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antriebstechnik 11/2016

antriebstechnik 11/2016

UMRICHTERTECHNIK 03

UMRICHTERTECHNIK 03 Statt einer herkömmlichen Leistungsendstufe wird bei diesem Frequenzumrichter auf eine Drei-Level-Umrichtertechnologie gesetzt 04 Die Drei -Level-Technologie ermöglicht eine Erhöhung der PWM-Schaltfrequenz und eine Halbierung des Spannungshubs, was in einer geringen Motorerwärmung resultiert erzeugen. In Abhängigkeit von der verwendeten Schaltfrequenz und der Induktivität des Motors ergibt sich dabei jedoch eine schaltfrequente Welligkeit (Stromrippel) des Motorstroms, die eine erhöhte Rotorerwärmung zur Folge hat. „Im Fall eines Drei-Level- Frequenzumrichters ist eine Erhöhung der Schaltfrequenz aber möglich und genau das ist unser Lösungsansatz“, betont Gerhardt. Bei der Nutzung dieser Technologie müssen die einzelnen Halbleiterschalter nur noch die halbe Zwischenkreisspannung in Höhe von 300 V schalten, sodass Halbleiter mit einer Sperrspannung von 600 V zum Einsatz kommen können. Diese Halbleitertypen haben signifikant bessere Schalteigenschaften, entsprechend ist die resultierende Verlustleistung trotz Schaltfrequenzen von bis zu 32 kHz beherrschbar. So lassen sich die harmonischen Stromanteile reduzieren und die umrichterbedingten Verluste im Rotor minimieren. Neben der PWM-Schaltfrequenz ist der Spannungshub ebenfalls entscheidend, welcher mit dem PWM-Muster auf die Motorwicklungen beaufschlagt wird. Durch die Drei-Level-Technologie wird der Spannungshub halbiert, was in erster Näherung auch den Stromrippel nochmals um die Hälfte verringert. Ferner stellen sich abermals wesentlich verringerte Wärmeeinträge im Rotor ein. Ein weiterer positiver Effekt ist eine geringere Belastung der Kabel- und Motorisolation. Die Firmware des neuen SD2M basiert auf der bewährten Serie SD2S von Sieb & Meyer. Die Multi-Level-Technologie machte es jedoch notwendig, die bestehenden Regelungsalgorithmen und -modelle für den sensorlosen Betrieb von Synchronmotoren anzupassen. Diese Softwareteile wurden demnach strukturell und codeseitig angepasst. Die hardwareseitig realisierten Schnittstellen wurden firmwareseitig implementiert. Gerhardt: „Wir orientieren uns an den Bedürfnissen unserer Kunden. Wir beobachten genau, was der Markt verlangt und werden Leistung und Funktionalität entsprechend weiter ausbauen.“ www.sieb-meyer.de Leistungsmodule für Frequenzumrichtersystem Das Unternehmen Liebherr stellt zwei Leistungsmodule für Niederspannungsanwendungen vor, die in ein modulares Schaltschrank-Frequenzumrichtersystem integriert werden können. Die Module LCU-A und LCU-C können sowohl für den Single- als auch den Mehrachsbetrieb eingesetzt werden. Mit einem Temperaturbereich von - 20 bis + 50 °C und einer robusten mechanischen Ausführung können sie in mobilen und stationären Anwendungen zum Einsatz kommen. Für den Betrieb als Motorwechselrichter wurden sie auch als aktive Einspeiseeinheit ausgelegt. Das Kompaktwechselrichtermodul LCU-C wird in fünf Leistungsklassen zwischen 110 und 315 kW angeboten. Es verfügt über eine integrierte Zwischenkreiskondensatoreinheit, Halbleitersicherungen können optional integriert werden. Neben einer Schaltschrankmontage ist mit ihm auch eine Wandmontage möglich. Das Wechselrichtermodul LCU-A ist in drei Leistungsvarianten mit 500, 710 oder 1 000 kW erhältlich, die alle das gleiche Gehäuse haben. www.liebherr.com 106 antriebstechnik 11/2016 HKR.indd 1 15.02.2016 09:37:56

UMRICHTERTECHNIK Sanftanlasser reduzieren Netzbelastung Die Sanftanlasser der erweiterten Reihe Isa-SL für den Niederspannungsbereich von Igel sind für hoch effiziente Motoren (IE3) optimiert. Die High-Performance-Sanftanlasser sind für Nennströme von 17 bis 1 100 A und Netzspannungen von 208 bis 690 V ausgelegt. Die Kombination aus optischen und induktiven Technologien zur galvanischen Trennung der Leistungsvon der Steuerebene führt zu einer erhöhten Störfestigkeit. Ein Schutzpaket mit Unter-/ Überspannung, Überlast, zu viele Anläufe, zu lange Hochlaufzeiten, Übertemperatur und Thyristorkurzschluss optimiert die Verfügbarkeit von Sanftanlasser und Motor. Bypasskontakte verringern die Wärmeentwicklung und eliminieren die EMV-Belastung des Netzes. Die Kommunikationsmöglichkeiten RS 485 mit Modbus oder Profibus ermöglichen eine einfache Steuerung und Überwachung über ein universales, auswechselbares Bedienfeld. Das Echtzeit-Fehlerprotokoll kann bis zu 99 Warnungen und Abschaltung speichern. www.igelelectric.de Umrichter für Kran-Anwendungen Wngr st mhr! Terex Material Handling stellt eine neue Baureihe von Demag- Umrichtern vor. Die Baureihe Dedrive Pro 880 wurde für Anwendungen in der Krantechnik entwickelt. Zu ihren Eigenschaften gehört die direkte Drehmomentregelung DTC. Sie ermöglicht die präzise Regelung von Drehzahl und Drehmoment ohne Istwert- Erfassung durch Sensoren und Encoder bei Fahranwendungen. Dies ermöglicht eine dynamische vektorielle Regelung von Fahr-, Katz- und Hubantrieben und reduziert die nötige Sensorik. Ausgestattet sind die Umrichter mit dem Applikationsprogramm Demag Cranecontrol. Zu den Funktionen gehören u. a. eine Bremssteuerung mit Bremsrückmeldeauswertung, Drehmomentspeicher und Systemprüfung, die Möglichkeit des Feldschwächbetriebs bei Teillast und eine Gleichlaufregelung für den Betrieb mehrerer Hubwerke. Eine weitere Funktion ist die Lastpendeldämpfung, die ebenfalls ohne Sensorik auskommt. www.demagcranes.de Reduziert auf das Wesentliche: der neue i500 Schlankes Design, skalierbare Funktionalität und außerordentlich anwenderfreundlich. Der wegweisende Inverter i500 ist so schmal gebaut, dass Sie jede Menge Platz im Schaltschrank einsparen. Dank innovativer Interaktionsmöglichkeiten ist Ihnen eine Inbetriebnahme in Rekordzeit spielend möglich. Und das Beste: Die modulare Bauweise passt sich im Handumdrehen an unterschiedliche Maschinenanforderungen an. Manchmal ist weniger mehr. Noch Fragen? Erfahren Sie mehr auf der SPS IPC Drives 2016 in Halle 1, Stand H360 oder auf www.Lenze.com So einfach ist das.

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