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antriebstechnik 12/2017

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Als einer der führenden

Als einer der führenden Hersteller im Bereich High Speed Cutting (HCS) nutzt die Röders Tec GmbH Stillstandswächter von Phoenix Contact, um die Bewegung der hochdynamischen Antriebe in Fräsmaschinen zu überwachen. Da keine zusätzliche Bewegungssensorik benötigt wird, senken die Module den Inbetriebnahmeaufwand und die Kosten. Udo Tappe ist Mitarbeiter im Produktmarketing Safety bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont Materialkosten und Zeit gespart Welche Vorteile bringen Stillstandswächter in Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschinen? D ie im niedersächsischen Soltau ansässige Röders Tec GmbH, die weltweit über 500 Mitarbeiter beschäftigt, blickt auf eine mehr als 200-jährige Geschichte zurück. Um 1800 machte sich Jasper Röders als Zinngießer selbstständig und fertigte Zinngeschirr für die Bürger Soltaus und der umliegenden Orte. Später folgten Zinnfiguren, Fasshähne und Litermaße. Zu jeder Zinngießerei gehört ein Werkzeugbau, in dem Stahlkokillen – also wiederverwendbare Formen zum Gießen von Metallen und Legierungen – hergestellt werden. Vor über 30 Jahren erweiterte Röders dann seinen Werkzeugbau, wandelte ihn in eine hochmoderne Formenfertigung um und begann mit der Produktion von Blasformen für PET-Flaschen. Weil seinerzeit kein Hersteller geeignete Maschinen für die notwendige Rationalisierung und damit Kostenreduzierung im Blasformenbau anbieten konnte, startete Röders selbst mit der Entwicklung der damals noch unbekannten HSC-Technologie. Aufgrund seiner innovativen Lösungen hat Röders maßgeblich zum Durchbruch des heute weit verbreiteten Bearbeitungsverfahrens beigetragen. Die HSC-Maschinen des Unternehmens, von denen mehr als 2 500 in über 50 Ländern installiert sind, werden u. a. zur Fertigung komplexer Geometrien mit besonderen Oberflächen für die Medizin­ 34 antriebstechnik 12/2017

STEUERN UND AUTOMATISIEREN Raisethe bar! Systemlösungen für dieMaschinen- Automatisierung. High-Performance System Vonder Steuerung über Antriebe bishin zu Motoren undSicherheitstechnik Kompakt, Sicher,Flexibel, Präzise Leistungsbereichvon 10 bis100 kW www.lti-motion.com 01 Mehr als 500 Mitarbeiter entwickeln und fertigen bei Röders Tec-Fräsmaschinen, die weltweit zum Einsatz kommen technik sowie von Mikroformen oder Münzprägestempeln eingesetzt. Tatsächliche Überwachung Die Hauptspindel einer Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschine bewegt sich mit bis zu 90 000 min -1 . Zum Schutz des Bedienpersonals vor den sich daraus ergebenden Gefahren wird der Arbeitsraum durch eine beweglich trennende Schutzeinrichtung abgesichert. Die für die Sicherheit von Werkzeugmaschinen und Bearbeitungszentren anwendbare Produktnorm EN 12417 fordert zudem, dass das Öffnen der Schutzeinrichtung bis zum Stillstand der gefahrbringenden Bewegung zu verhindern ist. Zu diesem Zweck muss der Maschinenbetreiber eine Schutzeinrichtung mit Zuhaltung nutzen, wobei eine Zeitsteuerung oder eine Stillstandsüberwachung für ein verzögertes Entriegeln sorgen soll. Im Vergleich zur Zeitsteuerung bietet die Stillstandsüberwachung den Vorteil, dass tatsächlich die gefahrbringende Bewegung kontrolliert wird. Denn erst nach dem Abschalten und Austrudeln des Antriebs wird ein sicheres Stillstands- oder Freigabesignal erzeugt. Bei einer Zeitsteuerung lässt sich die Schutztür nach einer vorab definierten Zeitspanne öffnen, die Spindel könnte sich theoretisch also noch bewegen. Zusätzliche Sensoren entfallen Vor diesem Hintergrund stellt Phoenix Contact mit dem Sicherheitsschaltgerät PSR-MM25 aus der Produktfamilie PSR Motion einen sensorlosen Stillstandswächter zur Verfügung, der ein- und dreiphasige Wechselstrommotoren sowie Gleichstrommotoren überwacht. Die Messeingänge des lediglich 12,5 mm schmalen Moduls werden direkt über die Motoranschlussleitungen angebunden. Die ansonsten üblichen Sensoren wie Encoder oder Näherungsschalter, die zusätzlich an der Bewegung angebracht werden müssen, entfallen somit bei dieser Art der Überwachung. „Im Gegensatz zur Auswertung externer Sensoren lässt sich die sensorlose Überwachung einfach in unser Maschinenkonzept integrieren“, bestätigt Olaf Hartmann, der bei Röders Tec für die Elektrokonstruktion der HSC-Maschinen verantwortlich ist. „Außerdem erweist sich die Lösung von Phoenix Contact als sehr robust gegenüber äußeren Einflüssen“. Statt der Verarbeitung der Signale der Bewegungssensoren analysiert das PSR- MM25 die in den Motorwicklungen generierte Remanenzspannung. Befindet sich die durch Restmagnetisierung induzierte Spannung unterhalb einer variablen Schwelle, signalisiert das Modul den Motor- LTIMotion GmbH Gewerbestraße 5–9 35633 Lahnau ·Germany Tel.: +49 6441 966-0 Fax: +49 6441 966-137 E-Mail: info@lti-motion.com

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