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antriebstechnik 4/2018

antriebstechnik 4/2018

HANNOVER MESSE I SPECIAL

HANNOVER MESSE I SPECIAL keit und einen geräuscharmen ruhigen Lauf, sondern auch für eine längere Lebensdauer bei geringerem Wartungsaufwand. So gibt es bei einem einteiligen Industriegetriebe z. B. keine Trennfuge im Gehäuse und damit auch keine drehmomentbeaufschlagten Dichtflächen. Nicht zuletzt hinsichtlich des geplanten Rundum-die-Uhr-Betriebs des neuen Produktionswerkes ist ein zuverlässiger und wartungsarmer Betrieb essenziell. 03 Die je 30-kW-Motorleistung der vier Pflugscharmischer werden mit zweistufigen Stirnradgetrieben auf die Antriebswelle übertragen Der richtige Dreh an der Antriebswelle Herzstück des Mischers ist die Antriebswelle, auf der die präzise berechneten und ausgerichteten Schaufeln des Mischwerks sitzen und die erforderliche mechanische Energie mit der richtigen Geschwindigkeit schonend in das Mischgut einbringen. Die Industriegetriebe von Nord Drivesystems übertragen die bis zu 110-kW-Motorleistung auf die Antriebswellen der Mischer. Christian Schilken arbeitet seit dreieinhalb Jahren bei Gebrüder Lödige und ist für den Vertrieb von Maschinen für die Lebensmittelbranche sowie die Kosmetik- und Pharmaindustrie verantwortlich. „Einen so großen internationalen Auftrag wickeln wir auch nicht jeden Tag ab. Da ist es wichtig, dass mit den Zulieferern alles problemlos läuft und man sich auf bedingungslose Qualität und den weltweiten Service verlassen kann. Bei Nord Drivesystems hat das Gesamtpaket gestimmt und wir sind mit der Durchführung des Projektes zufrieden“, so Schilken über die Projektzusammenarbeit. Die Getriebeexperten von Nord Drivesystems standen seit Ende 2015 wegen des Mischerprojektes mit den Projektverantwortlichen bei Lödige in Kontakt, um die präzise Auslegung aller Getriebe und Getriebemotoren für die Anforderungen des Anwenders vorzunehmen. Die passenden Serienprodukte und die erforderlichen Ausstattungsmerkmale mussten detailliert ermittelt werden, um eine präzise Auslegung sicherstellen zu können. Aufgrund der schnellen Lieferfähigkeit des Unternehmens fand bereits im April 2016 die Abnahme durch Lödige im Nord-Stammsitz in Bargteheide mit anschließender Auslieferung nach Paderborn statt. Schilken erinnert sich: „Die Zusammenarbeit lief effizient und problemlos. Wir mussten die Teile nur an die 18 Mischer montieren und konnten die Geräte nach kurzen Tests ohne Probleme für die Inbetriebnahme nach Westafrika verschiffen.“ Getriebe-Höchstleistungen in Serie Die acht großen Mischer haben ein Bruttovolumen von jeweils 3 000 l und können eine Tonne Produkt pro Charge erzeugen. Der Hersteller lieferte dafür acht Stirnradgetriebe nebst Kupplungen vom Typ SK7207V mit einer 140 × 250 mm Vollwelle, die mit einer Übersetzung von 14,20:1 und bis zu 1 480 min −1 ein Abtriebsdrehmoment von 10 078 Nm zur Verfügung stellen. Die 486 kg schweren zweistufigen Getriebe liegen bei den elf Baugrößen der Nord­ Industriegetriebe im Mittelfeld. Das Unternehmen baut diesen Getriebetyp auch für Drehmomente von bis zu 250 000 Nm als Blockgetriebe. Die Fertigung aller Lagerstellen und Dichtflächen in einer Aufspannung sorgt nicht nur für eine hohe Achsgenauig­ Großes Moment auch für kleine Mischer Vier weitere Chargenmischer mit je 1 200 l Produktionsvolumen bestückte Nord mit kompletten zweistufigen Stirnradgetriebemotoren, die mit 30-kW-Motorleistung und einem Übersetzungsverhältnis von 12,52:1 bis zu 2 415 Nm Drehmoment an die Antriebswellen liefern. Fünf kleinere Chargenmischer mit 15-kW- Flachgetriebemotoren mit Hohlwelle und Abtriebsmomenten von 1 061 Nm produzieren entlang der Prozesskette trockene Premixe vor, die dann in den großen Chargenmischern weiterverarbeitet werden. Für die Produktentwicklung orderte der Auftraggeber noch einen 130-l-Labormischer mit 7,5-kW- Stirnradgetriebemotor dazu. Die Getriebemotoren liefert der Hersteller montagefertig und betriebsbereit befüllt mit lebensmitteltauglichem Öl der Klasse CLP PG H1 220. Die Anschluss-Stutzen und Anbauteile der Mischer baute Lödige auf Wunsch der zukünftigen Betreiber bei allen Produktionsmischern einheitlich dimensioniert und austauschbar. So auch bei 3 000-l-Mischern, die aufgrund unterschiedlicher Raum höhen beim Anwender in zwei unterschiedlichen Geometrien angefertigt werden mussten: Sowohl kurze dicke, als auch lange dünne Typen wurden vom gleichen Mischer gebaut. Trotzdem haben beide Varianten exakt die gleichen Mischeigenschaften und das gleiche Nord-Industriegetriebe an der Antriebswelle. Schilken resümiert: „Knapp 80 Jahre Know-how im Mischerbau machen Vieles möglich. Aber ohne zuverlässige Antriebskomponenten wie die Nord-Industriegetriebe läuft auch unsere Prozesstechnik nicht. Deshalb sind zuverlässige und professionelle Partner das A und O im Maschinenbau.“ Fotos: Lödige www.loedige.de www.nord.com 24 antriebstechnik 4/2018

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