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antriebstechnik 11/2017

antriebstechnik 11/2017

SPS IPC DRIVES

SPS IPC DRIVES 2017 I SPECIAL Dezentral oder zentral? Es gibt kein Entweder-Oder bei der Modularisierung der Steuerungstopologie In der Vergangenheit mussten Maschinenbauer Kompromisse eingehen und mehrere Module mit einer zentralen Steuerung steuern. Dies führt zu komplexen Software-Strukturen, die aufwändig und nur schwer zu warten sind. Doch diesen Nachteil hat Lenze jetzt eliminiert: Durch die Erweiterung des Automatisierungssystems um einen neuen Servoantrieb mit integrierter Steuerung stehen nun durchgängig skalierbare Lösungen für das kleinste Maschinenmodul mit nur einer Bewegungsachse bis hin zu komplexen Multi-Achssystemen zur Verfügung. Jahrzehntelang haben sich Maschinenbauer vor allem auf drei Dinge konzentriert: Performance, Verfügbarkeit und Qualität. Heute ist jedoch Time-to-Market die entscheidende Herausforderung geworden: Wie schnell kann eine Maschine beim Anwender in Betrieb gehen? Damit verbunden ist auch die Frage, welche Flexi- Christian Bergner ist Leiter im Produkt management Servo Drives & Motors bei Lenze in Hameln bilität der OEM seinem Kunden bei der Realisierung anwendungsspezifischer Sonderanforderungen bieten kann. Und damit nicht genug: Auch eine schnelle Realisierung von technischen Innovationen oder der damit verbundene Zeit- und Kostenaufwand gehört angesichts des derzeitigen schnellen technologischen Wandels zu den entscheidungsrelevanten Kriterien der Anwender. Die Trends, die im Kontext von Industrie 4.0 entstehen, bieten dem Maschinenbau Chancen, sich vom Wettbewerb zu differenzieren und die eigene Marktposition zu verbessern. Vollständige Digitalisierung bis zur Sensor/Aktorebene, Anbindung an IT-Infrastrukturen und Clouds sowie die durchgängige Integration der einzelnen Maschinen ganzer Produktionslinien, inklusive der Einbindung in ERP- und MES- Systeme, sind nur die wichtigsten Anforderungen, denen sich der OEM im Bereich des Software-Engineerings stellen muss. Hinzu kommt eine steigende Komplexität der mechanisch-kinematischen Ebene. Die geforderte Flexibilität in der Produktion bedingt eine aufwändigere Bewegungssteuerung und steigende Achszahlen, wenn 50 antriebstechnik 11/2017

SPECIAL I SPS IPC DRIVES 2017 01 Die Automatisierungsplattform unterstützt modulare Konzepte – ohne Systembruch kann flexibel auf jeden Anwendungsfall reagiert werden, egal ob zentrale oder dezentrale Steuerung 02 Durch die Erweiterung des Automatisierungssystems stehen nun Lösungen für das kleinste Maschinenmodul mit nur einer Bewegungsachse bis hin zu komplexen Multiachssystemen zur Verfügung bspw. flexible Roboter-Kinematiken die Aufgaben von relativ starren mechanischen Einheiten übernehmen. Um all das in kurzer Zeit realisieren zu können, streben viele OEMs eine Modularisierung ihrer Maschinen an und entwickeln entsprechende standardisierte Funktionseinheiten, die dann einfach wiederverwendet werden können. Auf dem Reißbrett kann so eine Funktion schnell eingefügt werden. Das Hinzufügen einer zusätzlichen Funktion in eine Maschine muss aber durch Integration einer in sich abgeschlossenen Funktionseinheit möglich sein und zwar ohne Anpassung der bestehenden Module. Modularisierung kann daher nur gelingen, wenn sie in den Bereichen Mechanik, Elektronik und auch Software aus einem Guss erfolgt. Bei der Steuerungs- und Antriebstechnik kann es durchaus einen Unterschied machen, ob ein Maschinenmodul nur eine Achse umfasst oder mehrere synchronisierte Achsen bzw. gar eine komplexe Antriebsstruktur mit einer Vielzahl von Achsen benötigt. Je nach Anwendung muss jedes einzelne Modul anders dimensioniert werden, und es stellt sich auch die Frage, ob eine in den Antrieb integrierte, dezentrale Steuerung sinnvoll ist oder das Modul von einer zentralen Intelligenz gesteuert wird. 28.–30. November 2017 DIESER SERVOMOTOR HÄLT FAST JEDER UMGEBUNG STAND Halle 1 Stand 620 ANTRIEBSLÖSUNGEN FÜR DEN EINSATZ IN RAUER UMGEBUNG n Bürstenloser Servomotor mit Edelstahlgehäuse in Schutzart IP69K n Beständig gegen korrosive Medien wie Säuren, Laugen oder Salzwasser n Wasserdicht bis 20 m Eintauchtiefe, leicht zu reinigen und hygienisch n Max. Axiallast: 500 N, Drehmoment bis 8 Nm, flache Drehmomentkurve bis 1.600 U/min. www.servotecnica.de IP69K KORROSIONSBESTÄNDIG SALZWASSERTAUGLICH

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