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antriebstechnik 4/2016

antriebstechnik 4/2016

HANNOVER MESSE

HANNOVER MESSE 2016 Keine Zeit verschwenden Neues Konzept bringt mehr Tempo ins Engineering Tim Bendig Platzsparende, energieeffiziente und innovative Antriebstechnik lässt sich am effektivsten erschließen, wenn sie dem Anwender einen klaren Nutzen bietet und leicht einsetzbar ist. Ziel ist es, den Maschinenbauern die Arbeitsabläufe zu vereinfachen, z. B. durch Interaktionsmöglichkeiten, die für neue Bestzeiten bei der Inbetriebnahme sorgen. Dr. Tim Bendig ist Leiter der Unternehmenskommunikation bei Lenze in Aerzen Lenze, der Antriebs- und Automatisierungsspezialist für den Maschinenbau, hat in einem „3, 5, 7“-Anspruch formuliert, welche Resultate sich konkret in der Anwendung wiederfinden und welche Vorteile während der Betriebsphase für den Endanwender entstehen. In drei Minuten zum einfachen Rollenband mit fest einstellbarer Geschwindigkeit, fünf Minuten Zeit für den aufwändigeren drehzahlvariablen Gurtförderer und in sieben Minuten zur mehrachsigen Roboterapplikation. Was hinter dieser Aufzählung steckt sind weniger die exakten Minutenangaben, als vielmehr der Anspruch von Lenze, Antriebslösungen anders zu entwickeln. Hierbei ist Technik gefragt, bei der das spätere Engineering, bzw. die Inbetriebnahme einen Zeitraum einnimmt, der – gespiegelt auf die jeweilige Applikation – angemessen ist. Es kann nicht Ziel eines e f i zienten Engineerings sein, Zeit für einfache Förderanwendungen zu verschwenden, weil die eingesetzten Produkte zu komplex sind oder eine insgesamt schlechte Usability an den Tag legen. Zudem kann es ebenfalls nicht das Ziel sein, einfache Förderantriebe nur mit üppig geschultem Fachpersonal in Betrieb nehmen zu müssen. In drei Minuten zum einfachen Rollenband In der horizontalen Fördertechnik herrscht bei der Antriebsauslegung immer der Spagat zwischen vergleichsweise niedrigen Drehmomenten im Dauerbetrieb und hohen Losbrechmomenten beim Start der Anlage oder einzelner Fördermodule. Der Einfachheit halber werden die Motoren oftmals auf die maximal benötigte Leistung, also auf das Losbrechmoment, ausgelegt. Dies führ kurzfristig zwar zu einer funktionierenden Lösung, die aber viel Energie – in manchen Fällen bis zu 60 % – verschwendet. Darüber hinaus hat man damit dann eine Antriebsvariante für genau den einen Einsatzfall. Der nächste Einsatzfall, an einer anderen Stelle im Lager, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer neuen Variante führen. Das treibt die Kosten der Logistik beim Kunden von der Anlage der Bestellung, über die Lagerung, bis hin zum Einbau des Antriebs in die Höhe. Mit der mechatronischen Einheit aus Lenze Smart Motor und dem Getriebe g500 eröffnet Lenze den Anwendern 32 antriebstechnik 4/2016

HANNOVER MESSE 2016 01 Beim Lenze Smart Motor lässt sich die Drehzahl vor Ort mit dem Smartphone individuell einstellen stattdessen einen einfachen, intelligenten Weg, um den herkömmlichen Netzmotor mit Starter abzulösen. Die Drehzahl des Motors ist einfach per Lenze-App und NFC-fähigem Smartphone einstellbar und bewirkt, dass sich die Variantenvielfalt um bis zu 70 % reduziert. Die verringerte Lagerhaltung und der reduzierte Aufwand für Bestellvorgänge minimieren nachhaltig die Kosten, weil das aufwändige Variantenmanagement entfällt. Die Varianz kann also außerhalb der Logistik und zum spätestens möglichen Zeitpunkt entstehen. Der Clou bei der smarten Reduktion von Komplexität ist der, dass es über ein allgemein verständliches Human Machine Interface geschieht, das heute praktisch jeder bedienen kann – nämlich das Smartphone. Maschinenbauer profitieren mehrfach: von der geringen Varianz – weil sie ein und dieselbe Komponente breiter einsetzen können – und weil sich der Aufwand für Bestellung, Dokumentation und Lagerhaltung reduziert. In eine ähnliche Richtung gehen die Vorteile für Anlagen betreiber. Hier führt das Plus an Flexibilität und Standardisierung vor allem zu sinkenden Kosten für Ersatzteilbevorratung durch weniger totes Kapital und Lagerplatz. Beide profitieren von der denkbar einfachen Handhabung und der Bedienbarkeit aufgrund des Smartphones und Lenze-Smartphone-App. Maschinenbauer sparen Zeit Bei der neuen Frequenzumrichterreihe i500 hat die Lenze-Entwicklung ebenfalls Gewicht darauf gelegt, dass die Geräte zu ihrer Kompaktheit und Performance auch noch Komfort und universelle Einsatzmöglichkeiten bieten. Dieser Anspruch wird u. a. sichtbar bei den Schlüssellochhalterungen des Leistungsteils, den Federzugklemmen für die Control Units sowie den einfach zusammensteckbaren modularen Ausbau des Geräts. Sie bilden die Grundlage, die neuen i500 Frequenzumrichter mit wenigen Handgriffen im Schaltschrank zu montieren und zu verdrahten und sie einfach funktional wie leistungsmäßig in allen Belangen bedarfsgerecht zuzuschneiden. Das spart Zeit. Die komplette Installation hat der Hersteller zudem so einfach konstruiert, dass auch ungeübte Mitarbeiter ohne Schwierigkeiten den Antrieb zum Laufen bringen. Dieser Anspruch der Einfachheit setzt sich während der Inbetriebnahme bei der Parametrierung des Umrichters fort. Die Programmierung kann wahlweise über das Engineering Tool mit einem PC oder über die neue Lenze Anzeige für antriebstechnik im Format 210 x 105 mm + 3 mm Beschnittzugabe ringsum SMART DRIVES4.0 EFFICIENT MOTION Motion Control & APPs Centralized Drives Sie ordern Ihren Macchiato doch auch nicht wie alle Anderen. Warum dann eine Instant-Automatisierungslösung? Genießen Sie unsere Kaffee-Spezialitäten während Sie sich von unseren individuellen Lösungen überzeugen lassen. Decentralized Drives Servo Motors Halle 15 Stand G04

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