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antriebstechnik 12/2018

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KOMPONENTEN UND SOFTWARE

KOMPONENTEN UND SOFTWARE Sicher laden an DC-Ladestationen nach CHAdeMO Für die Überwachung des kompletten Ladestromkreises in DC-Ladestationen nach dem japanischen Ladestandard CHAdeMO hat Bender das Isolationsüberwachungsgerät isoCHA425 entwickelt. Das Gerät ist für Spannungen zwischen DC 50 V und 500 V ausgelegt. Dabei werden einpolige Isolationsfehler innerhalb von einer Sekunde erkannt und gemeldet, zweipolige Isolationsfehler innerhalb von zehn Sekunden. Das Gerät ermittelt ab einer Mindestnetzgleichspannung den Fehlerort, d. h. die Verteilung des Isolationswiderstands zwischen den Leitern DC+ und DCund kennzeichnet dies durch ein Plusoder Minus-Zeichen zum Isolationswiderstandsmesswert. Die Teilwiderstände lassen sich aus dem Gesamt- Isolationswiderstand RF und dem Fehlerort berechnen. Zudem besteht die Möglichkeit, den Fehler bzw. den fehlerbehafteten Leiter per Menü einem Alarmrelais zuzuweisen. Das Gerät lässt sich über den BMS- Bus, z. B. per BMS-Ethernet-Gateway oder über Modbus RTU parametrieren. www.bender.de Vom Schaltschrank zur Maschine – eine Leitung Mit der Ölflex Servo FD 7TCE von Lapp kann vom Schaltschrank oder Umrichter über die Kabelpritsche bis zur Maschine – sogar in einer bewegten Schleppkette – ein und dieselbe Leitung verwendet werden. Es gibt sie mit und ohne zusätzliche Steuerpaare für den Anschluss an Bremse oder Temperaturfühler. Sie ist beständig gegen UV-Licht, flammwidrig nach FT4-Brandtest und erhöht ölbeständig nach Oil Res I/ II. Die Leiter bestehen aus feinsten Kupferdrähten, was die Leitung flexibel macht. So eignet sie sich für enge Biegeradien, wie sie in Kabelpritschen vorkommen, und sogar für die Energieführungskette mit mehreren Millionen Biegezyklen. Das vernetzte Material der Aderisolation macht sie zudem kapazitätsarm. Das minimiert den Spannungsabfall bei längeren Verlegedistanzen und reduziert Ableitströme auf der Abschirmung. Da die Leitung als „TC-ER“-Pritschenleitung und „Flexible Motor Supply Cable“ UL-gelistet ist, darf sie auch vor Ort im Feld verkabelt werden. www.lappkabel.de Flexible Verbindung zu Servomotoren Siemens hat einen Kupplungsadapter zur Anbindung der Simogear-Getriebe an seine Servomotoren herausgebracht. Der KS-Adapter erleichtert das Handling, denn statt pro Motor mit je einem eigenem Adapter können mit der flexiblen Lösung verschiedene Getriebetypen mit unterschiedlichen Servomotoren verbunden werden. Aktuell eignet sich der Adapter, der in der Ausführung KS03 bis KS05 aus Aluminium gefertigt ist, für Simotics S-1FL6 Motoren. Der Adapter rundet das Servogetriebemotor-Portfolio des Herstellers mit vier Getriebearten – Stirnrad-, Flach-, Kegelrad- und Stirnradschnecken-Getriebe – ab. Er eignet sich durch seine spielfreie Ausführung ohne Passfederverbindung zum Einsatz bei Anwendungen, die hohe Anforderungen an Präzision, exakte Positionierfähigkeit, Dynamik, Kompaktheit und Gewicht stellen. www.siemens.com Simulierte Anwendungsoptimierung Um die Entwicklungszeit von Maschinen zu verkürzen und diese möglichst schnell funktionssicher auf den Markt zu bringen, bietet Baumüller Softwaretools für Simulationen wie MapleSim und Matlab/Simulink als Engineering-Dienstleistung an. Damit können die optimalen Antriebs- und Automatisierungskomponenten für verschiedene Maschinen ausgelegt und simuliert werden. Dies ist durch die Erstellung eines digitalen Zwillings möglich, der das zu erwartende Maschinenverhalten schon im Entwicklungsstadium abbildet, obwohl die Maschine real noch nicht vorhanden ist. Softwarefunktionalitäten und Regler-Algorithmen können an der virtuellen Maschine getestet werden, damit konstruktive und systematische Fehler frühzeitig bereinigt werden können. Der Hersteller unterstützt Maschinenbauer auch in der modellbasierten Auslegung des elektrischen Antriebsstranges. Nach Fertigstellung der Maschine kann das Modell auch zur Optimierung des Produktionsprozesses verwendet werden. www.baumueller.de Power-Steckverbinder für einfachen Motoranschluss Mit den Power-Steckverbindern von Murrelektronik lassen sich Motoren einfach anschließen. Der M12-Power ist ein kompakter und leistungsstarker M12-Steckverbinder. Die neue Standard- Anschlusstechnik des MQ15-X-Power ermöglicht eine schnelle Montage. Mit dem M23-Steckverbinder lassen sich Servomotoren anschließen. Perfekte Kontaktierung, Dichtigkeit und Medienbeständigkeit sind Grundanforderungen an alle Arten von Steckverbindern. Im Bereich der Motoranschlusstechnik sind weitere, spezielle Eigenschaften gefordert: Große Anschlussquerschnitte, hohe Leistungen in möglichst kleinen Bauformen und integrierte Rüttelsicherungen, die den Stecker auch bei starken Vibrationen sicher fixieren. Eine praktische Schlüsselfläche macht die Installation in Verbindung mit einem geeigneten Drehmomentschlüssel besonders einfach. Murrelektronik bietet zudem Power-Leitungen für unterschiedliche Anwendungen und Motorarten, die diese Ansprüche erfüllen. www.murrelektronik.de 34 antriebstechnik 12/2018

Schnell konfektioniert und sicher geschützt Um Umrichter und Antrieb zu verbinden, kommen Servoleitungen zum Einsatz. Bei deren Montage muss zunächst die Leitung abgemantelt werden. Hier hilft der CFRIP-Faden. Die reißfeste Schnur im Leitungsmantel sorgt für ein schnelleres Abmanteln. Als Weiterentwicklung hat Igus seine Chainflex-Leitungen CF21, CF27 und CF29 für Energieketten mit einer neuen Paarschirmung ausgestattet. Die umlegte Schirmung erhöht den EMV-Schutz des Steuerpaares und vereinfacht das Anbinden der Paarschirme. Sie erhöht zudem die Gebrauchsdauer der Servoleitungen. Die CF21 mit UL-Zulassung sind mit einem biegefesten, ölbeständigen PVC-Mantel für hohe Beanspruchungen und kleinste Biegeradien in der Energiekette bis 7,5 x d verfügbar. Die CF27-Serie mit ölbeständigem PUR-Außenmantel ist flammwidrig und besitzt das EAC- und CTP-Zertifikat für den russischen Markt. Die CF29-Leitung mit einem TPE-Außenmantel eignet sich für Biegeradien bis 6,8 x d bei Temperaturen von – 35 bis + 100 °C. www.igus.de Effizienter konfigurieren und konstruieren Item hat die Auswahl- und Auslegungssoftware MotionDesigner erweitert. Das Online-Tool ermöglicht nun die Berechnung von Auslegerachsen, bei denen der Schlitten fest montiert ist und sich stattdessen die Lineareinheit bewegt, um z. B. Pick-&-Place- Aufgaben zu erfüllen. Die Zahnstangen führen dabei zu einer Inserentenverzeichnis Heft 12/2018 PAN.indd 1 12.11.2018 15:47:03 BRECO Antriebstechnik, Porta Westfalica...............................................25, 27 easyFairs Switzerland, Muttenz (Schweiz)........................................................21 HEMA, Seligenstadt..................................... 9 igus®, Köln.....................................................17 KIMO Industrial Electronics, Erlangen.........................................................37 KOSTAL Industrie Elektrik, Hagen......... U2 Mayr, Mauerstetten...................................13 Mitsubishi Electric Europe, Ratingen..................................................11, 12 PAN-Metallgesellschaft, Mannheim....35 Rotor Clip Company, Somerset/New Jersey (USA)..................... 3 R+W Antriebselemente, Klingenberg.... 7 Siemens. Nürnberg...................................... 5 untitled exhibitions, Stuttgart...............31 Live-Programmierung mit W.A.S. hohen Steifigkeit, auch bei vertikalem Einsatz. Der Motion- Designer berechnet automatisch die maximale Stützweite. Da die Integration der Auslegerachsen zu einer hohen Positioniergenauigkeit führt, sind auch komplexe Aufgaben, z. B. im 3D-Druck oder zur Ausführung von Schweißnähten, konfigurierbar. Die Software MotionSoft wurde für die Inbetriebnahme der Auslegerachsen optimiert. Eine Neuentwicklung ist das Engineering-Tool. Diese Software greift auf alle Profile des MB Systembaukastens, die dazugehörige Verbindungstechnik sowie entsprechende Bodenelemente und Endkappen zurück. Das Engineering-Tool erstellt die komplette Projekt- Dokumentation. www.item24.de Als Teil des Steuerungspakets Weiss Control Package basiert die Weiss Application Software W.A.S. auf einem intuitiven Bedienkonzept, dessen Oberfläche als Windowsprogramm und als Weboberfläche verfügbar ist. Die Komplexität wurde dabei bewusst reduziert. Der Anbieter hat bei der Softwareentwicklung auf einfache Bedienung geachtet. So ist bereits die Erst-Inbetriebnahme ohne Spezialkenntnisse möglich. Detailwissen über die Antriebs-Hardware ist genauso wenig erforderlich, wie für die Programmierung der Fahrprogramme. Voraussetzungen für Industrie-4.0-Anwendungen erfüllt die W.A.S. ebenso. PCM (Permanent Current Monitoring) ermöglicht die lückenlose Zustandsüberwachung und schafft die Basis für vorausschauende Wartung. Die Autotuning-Funktion erleichtert Änderungen von Beladung oder Einbaulage, indem die Software selbstständig die neuen Parameter ermittelt und die Antriebsregler einstellt. Durch Integration der OPC-UA-Schnittstelle kommuniziert die Software auch direkt und ohne Umwege mit übergeordneten Systemen. www.weiss-gmbh.de antriebstechnik 12/2018 35

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