, die zugleich den Footprint reduzieren und die Produktivität verbessern. Dies ermöglicht das eXtended Transport System XTS in Kombination mit der PC- und EtherCAT-basierten Steuerungstechnik. Seine hohe Konstruktionsfreiheit erlaubt neue Maschinenkonzepte für Transport, Handling und Montage. In der Hygienic-Version aus Edelstahl ist das XTS ideal für den Einsatz in der Pharma- und Lebensmittelbranche. freie Einbaulage kompakte Bauform frei wählbare Geometrie wenige mechanische Teile und Systemkomponenten

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