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antriebstechnik 5/2016

antriebstechnik 5/2016

KUPPLUNGEN UND BREMSEN

KUPPLUNGEN UND BREMSEN Robust und kompakt Kraftschlüssige Spannsätze für einen beständigen Antrieb Thomas Walzel Spielfrei, lösbar, dynamisch belastbar – die perfekte Welle-Nabe-Verbindung muss in puncto exakter Übertragung von Kräften und Drehmomenten sowie Genauigkeit der Zentrierung von hoher Qualität sein. Spannsätze von KBK Antriebstechnik bieten Vorzüge, die sie für Einsatz gebiete auszeichnen, bei denen es auf eine hohe Präzision und Robustheit gegen Schwingungs- und Stoßbelastungen ankommt. Thomas Walzel, Sales KBK Antriebstechnik GmbH, Klingenberg am Main 34 antriebstechnik 5/2016

KUPPLUNGEN UND BREMSEN Ob in Werkzeugmaschinen, Windkraftanlagen oder in Verpackungssystemen – überall wo statische, wechselnde oder stoßartige Antriebskräfte wirken, ist der Einsatz passgenauer Welle-Nabe-Verbindungen elementar. Sie stellen sicher, dass Drehmomente spielfrei zwischen Welle und rotierender Nabe übertragen werden. Für den Gesamtablauf der Antriebsmechanik sind sie von zentraler Bedeutung. „Je nach Anwendungsfall müssen die Verbindungen korrosiven Umgebungen und starken Schwingungen oder Stößen standhalten, um eine hohe Maschinenleistung und einen ausfallsicheren Betrieb zu gewährleisten“, weiß Sven Karpstein, Vertriebsleiter und Geschäftsführer der KBK Antriebstechnik, aus langjähriger Erfahrung. Für Karpstein sind kraftschlüssige Spannsätze daher die ideale Lösung. Aufgrund ihrer radialen Pressung vermeiden sie Kerbwirkungen oder Passungsrost und damit Nachteile, wie sie laut Karpstein bei der Verwendung von Passfedern auftreten können. Dadurch garantieren die Spannelemente von KBK gute Rundlaufeigenschaften: „Ein Vorteil, der sie für viele Anwendungen in der Antriebstechnik prädestiniert“, so Karpstein. Welle-Nabe-Verbindung für jedes Einsatzgebiet KBK Antriebstechnik deckt mit seinem Angebot an kraftschlüssigen Welle-Nabe-Verbindungen diverse Standards bei Innen- und Außenspannsätzen ab. Ist eine Standardlösung nicht optimal, konzipiert das fränkische Unternehmen aus Klingenberg am Main jedes gewünschte Maß passend zur jeweiligen Anwendung. Zum Sortiment zählen selbstzentrierende und nicht selbstzentrierende Spannsätze, chemisch vernickelt oder aus Edelstahl. Sie stellen eine reibschlüssige, lösbare Welle-Nabe-Verbindung in zylin - drischen Wellen und Bohrungen ohne Passfeder sicher. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich von der Werkzeugmaschine bis zur Krananlage. Auch bei Förderbandtrommeln oder Seiltrommeln spielen die Spannsätze und Schrumpfscheiben ihre Stärken aus. Karpstein: „Welcher Spannsatz für die individuelle Anwendung am besten geeignet ist, hängt von den jeweiligen Anforderungen an Kraft- und Drehmomentübertragung sowie auftretenden Axialkräften und dem vorhandenen Platzangebot ab.“ Jeder Konstrukteur habe da seine eigene Philosophie. „Doch in Applikationen, in denen es auf eine hohe Präzision ankommt, sind selbstzentrierende Spannsätze die bessere Wahl“, betont er. Die Spannelemente sorgen für eine hohe Rundlaufgenauigkeit – ohne, dass eine zusätzliche Zentrierung der Welle direkt auf der Nabe erforderlich ist. Sie sind immer lösbar, dynamisch belastbar und es tritt kein Spiel auf. Die Montagezeit fest im Blick Für die manuelle Montage der selbstzentrierenden Spannsätze vom Typ KBS56, 57, 58 und 59 reicht ein Maulschlüssel, damit eine kraftschlüssige Verbindung von Ritzeln, Stirnrädern, Kettenrädern oder Riemenscheiben auf Wellen und Achsen entsteht. Die Verbindung lässt sich mit nur einem Werkzeug und ohne viel Kraftaufwand schließen und öffnen. Die Schnellspannelemente decken mit vier verschiedenen Geometrien und einer ganzen Reihe von Baugrößen einen breiten Einsatzbereich ab. Sie erreichen eine Rundlaufgenauigkeit von 0,02 bis 0,04 mm und eignen sich insbesondere für niedrige bis mittlere Drehmomente von 3 bis 1 340 Nm. „Mit ihnen sinken die Montagezeiten in der Serienfertigung gegenüber solchen Spannsätzen, die mit mehreren Inbusschrauben angezogen werden müssen“, so Karpstein. Auch die selbstzentrierenden Serien vom Typ KBS61 und KBS52 ermöglichen einen schnellen Einbau und zentrieren sich gut auf der Welle. Erstere ist ab einem Wellendurchmesser von 5 mm und für einen Drehmoment bereich von 6 bis 1 900 Nm erhältlich – und damit optimal auf die Anforderungen der Lineartechnik und von Verpackungsmaschinen ausgelegt. Spannsätze der Baureihe vom Typ KBS52 sind für mittlere Dreh momente von 60 bis 8 300 Nm konzipiert. Ihr Einsatz geschieht vorzugsweise in Getrieben und Zahnradbefestigungen, wie sie in der Fördertechnik oder Handlingeinheiten vorkommen. Für Verbindungen auf Naben mit geringer Wandstärke, z. B. in Textil maschinen, eignen sich Innenspannsätze für Wellendurchmesser ab 6 mm wie die selbstzentrierende KBK-Baureihe vom Typ KBS80. Sie lassen sich präzise positionieren. Die langen und flachen Kegel sorgen für einen schlag freien Lauf in einem Drehmomentbereich von 12 bis 17 500 Nm. Kraftvoll und platzsparend 01 Die Spannsätze KBS56, 57, 58 und 59 lassen sich schnell per Maulschlüssel montieren 02 KBS52 eignet sich für mittlere Drehmomente in Getrieben und Zahnradbefestigungen 03 KBS62 kommt zur Übertragung hoher Biege- und Drehmomente zum Einsatz Soll mit einem einzigen Spannsatz gleichzeitig zwei Naben, bzw. zwei Zahn- oder Kettenräder auf einer Welle befestigt werden, kommen Innenspannsätze der Serie KBS62 zum Einsatz. „Üblicherweise sind solche Spannelemente Spezialanfertigungen. KBK bietet sie jedoch in seinem Standardproduktprogramm an“, sagt Karpstein. Die selbstzentrierenden Welle-Nabe-Verbindungen können hohe Biege- und Drehmomente übertragen, wie sie bei Gurtförantriebstechnik 5/2016 35

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