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antriebstechnik 11/2017

antriebstechnik 11/2017

SPS IPC DRIVES

SPS IPC DRIVES 2017 I INTERVIEW „Ein neues Level in der Antriebstechnik“ Wie B&R mit neuen Technologien den Transport von Produkten effizienter macht Unser Konsumverhalten verändert sich stark. Immer individuellere Produkte sind gefragt. Darauf müssen sich die Hersteller gerade aus der Konsumgüterindustrie einstellen. Was die Antriebstechnik dazu in Zukunft leisten muss, hat Robert Kickinger, Manager Mechatronic Technologies bei B&R, der Redaktion erzählt. Herr Kickinger, unser Bedarf, Produkte des täglichen Lebens nach unseren Bedürfnissen und Wünschen definieren zu können, steigt. Losgröße 1 ist aber doch nichts Neues. In kleinen Betrieben vielleicht nicht, aber in der Massenfertigung individueller Produkte schon. Dort ist Losgröße 1 bislang wirtschaftlich nur schwer umsetzbar. Denn, die Flexibilisierung der Anlagen geht zumeist mit einer sinkenden Gesamtanlageneffizienz – auch Overall Equipment Effectiveness (OEE) genannt – einher. Da rechnet sich die Individualisierung nicht mehr. Wie lässt sich denn die Massenfertigung bei aller Individualisierung noch wirtschaftlich darstellen? Bei einem fest getakteten Prozess bestimmt die langsamste Bearbeitungsstation die maximale Stückzahl pro Minute und damit die Produktivität. Das lässt sich nur mit intelligenteren Systemen aufbrechen, die durch ihre Flexibilität im Produkttransport die langsamen Stationen parallelisieren. Durch die Parallelisierung von langsameren Prozessen auf mehreren Stationen lässt sich die Produktivität ver- 01 Nur eine flexible Maschine erlaubt die Zusammenstellung beliebiger Kombinationen von Einzelprodukten in einer Endverpackung 48 antriebstechnik 11/2017

Motors |Automation |Energy |Transmission &Distribution |Coatings KOMPETENZ AUS EINER HAND 02 Robert Kickinger: „Wir werden ein neues Level in der Antriebstechnik erreichen!“ vielfachen – und das bei nur moderat steigendem Platzbedarf. Weiterhin müssen die Produktionsanlagen in Zukunft einfach skalierbar sein, sodass der Betreiber stets nach dem geschätzten Produktionsbedarf modular und flexibel erweitern kann. Nur das bedeutet Investitionssicherheit, eine niedrige Time-to-Market und einen attraktiven Return-on-Investment. Es wird eine Automatisierung benötigt, die all dies auf der technischen Seite auch ermöglicht. Wo stehen wir aktuell bei den Entwicklungen? Vorreiter bei der Individualisierung oder auch Personalisierung ist die Druckindustrie. Die Erfindung des Digitaldrucks war Phase 1 auf dem Weg. Damit konnte man eine PDF-Datei an die Druckmaschine senden und in Stückzahl 1 jedes beliebige Druckprodukt erzeugen. In Phase 2 folgte die individuelle Produktdekoration mit Digitaldruck auf Inkjet-Basis. Nun kommen wir in die dritte Phase: Hier geht es darum, Produkte mit geometrischen Abmessungen zu individualisieren. Denken wir nur an individuell angepasste Fenster für die Altbausanierung. In dieser Phase stehen wir noch am Anfang, aber unser Konsumverhalten wird uns schnell dahin führen. Welche Rolle spielt in diesem Kontext die Antriebstechnik? Die Phase 3 wird speziell für die Antriebstechnik höchst interessant, gerade weil es hier um die Individualisierung der geometrischen Abmessungen geht. Hier ist handfeste Mechatronik gefragt. Die Antriebstechnik muss in der Lage sein, Produktströme hochdynamisch trennen und diese genauso hochdynamisch vereinigen zu können. Und sie muss die Flexibilität für Parallelverarbeitung und Load Balancing bieten – und das auf einem Performance-Niveau, welches auch die Produktion hochvolumiger Konsumgüter möglich macht. Welchen Weg geht B&R? Wir werden auf der SPS IPC Drives ein neues Produkt vorstellen, das genau die genannten Anforderungen der Konsumgüterindustrie nach kundenspezifischen Gebinden oder Umverpackungen erfüllen und massiv vereinfachen wird. Das reicht zum Beispiel vom klassischen Assembly- Bereich, über die Qualitätskontrolle personalisierter Medikamente bis zum Aussortieren von mangelhaften Produkten bei voller Fertigungsgeschwindigkeit und in Echtzeit. Damit schaffen wir eine deutliche Steigerung der Prozesssicherheit und weitere Mehrwerte in der Produktion. Was genau dürfen wir erwarten? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber schneller zuführen, schneller transportieren, schneller bearbeiten und schneller wieder abführen – das sind die wichtigsten Funktionen unserer Neuentwicklung. Wir haben neue Technologien entwickelt, um die Anforderungen, die die Digitalisierung auf der Datenebene ermöglicht, in der Maschine auf einer mechatronischen, mechanischen und elektrotechnischen Ebene umzusetzen. Oder kurz gesagt: Der Besucher darf einen Antrieb für das Zeitalter der Digitalisierung erwarten – auf einem Performance-Niveau, das derzeit am Markt nicht verfügbar ist. Also ein neues Level in der Antriebstechnik! www.br-automation.com Besuchen Sie uns auf der SPS IPC Drives! Halle 3, Stand 250 28. bis 30. November 2017, Nürnberg Mehr Effizienz mit optimal aufeinanderabgestimmten Komponenten. Kompetenz bedeutet für uns, Produkte und Lösungen zu entwickeln, die unseren Kunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Diesen Anspruch erfüllen wir mit einem umfassenden Sortiment an elektrischen Betriebsmitteln und effizienten, betriebssicheren Antriebssystemen. Wir bieten leistungsstarke und zuverlässige Produkte, mit denen Sie Ihren gesamten Produktionsprozess verbessern können. WEG Germany GmbH 50169 Kerpen-Türnich ▪ Tel.: 02237 -9291-0 info-de@weg.net ▪ www.weg.net Transforming energy into solutions.

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