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antriebstechnik 10/2019

antriebstechnik 10/2019

ELEKTROMOTOREN können

ELEKTROMOTOREN können zukünftig mit der neuen Inbetriebnahmesoftware „Drive Assistant 5“ den digitalen Eingängen Funktionen wie Festdrehzahlen, vorgegebene Positionen oder Werte für die Strombegrenzung zugeordnet werden. Da die Ansteuerung über die digitalen Eingänge (I/O) geschieht, wird diese Ausführung als dMove IO bezeichnet. Sollte eine noch höhere Flexibilität erforderlich sein, können dMove CO-Motoren über eine CANopen-Schnittstelle als Slave angesteuert werden. Falls kein hochauflösender Geber erforderlich ist, ist es damit in vielen Fällen auch möglich, bisherige BG 65 CI Motoren zu ersetzen. 02 Um dem Spagat zwischen Kosten und Funktionalität Rechnung zu tragen, wird es innerhalb der Plattform zwei Ausprägungen geben n dPro – Kunden, die SPS-Funktionen ganz oder teilweise auf den Motor auslagern wollen, finden ihre Lösung bei dPro-Antrieben. Auch für Interpolation, Kommunikation über Industrial Ethernet, ruckoptimierte Rampen, Absolutwertgeber und High-end-Motion- Funktionen werden dPro-Antriebe eingesetzt. Die Entwicklung der Motor Control Platform ist inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Um mit dem Vergleich des fahrenden Zuges zu sprechen, wurden die neuen Räder nach den bisherigen Erfahrungen und künftigen Herausforderungen ausgelegt, bis ins Detail qualifiziert, getestet und der Umbau vorbereitet. Nach und nach werden nun alle Räder ausgetauscht. Auf die DC- Servomotoren übertragen bedeutet das: Die Produkteinführung kann beginnen. ERSTE TYPEN BEREITS VERFÜGBAR Bereits jetzt verfügbar ist der BG 95 dPro. Ein mit 3,9 kW sehr leistungsstarker Motor mit integrierter Elektronik, der mit der „dPro“-Ausprägung den maximalen Funktionsumfang bietet. Er kann als Slave im CANopen-Netzwerk betrieben, ohne Kommunikationsschnittstelle direkt über digitale Eingänge angesteuert oder – ähnlich einer SPS – frei programmiert werden. Schon jetzt hat der BG 95 dPro bewiesen, dass sich das Konzept der neuen Motor Control Platform in der Praxis bewährt. In vollautomatischen Intralogistikanwendungen, in elektromechanischen Pressen, in mechanischen Prüfgeräten, in Türantrieben, in Spezialpumpen und in vielen weiteren Anwendungen konnten die Anforderungen erfüllt werden. Als nächstes werden die Produkte BG 65 dMove und BG 66 dMove ausgerollt. Diese beiden DC-Servomotor Baureihen haben die gleiche Baugröße, aber unterschiedliche Abgabeleistungen. Der BG 65 liegt im Bereich 120 W Dauer- und 260 W Spitzenleistung. Durch gesinterte Neodym Magnete liegt der BG 66 im Bereich 240 W Dauerleistung und über 445 W Spitzenleistung. Bei diesen Baureihen konnte zum ersten Mal die Modularität der Motor Control Platform voll ausgeschöpft werden. Sowohl Software- als auch Hardwaremodule aus der dPro-Reihe konnten gezielt weggelassen werden, um einen einfach zu bedienenden und wirtschaftlich attraktiven Motor auf den Markt bringen zu können. Ersetzen werden BG 65 und BG 66 dMove mittelfristig vor allem den hunderttausendfach gebauten Dunkermotoren Klassiker BG 65 SI. Neben der Grundfunktionalität, nämlich der Drehzahlregelung, MODULARES BAUKASTENSYSTEM Die Modularität endet aber nicht bei der Motorelektronik. Auch Getriebe, Encoder und Bremsen aus dem modularen Baukastensystem von Dunkermotoren machen aus einem DC-Servomotor einen DC-Servoantrieb. Die Elektronik kann sich ideal an die Erweiterungskomponenten anpassen und so den kompletten Antrieb und die Applikation vor kritischen Betriebszuständen schützen. Ausgefeilte Algorithmen sorgen dafür, dass die Antriebe für eine bestimmte Zeit um ein mehrfaches der Dauerabgabeleistung überlastet werden können, aber dennoch keinen Schaden nehmen. Damit ist Dunkermotoren optimal darauf vorbereitet, die neue Generation von DC-Servomotoren weiter auszurollen. Fotos: Dunkermotoren GmbH www.dunkermotoren.de DIE IDEE „Auch ein gutes und erfolgreiches Produkt ist irgendwann nicht mehr auf dem Stand der Technik. Die Idee hinter der Entwicklung einer neuen Motor Control Platform war, nicht einfach die alten Produkte zu überarbeiten, sondern die Anforderungen an bisherige Produkte zu identifizieren, zu clustern und auf dieser Basis disruptiv eine völlig neue modulare Plattform zu schaffen.“ Michael Burgert, Product Manager Brushless DC Motors, Dunkermotoren GmbH 64 antriebstechnik 2019/10 www.antriebstechnik.de

MARKTPLATZ MINIATUR-KUGELGEWINDETRIEBE FÜR DAS HIGH-END Um nicht direkt messbare Kenngrößen von Miniatur-Kugelgewindetrieben zu bestimmen, hat Steinmeyer einen Prüfstand entwickelt. Auf ihm werden montierte Baugruppen aus Spindel und Mutter geprüft. Dazu wird die Mutter in einem Schlitten verdrehsicher arretiert und die Spindel über eine Spannzange angetrieben. Dann wird präzise die Position des Schlittens erfasst und durch den Bezug auf Position und Winkellage die Steigung bestimmt. Die Messung erfolgt im Vor- und Rückhub und beide Kurven werden überlagert dargestellt. Dabei lassen Hysterese und Umkehrspiel auf die Vorspannung, Laufeigenschaften und damit auch auf das Erreichen der Lebensdauer schließen. Ein hochwertiger Miniatur-Kugelgewindetrieb weist bei einer Umdrehung einen maximalen Fehler von lediglich ca. 0,5 µm auf. Der Prüfstand kommt vor allem bei High-end-Miniatur-Kugelgewindetrieben für die optische Industrie sowie bei der Entwicklung neuer Miniatur-Kugelgewindetrieb-Modelle zum Einsatz. www.steinmeyer.com ABSOLUTE POSITIONIERUNG MIT NUR EINEM SENSOR Das Positioniersystem SafePXV von Pepperl+Fuchs ermöglicht eine sichere Absolut- Positionierung nach SIL 3/PL e mit nur einem Sensor. Die neue Sicherheits-Technologie kombiniert einen 2D-Lesekopf mit einem dreifarbigen DataMatrix-Codeband. Das spezielle Codeband enthält zwei sich überlagernde DataMatrix-Codes in rot und blau. Der 2D-Lesekopf ist mit zwei ebenfalls roten und blauen LED-Ringen ausgestattet. Diese werden separat aktiviert und lesen dann je nur einen DataMatrix-Code aus. Als Ergebnis folgt immer eine SIL 3/PL e-Absolut-Position. Das System eignet sich z. B. für Elektrohängebahnen, Regalbediengeräte in der Lager- und Fördertechnik, Drehtische im Maschinenbau, für den Aufzugsbau und für Windräder. Das Codeband wird in passender Länge geliefert und muss einfach aufgeklebt werden. Anschließend wird der Lesekopf grob darauf ausgerichtet. Die weitere Parametrierung erfolgt mit der Profinet-GSDML-Datei direkt über die Sicherheitssteuerung. www.pepperl-fuchs.com GEHÄUSELAGER-BAUREIHE NACH JIS-STANDARD NSK erweitert die Gehäuselager-Baureihe Self-Lube um Einheiten, die dem JIS-Standard (Japanese Industrial Standard) entsprechen. Die J-Line-Lagereinheiten sind in den sechs gängigsten Gehäusetypen mit Bohrungsdurchmessern von 12 bis 90 mm verfügbar. Sie eignen sich u. a. für den Einsatz in Landmaschinen, Anlagen der Zement- und Baustoffindustrie, in der Lebensmittel- und Verpackungstechnik sowie in den Bereichen Handling und Automation. Mit der Serie führt der Hersteller auch ein neues Verpackungsdesign auf dem europäischen Markt ein. Die Lagerauswahl wird in einem neuen Wälzlagerkatalog vorgestellt, der das gesamte Programm der Self-Lube-Lagereinheiten und der J-Line-Baureihe enthält. Dieser Katalog steht in englischer Sprache auf der NSK-Homepage zum Download bereit. www.nskeurope.de PASSGENAUE WELLE-NABE-VERBINDUNGEN Für Anwendungen, die auf eine spielfreie Übertragung der Drehmomente angewiesen sind, bietet KBK Spannsätze und Schrumpfscheiben an. Die Welle-Nabe-Verbindungen decken alle Standards bei Innen- und Außenspannsätzen ab und können auch individuell angefertigt werden. Für die Verbindung von Naben mit mehrfach abgesetzten Wellen gibt es den selbstzentrierenden Spannsatz KBS15. Bei ihm lässt sich der Innendurchmesser durch Austausch des Innenrings variieren. Ein Bund verhindert eine Axialverschiebung beim Einbau. Höchste Drehmomente bis 1 247 000 Nm können die selbstzentrierenden dreiteiligen Spannsätze KBS18 übertragen. Sie eignen sich für den Einsatz in Steinbrechern, Holzbearbeitungsmaschinen und großen Bandantrieben. Wenn Hohlwellen auf eine Welle gespannt werden sollen, ist die Schrumpfscheibe KBS19 geeignet. Sie erzeugt eine spielfreie Verbindung, indem sie die Nabe auf die Welle presst. So kann kein Schmutz eindringen, und Spaltkorrosion wird verhindert. www.kbk-antriebstechnik.de RZ_Duboschweitzer_Anzeige_94x66_Kampagne-2019.pdf 1 05.02.19 11:19 www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2019/10 65 DUBOSCHWEITZER.indd 1 13.09.2019 10:57:32

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