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antriebstechnik 5/2015

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FVA AKTUELL „Wir

FVA AKTUELL „Wir machen Forschung serienreif“ FVA GmbH bringt Software-Know-How in die Antriebstechnik Ein zentrales Problem der technischen Softwareentwicklung stellt der Transfer des lokalen Fachwissens in eine robuste und international anwendbare Software dar. Die Domainexperten müssen hierzu in der Lage sein, Theorien und Algorithmen derart zu beschreiben, dass IT-Experten diese komplexen Zusammenhänge in eine moderne und nachhaltige Softwarestruktur überführen können. Wie hier die FVA GmbH aktiv ist, zeigt der 2. Teil unserer Serie. „Die FVA GmbH entwickelt Berechnungssoftware für die Antriebstechnik auf Basis der Forschungsergebnisse der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA). Das bedeutet im Detail, dass wir mit unserer Experten technische Berechnungssoftware auf den aktuellen Stand der IT-Technik überführen und weiterentwickeln. Die fachliche Tiefe für die Berechnungen kommt dabei aus der Zusammenarbeit mit der FVA. Insbesondere das Netzwerk aus Fachleuten der Forschung und Industrie unterstützt mit ihrer Expertise diese Zusammenarbeit“, erklärt Norbert Haefke, Geschäftsführer der FVA GmbH. So arbeiten Domain experten und Softwareentwickler gemeinsam in einer branchenweiten Community und entwickeln Softwarelösungen, die sowohl auf dem Stand der aktuellen technischen Forschung basieren, und zugleich die Anforderungen moderner IT-Systeme erfüllen. „Um dies in einer heterogenen Community zu bewerkstelligen, haben wir einen Prozess entwickelt, der die Überführung wichtiger neuer Forschungsergebnisse (Funktionali täten) in eine praxisorientierte Software sicher stellt“, so Norbert Haefke. Die FVA GmbH überträgt hierbei Funktionalitäten, die innerhalb der industriellen Gemeinschaftsforschung definiert, erarbeitet und von einem breiten Anwenderspektrum validiert wurden, in eine zentrale Softwarelösung. Diesen Prozess gestaltet man gemeinsam mit den beteiligten Forschern unter Berücksichtigung der Qualität, Benutzerfreundlichkeit, Fehlertransparents und Durchgängigkeit. Das Ergebnis ist die Berechnungsplattform FVA-Workbench. Diese bündelt Berechnungsfunktionalitäten aus 40 Jahren Forschung in der Antriebstechnik und ermöglicht das FVA Know-how in den täglichen Produktentwicklungsprozess einzubinden. Die flexible Softwarestruktur der Workbench ermöglicht deren individuelle Anpassung an die Anforderungen der Branche. Die Berechnungsanwendungen der Software lassen sich hierfür gezielt auf einzelne Aufgaben oder firmenindividuelle Prozesse ausrichten und so durchgängig entlang des Wertschöpfungsprozesses einsetzen. Offene und trans parente Schnittstellen ermöglichen, sämtliche Softwarekomponenten einzeln oder als Ganzes von Dritten für individuelle Anwendungen zu nutzen. Somit ist die von der FVA entwickelte Software für ein breites Anwendungsspektrum einsetzbar. Strukturierter Entwicklungsprozess Die Entwicklung der Software erfolgt nach -einem strukturierten und moderierten Prozess. Dieser phasenorientierte Ablauf vom Methodenträger bis zur industriereifen Anwen dungssoftware wurde von den IT-Experten der FVA GmbH für die FVA-Gemeinschaft entwickelt und umgesetzt. Die Entwicklung des Methodenträgers erfolgt an den Forschungsstellen auf Basis der theoretischen Grundlagen eines Forschungsprojektes. Primäres Ziel des Methodenträgers ist eine prototypenhafte Implementierung der Algorithmen, die in den Expertengruppen ausführlich untersucht und bewertet werden. Ergeben sich hieraus wegweisende Mehrwerte für eine breite industrielle Anwendung, wird der Methodenträger in eine Forschungssoftware überführt. Dies geschieht ebenfalls durch die Forschungsstellen unter Beachtung höherwertiger Qualitätsstandards der Softwareentwicklung. Diesen Prozessschritt begleitet die FVA GmbH als beratende Instanz hinsichtlich der Entwicklungsqualität gemäß den „Clean Code“ Paradigmen. Diese beinhalten Ansätze für die intuitiv verständliche Erstellung und Dokumentation des Quellcodes sowie Regeln und Verfahren für den Entwicklungsprozess. „Somit gelingt uns eine transparente Dokumentation der Forschungsergebnisse bzw. Algorithmen. Finaler Entwicklungsschritt ist der Transfer der Forschungssoftware in eine Anwendungssoftware und die Integration in die zentrale Berechnungsplattform. Diese Transferleistungen werden durch uns in enger Zusammenarbeit mit den Forschern und Anwendern erbracht. Das Ergebnis ist eine langfristig anwendbare Berechnungssoftware, die umfassend dokumentiert, validiert und transparent nach professionellen und praxisrelevanten Gesichtspunkten entwickelt wurde“, weiß Norbert Heafke. Professionelle Weiterentwicklung Durch die starke Unterstützung der deutschen Forschung und des Netzwerks der FVA werden deren Berechnungsgrundlagen und somit die Berechnungsplattform FVA-Workbench kontinuierlich durch Anforderungen aus der Branche weiterentwickelt und vorangetrieben. „Wir stellen für diese Weiterentwicklungen professionelle Softwarestrukturen bereit und ergänzen diese mit innovativen Features für eine bestmögliche Anwendung in der industriellen Praxis. Dieses Zusammenwirken versetzt uns in die Lage in einem heterogenen Umfeld Wissensmanagement zu betreiben und Algorithmen und Softwarebausteine über Generationen nachhaltig zu pflegen sowie zu erweitern. Der daraus entstehende Nutzen stärkt eine ganze Branche und den Technologiestandort Deutschland nachhaltig“, resümiert Norbert Heafke. www.fva-service.de 6 antriebstechnik 5/2015

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