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antriebstechnik 11/2017

antriebstechnik 11/2017

ELEKTROMOTOREN 03 Test

ELEKTROMOTOREN 03 Test des Motors am Oswald-Prüffeld Bauraum untergebracht werden. Dazu wurde der Elektromotor mit vier getrennten Wicklungssystemen ausgestattet. Die Technik des permanent erregten Synchronmotors mittels Seltenerdmagneten ermöglicht eine kompakte Bauform bei gleichzeitig hoher Effizienz. Im Nennpunkt erzielt der Motor/ Generator alleine einen Wirkungsgrad von 98 %. Auch im Teillastbereich arbeitet der Motor effizient, da die Leerlaufverluste durch die Erregung mittels Permanentmagnete sowie durch den Einsatz hochwertiger Bleche gering gehalten werden. Der Elektromotor wurde außerdem in den bestehenden Grundrahmen eingepasst. Vorhandene Elemente wie z. B. das Joch an dem zuvor das Getriebe befestigt war, wurden bei der Konstruktion berücksichtigt und konnten wiederverwendet werden. Der Flansch am Abtrieb der E-Maschine wurde speziell für den direkten Anbau an ein Spezialgetriebe konstruiert. Die Lagerung ist auf den harten Einsatz mit den Erschütterungen in der Bergbau-Umgebung ausgelegt. 80 l Motorenöl, die in einem Zyklus von 500 h gewechselt werden müssen, entfallen völlig und weichen einer umweltfreundlichen Nachschmierung von ein paar wenigen Gramm Fett alle 1 000 h. Mit der Schutzart IP65 ist die elektrische Maschine ebenso gegen die rauen Bedingungen aus Schlamm, Matsch und bis zu 40 °C im Sommer gerüstet, wie gegen Schnee und bis zu – 20 °C im Winter. Erst prüfen, dann fahren Die Ingenieure von Oswald konnten sich im hauseigenen Prüfstand bereits von der Leistungsfähigkeit der elektrischen Maschine überzeugen. Im neuen Prüffeld können seit kurzem Motoren und Generatoren mit einer Dauerleistung von bis zu 2,3 MW auf ihre S1­ Daten geprüft werden. Der neue 690-V-Umrichter liefert dazu einen Dauerstrom von 2 000 A. Kurzzeitig können 3 450 A gefahren werden. Spitzenmomente von 200 kNm oder Drehzahlen bis 25 000 min -1 sind möglich. Mehrere Synchronund Asynchronmaschinen stehen als Belastungsmaschinen zur Verfügung und ermöglichen die Tests von Megawatt-Antrie­ Eine Technologie, die in der Fahrzeugindustrie Schule machen sollte und zurecht den Umweltpreis gewinnt. Dirk Schaar, Chefredakteur Bisher wurde der Durchbruch bei Elektrofahrzeugen noch nicht erreicht. Was im Pkw versäumt wurde, versucht nun ein Hersteller von Baufahrzeugen umzusetzen: Der komplette Austausch des Dieselmotors gegen einen Elektromotor. Und der hat es in sich, denn er kann die gewünschte Leistung aufbringen – und mehr noch: Er spart durch seinen hohen Wirkungsgrad jede Menge Geld. – Ein erstaunliches Projekt, das den richtigen Weg in die Zukunft weist. Und weil der Einsatz der Oswald-Motoren als Direktantriebe in vielen Anwendungen Energie spart und die Produktivität steigert, erhält das Unternehmen zurecht den deutschen Umweltpreis. Glückwunsch dazu! ben, wobei lediglich die Verlustleistung aus dem Netz bezogen werden muss. Die umfassenden Möglichkeiten zur Prüfung der elektrischen Maschine stellen sicher, dass es später in der Anwendung keine Überraschungen gibt. So konnte der Motor und die anderen Komponenten im September und Oktober direkt in das leere Chassis des HD 605-7 eingebaut werden. Erste Probefahrten finden diesen November im thurgauischen Lommis statt. Nach der Montage einer neu konstruierten Stahl-/Gummimulde wird der Dumper in das Abbaugebiet La Tscharner überführt, wo er zunächst unter realen Bedingungen getestet wird. Im Frühjahr 2018 folgt schließlich die Übergabe als größtes Energie-Plus-Fahrzeug an den Endkunden. Der Dumper soll dann die nächsten 10 Jahre jährlich über 300 000 t transportieren – und das rein elektrisch. Fotos: Aufmacher, 01 und 02: Lithium Storage www.oswald.de AUSGLEICHSKUPPLUNGEN Ob filigran oder drehmomentstark – wir haben die passende Verbindung! Zielsicher zum passenden Produkt www.orbit-antriebstechnik.de

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