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antriebstechnik 11/2015

antriebstechnik 11/2015

DREHGEBER tiert das

DREHGEBER tiert das äußere Teil und die Signale stehen am inneren Teil zur Verfügung. Eine optionale A-D-Wandler-Elektronik für die Digitalisierung der Resolversignale muss nicht am Resolver vor Ort und damit exponiert angebracht sein. Denn die Datenerfassung durch den Resolver und besagte Signalaufbereitung der Elektronik müssen nicht zwingend eine Einheit bilden, sondern können vielmehr bis zu 500 m von einander entfernt angeordnet sein. Das ist bspw. in extremen Umgebungen wie Hoch- und Tieftemperaturbereichen, bei hohen elektromagnetischen Belastungen oder bei hohen Erschütterungen von Vorteil. So können sie selbst widrigste Bedingungen wie extreme Einsatztemperaturen und raue Umweltbedingungen bewältigen. Erschütterungen bis 500 g und Vibrationen bis 100 g können ihnen ebenso wenig anhaben wie Staub, Feuchtigkeit, Öle und andere Flüssigkeiten. Schon in der Standardausführung sind Resolver über einem Temperaturbereich von -55 bis 155 °C einsetzbar, bei Verwendung entsprechend geeigneter Materialien sind mit gewissen Einschränkungen aber auch Temperaturbereiche zwischen -200 bzw. und über 200 °C möglich. Mit seinen sogenannten „vergossenen“ Resolvern, bei denen alle Litzen und Wicklungen unter einer Kunstharz-Schicht liegen, besitzt das Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal. Sie sind so in ihrer Funktionalität vor äußeren Einflüssen weitestgehend geschützt und garantieren damit eine unerreicht hohe Betriebssicherheit. Gleichzeitig bietet das Kunstharz auch Schutz gegen mechanische Beschädigungen, steigert so die Anlagenzuverlässigkeit und ist montage- freundlich. Denn ist ein Resolver beschädigt, wird es oft teuer: Zum Teil müssen ganze Anlagenteile stillgelegt werden, um Resolver samt Motoren zu tauschen. Funktionale Sicherheit gewinnt an Bedeutung Die Automatisierung von (mobilen) Arbeitsmaschinen nimmt zu, ebenso die Anforderungen an ihre Sicherheit, denn Maschinen arbeiten heute schneller, effizienter und vielseitiger. Doch mit zunehmender Komplexität elektronischer Systeme steigt auch die Zahl der Fehlermöglichkeiten. Die Sicherheit von Maschinen, Anlagen und Systemen ist von der korrekten Funktion ihrer elektronischen Steuerungen und der damit verbundenen Komponenten abhängig. Fehler der Steuerung können zu gefährlichen Situationen führen, die Personen und Investitionen gefährden. Um diese Gefahr möglichst auszuschließen, müssen Steuerungen besondere Anforderungen auch im Hinblick auf ihre funktionale Sicherheit erfüllen. Resolver können durch ihr Mess prinzip per se hohe Ausfallsicherheit bieten oder z. B. als redundantes Messmittel die Ausfallsicherheit eines Systems weiter erhöhen. Seit einiger Zeit finden auch Tandem-Resolver als klassisch redundanter Aufbau ihre Anwendung bei meist sicherheitsre levanten Einsatzbereichen. Dabei werden zwei voneinander unabhängig arbeitende Resolver mechanisch zu einem System zusammengefasst. Das Unternehmen bietet nicht nur Resolver „von der Stange“, sondern entwickelt diese auch gemeinsam mit den Anwendern, um deren individuelle Anforderungen speziell für den Einsatzbereich in der mobilen Automation zu erfüllen, z. B. Resolver mit erhöhter Schutzart (bis IP68), Kabeln, Steckern, Gehäusen, besonderen Wellenanschlüssen und besonderen Statorprofilen. Mit Zusatzplatinen können Resolver auch „busfähig“ gemacht werden. Einsatzbereiche in der mobilen Automation Die Resolvertechnik von LTN wird in der mobilen Automation im Bereich der genauen Winkel- und Längenerfassung eingesetzt, bspw. bei Kranauslegern, Arbeitsplattformen mit Hubfunktion, Bohrgeräten und Greifern im Tunnel- und Bergbau, bei Mobilkränen und Baggern, im Straßen- und Schienenbau, bei Hafen- und Schiffskränen sowie bei Holz-Harvestern und anderen Land- und Forstmaschinen. Eine andere Standardanwendung ist die Steuerung von Servoantrieben, die fein aufeinander abgestimmt agieren müssen. Bei sogenannten STS-Kränen („Ship-To- Shore“) in Häfen müssen z. B. mehrere Elektro antriebe eines Kranes reibungslos zusammenarbeiten, damit das Löschen der Ladung von Containerschiffen rasch und sicher vonstattengeht. Der Resolver meldet dabei die jeweilige Arbeitsposition und Geschwindigkeit des Elektromotors an die Steuerung zurück, die die Gesamtkoordination übernimmt. Auch bei der Hybridantriebregelung, z. B. für schwere Lkw im Tagebau, kommen heute Resolver des Unternehmens zum Einsatz. Ein im optimalen Drehzahl- und Lastbereich betriebener Dieselmotor treibt einen Generator an, dieser versorgt wiederum starke Servomotoren für den Radantrieb. Resolver dienen als Rückmeldesystem für die Antriebsmotoren zur Lastverteilung. Durch diese Antriebsart lässt sich der Dieselverbrauch signifikant senken, was bei den hohen Verbräuchen solcher Fahrzeuge von zentraler Bedeutung ist. Fotos: Aufmacherbild und Bild 02: Fotolia www.ltn.de 02 Bei Holz-Harvestern sowie anderen Land- und Forstmaschinen wird die Resolvertechnik eingesetzt, um Winkel und Längen genau erfassen zu können

Kann der ABB Industrial Drive einen Elefanten sicher durch einen Porzellanladen manövrieren? Sicher. Die direkte Drehmomentregelung ist das hochentwickeltste Verfahren zur Motorregelung. Aber wie präzise und schnell ist sie wirklich? Der Industrial Drive ACS880 muss einen sechs Tonnen schweren Elefanten auffangen und hat nach dem Lösen der mechanischen Bremse nur wenige Millisekunden Reaktionszeit. Schauen Sie sich unter www.abb.de/acs880-challenge den Test an.

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