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antriebstechnik 4/2015

antriebstechnik 4/2015

HANNOVER MESSE

HANNOVER MESSE 2015 Auf dem Weg zur vierten industriellen Revolution Hersteller von Antriebstechnik zeigen in Hannover Produkte für die industrielle Produktion der Zukunft Stehen wir kurz vor der vierten industriellen Revolution? Wenn ja – auf welche Veränderungen müssen sich produzierende Unternehmen einstellen? Wer sich mit diesen Fragen beschäftigt, wird auf der Leitmesse MDA - Motion, Drives & Automation – in Hannover Antworten finden. Der Antriebs- und auch der Fluidtechnik kommt bei der Realisierung solcher Konzepte eine zentrale Bedeutung zu. Denn die Verbindung von Antrieb, Sensorik und Steuerung schafft die Voraussetzung für Maschinen und Anlagen, die – um nur Beispiele zu nennen – Informationen austauschen, selbst überwachen, ihren Verschleißzustand erkennen und sich im laufenden Betrieb auch selbst optimieren können. Darüber hinaus – und das ist das Grundprinzip von Industrie 4.0 – sind Maschinenkomponenten, Bearbeitungswerkzeuge und sogar die von ihnen erzeugten Produkte im „Internet der Dinge“ in übergeordnete Kommunikationsnetzwerke eingebunden. Antriebstechnik als wichtiger Baustein Zur diesjährigen Hannover Messe (13.-17. April 2015) mit ihrer Leitmesse MDA stellen rund 1100 Hersteller von Komponenten und Systemen aus und haben bereits Ideen und Bausteine für die Umsetzung neuer Produktionskonzepte entwickelt. Darunter z. B. das Unternehmen Argo-Hytos, das als Marktführer maßgeschneiderte und zuverlässige Condition Monitoring Lösungen anbietet: „Die Vorteile der Onlineüberwachung liegen in der lückenlosen Zustandsüberwachung. Die Informationen aus der Onlineüberwachung spiegeln nicht eine beliebige Momentaufnahme wider, sondern erfassen die kontinuierliche Veränderung. Dadurch lässt sich eine zustandsabhängige vorausschauende Instandhaltung realisieren“, sagt Christian H. Kienzle, Geschäftsführer der Argo-Hytos GmbH. Bei Fragen rund um Industrie 4.0 wird aber noch intensiv diskutiert, wie die genaue Ausprägung der zu erwartenden digitalen Transformation aussehen wird und welche

HANNOVER MESSE 2015 P roduktions-Experten und Maschinenbauern kann ich nur empfehlen, das Angebot und die Ideen auf der Messe zu sichten. Auf der MDA erhalten sie Anregungen, wie die ersten Schritte aussehen könnten und einen Ausblick auf die Zukunft der industriellen Produktion – und das aus erster Hand. „antriebstechnik“ ist noch einen Tick schneller. Auf den nächsten Seiten geben wir Ihnen vorab einen Einblick, was es in Hannover alles zu sehen gibt. Dirk Schaar, Chefredakteur Auswirkungen sie sowohl auf die Produktion als auch auf die Produkte und den Produktentstehungsprozess hat. Eines macht der VDMA als Treiber von Industrie 4.0 allerdings deutlich: „Die Technologien der Antriebs- und Fluidtechnik bieten Leistungsbausteine für Industrie 4.0 und sind wichtige Enabler für smarte und effiziente Produktionsprozesse. Zugleich ist die Branche Anwender von Industrie4.0. und sitzt mit ihren intelligenten Komponenten an der Quelle des Data Mining für Industrie 4.0“, sagt Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung. Eigene Erfahrungen helfen Am Stand von Bosch Rexroth werden intelligente hydraulische und elektromechanische Antriebssysteme mit einem „Open Core Interface“ präsentiert, bei denen der Anwender einen erweiterten Zugriff auf den Steuerungskern hat und eigenständig individuelle Funktionen realisieren kann. Dr. Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender der Bosch Rexroth AG: „Eine ganze Reihe von OEMs arbeitet mit unsererer Schnittstelle aktuell daran, z. B. Smartphones und Tablet-PCs für eine einfachere Bedienung und Diagnose in ihre Konzepte einzubinden.“ Zudem, ergänzt Tragl, setzt Bosch Rexroth als eines der ersten Industrieunternehmen überhaupt mit zwei Pilotprojekten bereits Industrie 4.0-Ansätze in der eigenen Produktion um: „Diese Erfahrungen fließen auch in die Entwicklung neuer Rexroth-Produkte und -Systemlösungen für die Automatisierungstechnik ein.“ Clever vernetzen Dirk Spindler, Leiter Forschung & Entwicklung und Mitglied der Geschäftsleitung von Schaeffler Industrie, gibt einen Ausblick auf die Industrie 4.0-kompatiblen Exponate, die Schaeffler auf der MDA zeigen wird: „Wir arbeiten intensiv daran, Antriebskomponenten mit integrierter miniaturisierter Sensorik auszustatten. Erste Sensorlager sind bereits serienreif. Ein weiterer Fokus liegt auf der Vernetzung von Maschinen und Anlagen mit zentralen Informationssystemen, wodurch große Mengen an Daten kommuniziert werden können. Entscheidend ist hier die clevere Vernetzung zum Nutzen unserer Kunden.“ Nicht nur die Big Player der Antriebstechnik, sondern auch viele Spezialisten und Nischenanbieter werden auf der MDA – und natürlich auch auf der parallel ausgerichteten „Industrial Automation“ – ihre Ideen und Konzepte für die flexible und intelligente Produktion von morgen zur Diskussion stellen. www.hannovermesse.de antriebstechnik 4/2015 17

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