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antriebstechnik 5/2018

antriebstechnik 5/2018

VERNETZTE

VERNETZTE ANTRIEBSTECHNIK I SPECIAL 02 BG 95 dPro CANopen – BLDC Motor mit integrierter Intelligenz eine dezentrale Lösung punkten. Auch wird bei dezentralen Lösungen Verlustwärme verteilt erzeugt und muss daher nicht zwangsgekühlt werden. Was zunächst als günstigste Lösung betrachtet wird, kann sich als Fass ohne Boden herausstellen, wenn nicht von Anfang an die gesamte Anlage betrachtet wurde. Sind wirklich alle Komponenten für das geplante System verfügbar oder werden Komponenten benötigt, die sich nicht direkt in das Netz einbinden lassen? Je nachdem müssen teure Gateways beschafft oder aufwändige Sonder-Programmierungen vorgenommen werden. Für beide Welten gerüstet Wie stellt sich Dunkermotoren als Antriebstechnik-Hersteller auf? In Punkto Vernetzung hat sich das Unternehmen aus Bonndorf auf beide Welten eingestellt. Antriebe von Dunkermotoren können sowohl in zentrale Architekturen als einfache Slaves eingebunden werden, als auch dezentrale Aufgaben erfüllen. In beiden Fällen finden die Überwachung der Motorfunktionen und der Schutz gegen dauerhafte Schäden in jedem Antrieb einzeln statt. Das macht auch Sinn. Jeder Antrieb kennt seine Charakteristik und weiß, wie weit Überlast-Situationen toleriert werden können. Mit Hardwareund Software-Schutz-Mechanismen direkt im Motor können diese bis an das physikalische Limit ausgelastet werden, ohne dabei Schaden zu nehmen. Dunkermotoren sprechen einige der wichtigsten Kommunikationssprachen, aktuell sind dies CANopen, Profibus, Profinet und EtherCAT. Wie die meisten anderen Komponentenhersteller muss auch Dunkermotoren sich dem babylonischen Sprachengewirr der vielfältigen Feldbus- und Industrial-Ethernet-Kommunikation stellen und entsprechende Schnittstellen implementieren, um in allen gängigen zentral gelenkten Kommunikationssystemen buchstäblich „mitreden“ zu können. Wie viele andere Komponentenhersteller freut man sich bei Dunkermotoren jetzt schon auf herstellerübergreifende Standards. Vernetzung morgen Dunkermotoren hat sich selbstverständlich die Frage gestellt, wie Motoren zukünftig vernetzt sein müssen, sowohl in dezentralen, als auch in zentralen Lösungen. Es genügt nicht einfach zu sagen, dass alle gängigen Feldbus-, Industrial-Ethernetund natürlich die drahtlosen Standards abgedeckt sein müssen. Vielmehr stellt sich die Frage, welche Daten wie schnell und wohin übertragen werden müssen. Hier werden Themen wie Predictive Maintenance, cloudbasierte Applikationsanalyse, Remote Service und Pay-per-use eine größere Rolle spielen. In all diesen Fällen müssen die Mein Tipp Bereits seit über 20 Jahren ist Dunkermotoren Vorreiter bei intelligenten EC-Motoren mit Feldbus- beziehungsweise Ethernet-Schnittstellen und realisiert damit bereits seit langem die im Rahmen von Industrie 4.0 diskutierten Ansätze. Wenn Sie erfahren möchten, was Antriebstechnik mit Lebewesen verbindet, sollten Sie diesen Artikel unbedingt lesen. Dirk Schaar, Chefredakteur der Zeitschrift antriebstechnik Daten einen Weg von der Maschine bis zu einer Cloud oder direkt zum Hersteller finden. Es bleibt spannend, ob sich hier Ethernet-basierte Systeme durchsetzen werden, mit dem einhergehenden Sicherheitsrisiko oder Mobilfunk-basierte Systeme, mit den damit verbundenen Problemen wie Netzabdeckung und Kosten. Da der Kundennutzen dieser, unter dem Mantel „IoT“ zusammengefassten Features hoch ist, werden sich auch diese Probleme lösen lassen. Vernetzung und Intelligenz Mit der Einführung des BG 65 CI vor fast 20 Jahren wurde bei Dunkermotoren der Grundstein für das heutige breite Produktportfolio von dezentralen Antrieben gelegt. Seither ist nicht nur das Produktportfolio, sondern auch der Markt für dezentrale Lösungen massiv gewachsen. Der Markt verlangt mehr und mehr nach Komplettantrieben, nicht nur mit Getriebe, Bremse und hochauflösendem Encoder, sondern auch möglichst mit integrierter Intelligenz, welche die Hauptprozesse entlastet oder Aufgaben komplett autonom bewältigt. Durch immer geringere Kosten und kleinerer Bauweise pro Prozessorleistung können dezentrale Antriebe diesem Wunsch nach mehr Intelligenz gerecht werden. Dieser Trend wird weitergehen. Dezentrale Antriebe werden zukünftig neben den autonomen Aufgaben auch Daten aus den Applikationen sammeln, direkt analysieren oder an externe Analysetools weiterleiten, die sich beim Endkunden, beim OEM oder beim Hersteller befinden. Daten sammeln ist aktuell in der Gesellschaft eher negativ besetzt. Doch bei Antriebsdaten profitieren sowohl Endkunde und OEM, als auch der Komponenten-Hersteller, weil die Applikation, wie sie tatsächlich benutzt wird, transparent wird. Dadurch können Prozesse optimiert, neue Anlagen besser ausgelegt und Fehler schneller gefunden werden. Ob bei zentralen oder dezentralen Systemen dürfen Vernetzung und Intelligenz in der Antriebstechnik nicht isoliert betrachtet werden. Sowohl die immer leistungsfähigeren Kommunikationssysteme, als auch die immer intelligenteren Komponenten bieten zukünftig mehr Möglichkeiten. Diese werden sowohl zentrale, dezentrale, aber auch hybride zwischen den beiden Lösungen vorantreiben. www.dunkermotoren.de

Anlagenverfügbarkeit erhöhen mit Datenintegration Intelligente Sensoren der isense-Familie überwachen die Kunststofflösungen von Igus. Geht es z. B. nur darum, kostengünstig die Produktion störungsfrei zu halten, bietet sich das Stand-alone-System an. Dabei erfassen Sensoren an E-Ketten und Leitungen Messwerte wie Beschleunigung, Temperatur und Verschleiß. Das Offline-System bietet sich hingegen an, wenn an einer Produktions- oder Hafenanlage viele Energieketten, Leitungen und Lager überwacht werden müssen, z. B. die P4.1-Rollenkette für lange Verfahrwege mit Verschleißsensor. Das Potenzial des Intra- und Internets für die vorausschauende Wartung nutzt das Integration-System. Dabei werden die Daten des icom-Moduls vom Anbieter in die vorhandene Softwareumgebung und das Intranet eingebunden. Das Online-System wiederum greift auf Daten aus dem Testlabor für bewegte Energieübertragungssysteme zurück. Täglich gleicht es die Lebensdauerempfehlungen mit im realen Betrieb errechneten Ergebnissen ab. www.igus.de Webbasierte Fernwartungslösung erhöht Maschinenverfügbarkeit Eine webbasierte Fernwartungslösung bietet Weidmüller mit U-Link an. Für ihren sicheren Remote-Zugang dient ein Webportal mit integriertem VPN-Rendezvous-Server in Deutschland, ein Router mit integrierter SPI-Firewall, die Au thentifizierung durch x.509-basierte Zertifikate und die manuelle Zugriffsfreigabe an der Maschine. Sie ermöglicht eine sichere und schnelle Kommunikationsmöglichkeit zwischen User und Anlage, eine durchgängige Diagnosefunktion aller kommunikationsfähi gen Geräte sowie eine einfache und flexibel erweiterbare Anlagentopologie. Ein effizi entes Management unterstützt die intuitive Bedienoberfläche, eine User-, Gruppen- und Rechteverwaltung nach individuellem Bedarf. Die Ferndiagnosen erfolgen mit dem Portal schnell und rund um die Uhr. Darüber hinaus besteht ein direkter Zugriff auf alle TCP/IP-basierten Geräte. Vertiefende Analysen aus der Ferne er möglichen integrierte Diagnosewerkzeuge, z. B. der U-Remote-Web server. www.weidmueller.com Daten sammeln, aggregieren und in die Cloud übertragen Der Edge Controller von B&R basiert auf dem robusten und hochperformanten Automation PC 910, der in der höchsten Leistungsklasse mit Intel-Xeon-Prozessoren ausgestattet ist und sich daher auch für anspruchsvolle Aufgaben wie Machine Learning eignet. Auf dem Edge Controller läuft ein gehärtetes Betriebssystem. Dabei handelt es sich um eine kommerzielle Linux-Variante, die über einen langjährigen, garantierten Support verfügt. Die Datenübertragung in die Cloud erfolgt mit MQTT. Mithilfe des B&R-Hypervisors kann zusätzlich ein Echtzeitbetriebssystem auf dem Edge Controller laufen. Damit wird das Edge-Gerät zu einer vollwertigen Industrie-Steuerung mit Zykluszeiten im Sub-ms-Bereich. Mit dem Industrial-Ethernet-Protokoll Powerlink, OPC UA oder anderen Feldbussen können beliebig viele I/O-Module oder Steuerungen an den Edge Controller angeschlossen werden. In Zukunft wird der Edge Controller dies auch mit OPC UA TSN ermöglichen. www.br-automation.com

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