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antriebstechnik 12/2017

antriebstechnik 12/2017

MAGAZIN

MAGAZIN Werkzeugmaschinenbau: Turnaround eingeläutet Der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie ist im dritten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 % gestiegen, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) mitteilt. Dabei zogen die Inlandsbestellungen um 31 % an, die Auslandsorders wuchsen um 5 %. In den ersten neun Igus unterstützt Schülerteam bei Roboterolympiade Bei der World Robot Olympiade (WRO) im November in Costa Rica hat der Motion-Plastics-Spezialist Igus das Schülerteam Robo TV vom Paul-Klee-Gymnasium in Overath unterstützt. Lukas Zink, Christian Weyers und Alexander Albers hatten sich im regionalen und im deutschen Vorentscheid qualifiziert. Bei dem Wettkampf Monaten des Jahres zusammen stieg der Auftragseingang um 3 %, die Inlandsaufträge verloren dabei 2 %, während der Auslandsauftragseingang um 5 % stieg. „Die gute Entwicklung unserer Bestellungen zeigt sich noch ausgeprägter am aktuellen Rand“, so VDW-Geschäftsführer Wilfried Schäfer. Allein im September waren die Bestellungen in allen drei Aggregaten zweistellig gestiegen, gerade die Inlandsbestellungen schossen mit einem Plus von 46 % nach oben und machten damit die bisherigen Jahresverluste 2017 in nur einem Monat fast wett. „Nicht zuletzt sehen wir den Effekt der EMO Hannover, die Aufträge mit einem erheblichen Volumen angestoßen hat.“ www.vdw.de Nord gewinnt Vanderlande Supplier Award Nord Drivesystems wurde der Vanderlande Supplier Award 2017 verliehen. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für seine hervorragende operationelle Exzellenz und Supply- Chain-Reaktionsfähigkeit, die große Innovationsfähigkeit und -geschwindigkeit des Unternehmens sowie seine hohe Wettbewerbsfähigkeit. Vanderlande Industries ist weltweit einer der führenden Generalunternehmer für die Prozessautomation im Lagerbereich sowie globaler Marktführer für die wertoptimierte Automation logistischer Prozesse an Flughäfen und im Paket- sowie Distributionsmarkt. Nord Drivesystems arbeitet als Experte für maßgeschneiderte Antriebstechnik seit Jahren eng mit Vanderlande Industries zusammen. Jan-Christoph Block, Director of Regional Management bei Nord, sieht die Auszeichnung als großen Erfolg: „Wir liefern seit Jahren Antriebstechnik an Vanderlande und unser Beitrag zu vielen erfolgreichen Großprojekten erfüllt uns mit Stolz. Der Award motiviert uns die bestehende Geschäftsbeziehung tatkräftig auszubauen und uns gemeinsam neuen Herausforderungen in der Intralogistik zu stellen.“ www.nord.com werden Roboter aus Lego selbst gebaut und programmiert. Dann wird mit ihnen eine definierte Aufgabe erfüllt. In diesem Jahr beschäftigten sich alle Aufgaben mit erneuerbaren Energien. Aus zwei Lego-Rahmen und zwei Kunststoffbausteinen galt es, eine Windturbine zu bauen. Für die Olympiade wurde der Roboter komplett neu gebaut. Bei Ankunft in Costa Rica mussten die Schüler den Roboter zunächst ohne Hilfsmittel komplett neu zusammenbauen. Anschließend wurde die Software an die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Im letzten Jahr platzierte sich das Team im oberen Drittel der Junior-Klasse. In der Senior-Klasse starten die drei Jungen neu und schafften es, ihre Platzierung mit dem 21. Platz von 75 Teilnehmern um acht Plätze gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Projekte wie Robo TV sponsert Igus im Rahmen des „Young Engineers Support“ (yes). www.igus.de Einstellbarer Stoßdämpfer für Unfallsimulator In einem Unfallsimulator des Polizeipräsidiums Mittelhessen kommen einstellbare Industriestoßdämpfer von ACE zum Einsatz. Das Gerät demonstriert z. B. bei Schul-Aktionstagen, welche Kräfte schon bei Unfällen mit 5, 10 oder 15 km/h auf Fahrzeug und Insassen einwirken. Mit ihm soll verdeutlicht werden, wie wichtig das Anschnallen ist. Der Stoßdämpfer vom Typ MA64150EUM hilft dabei, sowohl Leerfahrten als auch unterschiedlich schwere Passagiere und Geschwindigkeiten angepasst abzubremsen. Mit einer speziellen Dichtungstechnik, einem gehärteten Führungslager und integriertem Festanschlag eignet er sich auch für Extremsituationen. www.ace-ace.de 8 antriebstechnik 12/2017

50 JAHRE I FORSCHUNGSVEREINIGUNG ANTRIEBSTECHNIK Mit vereinten Kräften Zukunft gestalten FVA feiert 50 Jahre Gemeinschaftsforschung für die Antriebstechnik Die Antriebstechnik gehört zu den faszinierendsten Bereichen unserer Industrie. Sie ist der Motor für Entwicklung, Fortschritt, Leben und Zukunft. Und sie bedeutete schon vor 50 Jahren die große Leidenschaft für acht Unternehmen, die diese Technik noch schneller voranbringen wollten: durch mehr Wissen, mehr Effizienz und mehr Innovationen. Das war die Geburtsstunde der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. Die Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. (FVA) hat es sich als gemeinnütziger Verein zur Aufgabe gemacht, die Antriebstechnik durch vorwettbewerbliche, gemeinschaftliche Forschung und Vernetzung weiterzuentwickeln und die Grundlage für firmenspezifische Innovationen zu schaffen. Seit 1967 hat diese Leidenschaft immer mehr Unternehmen in ihren Bann geschlagen: Aus acht Gründungsfirmen ist heute eine starke Forschungsgemeinschaft mit über 200 Mitgliedsfirmen und 100 Forschungsinstituten geworden, die beständig weiterwächst. 2 000 Industrieexperten und über 300 wissenschaftliche Mitarbeiter bilden die Grundlage des Netzwerks und profitieren von der erfolgreichen Zusammenarbeit. Damit ist die FVA das weltweit größte und führende Forschungs- und Innovationsnetzwerk für Antriebstechnik. Deutschland wurde so zur führenden Antriebstechnik­ Nation der Welt. Gemeinsam an die Spitze In diesem Jahr feiert die FVA nun ihr 50-jähriges Bestehen und kann damit stolz zurück auf 50 Jahre erfolgreiche Gemeinschaftsforschung in der Antriebstechnik blicken. Das sind gleichzeitig fünf Jahrzehnte Fortschritt in der mechanischen, elektromechanischen und elektrischen Antriebstechnik. Dies spiegelt sich auch in beeindruckenden Zahlen wider: In all den Jahren hat die FVA insgesamt 1 467 Forschungsprojekte erfolgreich realisiert – mit einem finanziellen Volumen von rd. 230 Mio. EUR. Die FVA stellte dabei rund 90 Mio. EUR über Fördermittel zur Verfügung, die Mitgliedsfirmen finanzierten mit ihren Mitgliedsbeiträgen den Restbetrag von 140 Mio. EUR. Zugleich konnten tausende junger Nachwuchswissenschaftler mithilfe dieser Projekte anwendungsnah und zukunftsorientiert ausgebildet werden. „Diesen Erfolg wollen wir auch für die Zukunft sicherstellen. Zum Jubiläum haben wir daher einen intensiven Strategieprozess abgeschlossen, den wir gemeinsam im Netzwerk erarbeitet haben“, erklärt Dr. Arbogast Grunau, Vorsitzender des Vorstands, die strategische Ausrichtung. „Die Welt verändert sich rasant, Herausforderungen wie Digitalisierung, Vernetzung, Elektrifizierung und Internationalisierung kommen auf uns zu. Nur durch Veränderung kann die FVA auch weiterhin als weltweit führendes Forschungs- und Innovationsnetzwerk der Antriebstechnik die Zukunft erfolgreich gestalten – zum Nutzen aller Mitglieder.“ Vernetzung schafft Synergie Die FVA verzahnt die besten Köpfe aus Industrie und Wissenschaft, sie sorgt dafür, dass das Forschungswissen schnellstmöglich bei den Mitgliedsfirmen zur Anwendung kommt und schafft so Synergien für alle Beteiligten. Wenn es um Vernetzung und Wissenstransfer geht, spielen Veranstaltungen eine wichtige Rolle. 2017 konnte die FVA mit ihren Kongressen Getpro und E-Motive, mit der Informationstagung und zahlreichen Seminaren zur Antriebstechnik insgesamt über 1 400 Menschen zusammenbringen. Gemeinschaftliche Forschung bedeutet jedoch nicht nur die Vereinigung von finanziellen Mitteln. Sie erfordert auch darüber hinaus ein großes Engagement der Unternehmen und vieler einzelner Personen sowie eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Unternehmen und der Forschungsinstitutionen. „Der Erfolg der Vergangenheit basiert auf diesem großen und starken Zusammenhalt der Gemeinschaft – und er ist auch die Basis für eine erfolgreiche Zukunft“, erklärt Geschäftsführer Hartmut Rauen. Die Redaktion antriebstechnik wünscht ihrem langjährigen Partner FVA alles Gute zum Jubiläum, viel Erfolg für die Zukunft und immer die richtigen Ideen in Forschung und Entwicklung!

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