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antriebstechnik 5/2015

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STEUERN UND

STEUERN UND AUTOMATISIEREN 03 04 03 Einst Hersteller von Linearsystemen, nun ist MiniTec Systemlieferant: Blick auf die Montage einer Anlage 04 Die Vereinzelung der Schrauben wird u. a. mithilfe einer Siemens Simatic S7-1500 gesteuert technologische Möglichkeiten bietet. „Ein Beispiel: Immer häufiger wünschen sich Kunden, von der Steuerung aus individuelle Labels auf Werkstücke drucken zu können. Das erfordert String-Verarbeitung und damit stoßen unsere bisherigen Steuerungen mit ihrer begrenzten Speichergröße meist an ihre Grenzen.“ Aus diesem Grund konnte Wolf bisher einige Ideen nicht umsetzen und freut sich nun darauf, Kundenanlagen mit der Controller-Familie von Siemens automatisieren Kundenanforderungen an die Visualisierung werden immer höher. Die Simatic Basic Panels erlauben die Gestaltung komplexer Benutzeroberflächen und haben dabei selbst ein attraktives Erscheinungsbild“, erklärt der Programmierer. Erfolgreiches Zusammenspiel Für die Projektierung und Inbetriebnahme nutzten die Westpfälzer das TIA Portal, das man bereits seit der Pilotphase kennt und „MiniTec entwickelt sich vom Hersteller von Aluminiumprofilen und Lineareinheiten zum Systemlieferanten“ zu können. Auch für die neue Trace-Funktion der S7-1500 sieht er bereits konkrete Anwendungsmöglichkeiten. „Häufig sind Kundenanlagen in Fertigungslinien eingebunden. Zeichnet man den Signalverlauf an den Schnittstellen auf, lässt sich damit im Fehlerfall gegebenenfalls die Funktionsfähigkeit der eigenen Maschine belegen.“ Über ein Basic Panel KTP600 lassen sich Profilstärke, Chargengröße und weitere Parameter vorgeben. Außerdem können einzelne Schritte im Handbetrieb ausgeführt werden. Für besondere Anschaulichkeit hat Wolf bspw. die Bewegung eines Schraubers aus mehreren Abbildungen des Herstellers so zusammengesetzt, dass dem Betrachter beim Anblick der Eindruck einer realen Bewegung suggeriert wurde. „Die schätzt: „Beim TIA Portal gibt es ganz viele Kleinigkeiten, die man intuitiv lernt und schnell nicht mehr missen möchte, weil sie die Arbeit deutlich erleichtern“, sagt Wolf. Besonders nützlich bei der Programmierung empfindet er die Möglichkeit, Netz werke „zuzuklappen“, sodass zur besseren Übersichtlichkeit nur noch der Kommentar sichtbar bleibt. Das TIA Portal bietet ein perfektes Zusammenspiel zwischen Software und der von MiniTec eingesetzten Simatic Hardware. Die Kombination von neuester Technik, solidem Know-how und hochwertigen Komponenten hat bereits zu vielen neuen Aufträgen und Projekten geführt. www.minitec.de 42 antriebstechnik 5/2015

STEUERN UND AUTOMATISIEREN Schnellschaltgleichrichter mit variabler Ausgangsspannung Der Einbauraum ist bei Schaltschränken oftmals knapp bemessen. Eine kompakte, leichte und zudem energie- und kostensparende Lösung ist daher das Roba-Multiswitch Schnellschaltmodul von Mayr Antriebstechnik. Eine neue Ausführung, bei der die Ausgangsspannung über einen DIP-Schalter einstellbar ist, ermöglicht nun die Ansteuerung unterschiedlicher Bauteile. Für das Schnellschaltmodul wurde eine Ausführung mit einer einheitlichen Eingangsspannung von 230 VAC bei gleichzeitig variabler Ausgangsspannung entwickelt. Die Ausgangsspannung von 42 bis 180 VDC ist über einen DIP-Schalter einstellbar. So lassen sich mit diesem Modul nicht nur Gewicht und Raum einsparen, sondern auch unterschiedliche Bauteile ansteuern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der geringere Energieverbrauch des Schnellschaltgleichrichters, denn im Gegensatz zu Transformatoren, die durchgehend bestromt werden, wird der Gleichrichter nur dann bestromt, wenn er benötigt wird. www.mayr.com Motormanagement-System kommuniziert per Modbus Siemens erweitert sein Motormanagement-System Simocode pro um die Modbus-Kommunikation. Damit kann das Motormanagement-System nun in Modbus-geprägte Automatisierungs- und Leitsystemlösungen in Prozessindustrien wie Chemie, Öl und Gas, Wasser und Zement sowie im Bergbau integriert werden. Das neue Grundgerät Simocode pro V Modbus RTU ist mit den Komponenten des Simocode pro V Systems kompatibel. So können vorhandene Erfassung- und Erweiterungsmodule, Bedienbausteine und das Sicherheitsmodul DM-F Local auch unter Modbus eingesetzt werden. Zusätzlich unterstützt das Motormanagement-System die Industrie-Kommunikationsprotokolle Profibus, Profinet und OPC/UA. Simocode pro wird über die lokale Schnittstelle mit der Software Simocode ES V13 parametriert. Das System bietet die relevanten Schutz-, Überwachungs-, Sicherheits-, und Steuerfunktionen für jeden Motorabzweig in einem Gerät. www.siemens.de/simocode Mehr Tempo für Schrittmotorsteuerungen durch neuen Steuerungsprozessor Systec hat das Herzstück seiner Xemo-Schrittmotorsteuerungen überarbeitet. Die Systeme verfügen nun über schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeiten und größere Speicherkapazität. Dafür sorgt der neue ARM-Cortex-M4- Prozessor der Kompaktsteureungen Xemo R und S. Die neue Generation lässt sich mit der jetzt standardmäßig vorhandenen Ethernet-Schnittstelle leichter vernetzen. Hinzu kommen RS232 und USB 2.0. Für die Vernetzung auf Feldebene gibt es zwei unabhängige CAN-Schnittstellen. Der 32-Bit-Prozessor verfügt über zwei Kerne mit je 204 MHz. Auf dieser Basis entstand eine komplett neue Steuerungsplatine. Ein Prozessorkern verarbeitet Motion-Basic-Anweisungen, der zweite die Motorsteuerungsfunktionalität. Das Board verfügt über 64 kB S-RAM, 64 kB ROM sowie 1 MB internen Flash-Speicher. Außerdem befinden sich noch 8 MB SD-RAM auf der Platine. www.systec.de Antriebsverstärker mit Wicklungserkennung und neuen Antriebsfunktionen Im Laufe des vergangenen Jahres hat Sieb & Meyer den Antriebsverstärker SD2S kontinuierlich weiterentwickelt. So wurde die Funktion einer „Wicklungserkennung“ implementiert. Hier geschieht während der Rotorlage-Initialisierung eine Messung der Motorinduktivität und des Motorwiderstands. Anschließend werden die parametrierten Standardwerte automatisch korrigiert. Ergänzend wird beim Betrieb unterschiedlicher Spindeln an einem Antriebsverstärker eine Plausibilitätsprüfung ermöglicht. Dabei wird untersucht, ob der ausgewählte Parametersatz tatsächlich mit dem angeschlossenen Motor übereinstimmt. Zudem wurden die Einsatzbereiche des Antriebsverstärkers erweitert, sodass hochdrehende Asynchronmotoren mit Geberrückführung im realen 4-Quadtrantenbetrieb betrieben werden können. Dabei bietet der SD2S eine hochdynamische Drehzahlregelung inklusive Drehmomentbegrenzung. Letztere erlaubt Anwendern z. B., in Prüfständen verschiedene Belastungsfälle bei konstanter Drehzahl zu testen. Außerdem wird es bei Werkzeugmaschinen mit Asynchronmotoren möglich, hochdrehende Bearbeitungsspindeln über die CNC-Steuerung als dynamische Positionierungsachse einzusetzen. www.sieb-meyer.de antriebstechnik 5/2015 43

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