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antriebstechnik 4/2015

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HANNOVER MESSE

HANNOVER MESSE 2015 05 Dirk Schaar, antriebstechnik- Chefredakteur, bei der Arbeit 06 Ganz schön anstrengend – Karl auf dem ThoraxTrainer 07 Men at Work – Nils, Sandor und Karl bereiten die Daten für Videos und Social Media auf 08 Gefunden! Nils, Karl und Sandor vor der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen (v.l.) Typisch schwedisch! Donnerstag, 8. Januar 2015: Der erste Besuch für heute steht an, diesmal beim zweiten Vertragshändler von Igus in Schweden. Die Firma OEM Automatic bietet seinen Kunden eine große Palette an Produkten rund um die Automatsisierungstechnik. Für den Kölner Kunststoffspezialisten vertreibt das Unternehmen aus Tranås Energieketten und Leitungen aus dem Chainflex-Programm. Heute sind es nicht die Kunden, vor denen das Team um Karl Weinmeister und Ralf Kabus ihre Produkte vorführen darf, sondern die Verkaufsleiter von OEM Automatic. Eine besondere Situation, denn man ist hier gespannt, heute etwas mehr über Igus selbst und deren gesamter Produktpalette zu erfahren – aber auch über Gleitlager. Und da kann Ralf Kabus aus dem Vollen schöpfen: „Die jahrzehntelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit im branchengrößten Testlabor für Kunststoffkomponenten für bewegte Anwendungen, den ‚motion plastics‘, haben zur Serienproduktion von 45 unterschiedlichen, verlässlichen Iglidur-Werkstoffen geführt, die in Form von Gleitlagern heute bereits über 200 Mio. Mal jährlich in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Jedes zweite Gleitlager von uns wird in Automobilen montiert.“ Dabei zeichnen sich die selbstschmierenden Kunststoffmischungen durch minimale Reibung und Verschleiß aus, sind zudem korrosions- und wartungsfrei und daher langlebig. „Da auf eine externe Schmierung mit Ölen und Fetten verzichtet werden kann, verschmutzen die Lager nicht und auch die Umwelt wird geschont“, ist der Schweden-Chef überzeugt. Mit der Automobilindustrie soll es dann auch weiter gehen, denn am Nachmittag steht der Besuch des Concept Center der Volvo Cars in Göteborg an. Aber auf dem Weg dorthin lässt es sich Ralf Kabus nicht nehmen, uns in die Schwedische Küche einzuweihen. „Raggmunken“, Reibekuchen mit Speck und Preiselbeeren, ist ein traditionelles Gericht in Schweden. Oder wie der Kölner sagen würde: Rievkoche met Speck! Bei Volvo muss dann alles schnell gehen, warten doch bereits viele Mitarbeiter darauf, mehr über die Kunststoffe aus Deutschland zu erfahren. Für mich ist es nun an der Zeit, kräftig mit anzupacken, wollte ich doch die Tour in all ihren Facetten erleben. Also das Auto aufs Gelände fahren, rein in den Aufzug, Roll-ups aufstellen, Muster auslegen, und vor allen Dingen nicht die Drytech-Boxen vergessen, kleine Koffer mit jeder Menge Muster-Gleitlagern, die für das interessierte Publikum zum Mitnehmen bereitstehen. Nun bin ich also ein „richtiges“ Teammitglied und während Ralf Kabus und Oliver Cyrus die Vorteile der Tribo-Plasten den Automobilisten näherbringen, habe ich sogar die Gelegenheit, gemeinsam mit Karl, dem Chef-Entwickler bei Volvo etwas genauer auf den Zahn zu fühlen und mehr über die Entstehung von Design-Fahrzeugen zu erfahren. Auch so ein tolles Gespräch kann man also bei einer Weltumrundung erleben. Schwedischer Flitzer – deutscher Kunststoff Unser nächstes Ziel ist bereits ins Navigationssystem eingegeben: Helsingborg. Dort steht gleich morgen früh der Besuch der Igus-Niederlassung an. Vor allem soll die Scheckübergabe an eine lokale Einrichtung für Obdachlose stattfinden. Wie in jedem Land der Tour, wird auch in Schweden für jeden Kilometer, den das Auto zurücklegt, ein Euro an eine karitative Einrichtungen gespendet. So wurden z. B. in Korea 3 t Reis an öffentliche Suppenküchen für Bedürftige verteilt – diesmal sind es 2 355 Euro. Der Besuch von Igus Schweden ist aber nicht alles, was am heutigen Freitag ansteht, denn es warten mit Koenigsegg Automotive in Ängelholm und TetraPak in Lund zwei ganz besondere Kunden auf uns: Wer einmal in einer „Fahrmaschine“ aus dem Hause Koenigsegg gesessen hat, wird sich unweigerlich verlieben. Geringes Gewicht, hohe Motorleistung und die Verwendung hochwertiger Materialien zeichnen die Luxuskarossen des 50 Mitarbeiter starken Familien - unternehmens aus. So ist es kein Wunder, dass die Entwickler längst ein Auge auf die hochwertigen Kunststoff-Gleitlager von Igus geworfen haben. Im gerade auf dem Genfer Autosalon vorgestellten neuen Regera kommen Gleitlager im Verdeck zum Einsatz. Uns so lässt es sich selbst der Chef Christian von Koenigsegg nicht nehmen, sich aus erster Hand zu informieren. Auch TetraPak ist für das Kölner Unternehmen ein wichtiger Kunde – und das weltweit. Über Schweden hinaus werden nahezu alle Produktreihen an den Hersteller von Verpackungen für Lebensmittel geliefert. Dieser setzt bei der Entwicklung seiner eigenen Getränke- und Verpackungsmaschinen auf Kunststoffe von Igus. 28 antriebstechnik 4/2015

Oranger Tierfreund in Småland Die südschwedische Stadt Helsingborg soll auch am Samstag Ausgangspunkt unserer Tour sein. Und da am Wochenende auch hier in den Fabriken nicht gearbeitet wird, können wir uns ganz auf ein paar Sightseeing- Highlights konzentrieren. Und nicht zu vergessen: Der Schweden-Tour-Film will gedreht werden. Und was bietet sich dazu besser an, als eine Elch-Safari? Markaryd ist ein kleines Dorf in der Provinz Småland. Hier gibt es ein großes Gehege, durch das man mit dem eigenen Auto fahren kann, um Elche und Bisons zu bestaunen. Also nichts wie rein und mal schauen, ob die Tiere auch orangefarbene Autos mögen. Und tatsächlich: Es dauert nicht lange und die ersten Elche kommen direkt an unser Fahrzeug und stecken ihre Köpfe durch die Fensterscheiben. Zunächst locke ich sie mit einer dicken Möhre an. Und es funktioniert. Gleich der erste Elch knabbert mir das Gemüse aus der Hand. Ob auch die orange Dry-tech-Box auf Interesse stößt? In der Tat – allerdings schnüffelt der Elch nur kurz daran und verliert schnell das Interesse – der scheint sich wohl nicht für hochwertige Technik zu interessieren. Nach zwei Runden durch das Gehege sind alle Aufnahmen gemacht, alle Elche und Bisons betrachtet und gefüttert und auch wir haben genug vom mittlerweile eingesetzten Dauerregen. Unser „orangefarbener Tierfreund“ hat auf jeden Fall den Elch- Test bestanden! Hej då Sverige – Tschüss Schweden Dann heißt es Abschied nehmen von Schweden. Am Abend überqueren wir nach einem Abendessen in Malmö und bei stürmischen Böen die Öresundbrücke und passieren nach 8 km die Grenze zu Dänemark. Der Sonntag gehört dann ganz allein der dänischen Hauptstadt Kopenhagen – mit Besichtigungen und Dreharbeiten für das Video. Und hierbei darf natürlich die Kleine Meerjungfrau auf keinen Fall fehlen. Gerne hätten wir ein Foto vom Iglidur-Auto mit dem Wahrzeichen Kopenhagens geschossen, Der Link zum Video Wenn Sie noch mehr über die Tour erfahren möchten, dann sollten Sie das Video- Interview nicht verpassen: https://vimeo.com/121664168 aber dort dürfen Fahrzeuge nicht fahren. Also musste die Dry-tech Box wieder einmal herhalten – auch ein schönes Portrait. Aber Kopenhagen hat noch viel mehr zu bieten: das Schloss, den Vergnügungspark Tivoli und vor allem den neuen Hafen mit seinen urigen Restaurants. Ausklingen sollt der herrliche, sonnige Tag mit einem Jazzkonzert der Sängerin Nancy Harms. Durch die Loipe „gleiten“ Heute ist bereits der letzte Tag auf der Tour angebrochen. Nach einer Pressekonferenz für die dänischen Kollegen in einem Hotel in Kopenhagen, steht noch einmal der Besuch eines Igus-Kunden an. Es geht zur Firma ThoraxTrainer nach Kokkedal, nördlich von Kopenhagen. Der ThoraxTrainer ist ein Sport- und Fitnessgerät, das alle Muskeln des Körpers gleichzeitig trainiert. Er kann sowohl für Fitness, Rehabilitation und Training eingesetzt werden. Vor allem die Skilanglaufund Biathlon-Profis halten sich damit fit. Die bisherigen Gleitschienen für die Skistöcke wurden dabei kürzlich durch Produkte und Werkstoffe von Igus ersetzt. Ob wir den Unterscheid spüren? Das möchten Nils und Karl auf jeden Fall wissen. Unter großem Krafteinsatz gehen sie also in die „Loipe“ und bringen ihren Puls auf Höchstleistung. Und tatsächlich: Im direkten Vergleich schneiden die Igus-Schienen deutlich besser ab. Davon darf ich mich dann auch selbst überzeugen. Bei ThoraxTrainer ist man sich sicher: „Der Umstieg ist ein voller Erfolg!“. Nun heißt es für mich: Abschied nehmen. Eine Woche durfte ich Teil des Iglidur on Tour-Teams sein und nahezu jeden einzelnen Schritt verfolgen, mithelfen, Technik pur erleben und Kundenanforderungen studieren. Da fällt es natürlich schwer, Karl, Sandor, Nils und das Iglidur-Auto weiter durch Europa ziehen zu lassen – zu viel Spaß hat es gemacht. Aber eines ist sicher: Es gibt ein Wiedersehen! Denn zur Hannover Messe werden alle wieder da sein. Dann ist auch die Gelegenheit gekommen, die verbauten Gleitlager im Original zu sehen. „Die Lager werden nach der Tour wieder entfernt und dann in Hannover zur Schau gestellt. Ich bin fest davon überzeugt, dass diese auch nach 100 000 km noch genauso aussehen, wie am ersten Tag“, ist sich Karl Weinmeister sicher. Dann wäre nicht nur der Elch-Test bestanden, sondern auch das große Ziel der Jubiläumsaktion erreicht. www.igus.de TOX ® -ElectricDrive Hannover Messe Halle 23 Stand C 45 ENTWICKELT, UM EINFACH ANZUTREIBEN. Elektromechanische Servo-Antriebe bis 700 kN • Präzise und flexible Kraft für alle Anwendungen • Einzelmodule, Pressenantriebe und Sonderlösungen • TOX ® softWare – alle Prozesse im Blick • Alle Standard-Schnittstellen nutzbar • Sicherheitssteuerungen TOX ® PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG Riedstraße 4 D-88250 Weingarten Tel. 0751 5007-0 Fax 0751 52391 www.tox-de.com

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