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antriebstechnik 11/2015

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SPS IPC DRIVES

SPS IPC DRIVES 2015 Der große Weltraum Frühlingsputz Elektromotoren und Planetengetriebe genügen höchsten Ansprüchen im All Stefan Roschi, Karen Whittaker Sie dienen der Kommunikation, Wettervorhersage oder Forschung. Satelliten machen unser Leben besser. Doch es gibt bald zu viele von ihnen, und eine Entsorgung ist schwierig. Möglich, dass sie in Zukunft einfach davonsegeln. Karen Whittaker, ist im Marketing tätig bei Maxon Motor UK in Finchampstead/UK Stefan Roschi ist Senior Editor bei der Maxon Motor AG in Sachseln/Schweiz 44 antriebstechnik 11/2015

SPS IPC DRIVES 2015 Im All wird es eng. Immer mehr Satelliten bewegen sich in der erdnahen Umlaufbahn. Hinzu kommen tausende Trümmerteile von ausgedienten Vorgängern oder Raketen. Die Gefahr von Kollisionen und damit von Schäden in Millionenhöhe nimmt rapide zu. Kein Wunder, dass sich die Europäische Weltraumbehörde ESA an einer Konferenz über Weltraumschutt das Ziel gesetzt hat, Trümmer vom Himmel zu holen und Forschungen auf dem Gebiet des Deorbiting (das Zurückholen eines Objekts aus seiner Umlaufbahn) von Satelliten zu unterstützen. Eine mögliche Lösung kommt aus Großbritannien vom Zentrum für Weltraumwissenschaften an der Universität von Surrey (SSC). Die Idee ist simpel: Große Segel sollen Satelliten künftig nach dem Ende ihrer Mission innerhalb von 25 Jahren Richtung Erde ziehen, wo sie verglühen. Das Segel nutzt dabei den Widerstand der restlichen Atmosphäre, der in bis zu 600 km Höhe vorhanden ist. Karbonausleger stabilisieren das Segel Das in Surrey entwickelte Segel namens Inflatesail ist 5 x 5 m groß und besteht aus 01 Ein Prototyp der Segel-Ausfahrvorrichtung einer Hochleistungs-Kunststofffolie. Das Segelmodul ist kleiner als eine Schuhschachtel und wiegt nur 2 kg. Doch die Technik muss nicht nur leicht sein, sondern auch günstig und vor allem robust. Schließlich ist sie nicht Teil des eigentlichen Missionsziels des Satelliten. Erst wenn dieser seinen Geist aufgibt – also nach 10 bis 20 Jahren – kommt das Inflatesail zum Zug. Dann passiert Folgendes: Zuerst entfaltet sich ein kleiner aufblasbarer Mast. Danach wird das Segel mittels vier Karbonauslegern ausgefahren, die für Stabilität sorgen. Einmal entfaltet, zieht das Segel den Satelliten nach und nach näher zur Erde, bis dieser abstürzt und in der Atmosphäre verglüht. Mit dieser Technik, so glauben die Ingenieure, können bis zu 700 kg schwere Objekte vom Himmel geholt werden. EIN MEISTERSTÜCK DER PRÄZISION UND ZUVERLÄSSIGKEIT SIGMA-7 – DIE SERVOANTRIEBE DER NÄCHSTEN GENERATION Mit Sigma-7 beginnt ein neues Zeitalter der Automatisierung. Bahnbrechende Präzision, hohe Leistungsdichte und meisterhafte Zuverlässigkeit ermöglichen maximalen Maschinenausstoß. Wie in einem Uhrwerk greifen hier alle Features perfekt ineinander: Vibrationsunterdrückung, automatische Lastanpassung und 24-Bit-Absolute-Encoder. Und dank integrierter Autotuningfunktionen und Presets gelingt die Inbetriebnahme im Handumdrehen. Live auf der SPS IPC Drives, Nürnberg Halle 1, Stand 310, 24.11. bis 26.11.2015 www.yaskawa.eu.com

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