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antriebstechnik 10/2019

antriebstechnik 10/2019

ELEKTROMOTOREN

ELEKTROMOTOREN SERVOMOTOREN WIE MÜSSEN ZUKUNFTSSICHERE SERVOMOTOREN KONZIPIERT SEIN? Um auch künftig neue Funktionen verfügbar zu machen, steht bei der Entwicklung von zukunftssicheren Servomotoren Flexibilität im Vordergrund – und zwar bei Soft- und Hardware. So entstand eine „Motor Control Platform“, die nicht nur bisherige Funktionen abbildet, sondern auch sehr flexibel auf neue Anforderungen reagieren kann. Michael Burgert ist Produktmanager Brushless DC Motors bei der Dunkermotoren GmbH in Bonndorf Dunkermotoren stellt sich der Aufgabe, einem Zug in voller Fahrt die Räder zu wechseln. Das ist zwar nur sinnbildlich gemeint, zeigt aber, welche Herausforderungen bewältigt werden müssen, um weiterhin vorneweg zu fahren und zukünftig die Geschwindigkeit noch weiter erhöhen zu können. Mit den Rädern sind die Software und die Hardware eines DC-Servomotors gemeint. Ohne sie bewegt sich kein Servomotor und auf ihnen ruht die gesamte Funktionalität des Antriebes. Ausgetauscht werden also Kernkomponenten bei laufend hoher Nachfrage. Und hier beginnt die Herausforderung: Rückwärtskompatibilität muss garantiert werden, gleichzeitig müssen die Antriebe neue Features aufweisen, damit diese auch noch in mehreren Jahren dem Stand der Technik entsprechen. Das ist eine Aufgabe, der sich Hersteller immer wieder stellen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. FEATURES AUS ZWEI JAHRZEHNTEN ENTWICKLUNG Schon seit ca. 20 Jahren entwickelt und produziert Dunkermotoren integrierte DC-Servomotoren auf Basis bürstenloser Gleichstrommotoren. In dieser Zeit wurde eine Vielzahl von Funktionen erstellt, weiterentwickelt und optimiert. All diese vorhandenen Funktionen – 62 antriebstechnik 2019/10 www.antriebstechnik.de

die inzwischen „Features“ heißen – wurden in einem ersten Schritt unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich auf eindrucksvolle Weise, wie umfangreich eine neue Motorbasis sein muss. Die Forderungen vieler hundert Kunden sind in bisherige Entwicklungen eingeflossen und mussten in einer neuen Welt abgebildet werden. Doch werden alle diese Features noch benötigt oder können inzwischen neue Features auch die Ursprünglichen ersetzen? Wie bereiten wir uns zukünftig auf neu geforderte Features vor? Diese Fragestellung hat zu einer neuen Denkweise geführt. Weg von einem starren System, in dem eine Funktion nach der anderen hinzukommt, hin zu einem modularen System, bei dem Features nach Bedarf kombiniert werden können. Abgebildet wurde dieses System nicht nur in der Software, sondern auch für die Hardware. Flexibilität stellte sich bei dieser Entwicklung in den Vordergrund. So entstand die Motor Control Platform, die zum einen alle bisherigen Funktionen abbildet und zum anderen höchst flexibel auf neue Anforderungen reagieren kann. ZUKUNFTSSICHERE PLATTFORM ENTWICKELT Es wurde die neueste Generation von 32 Bit Prozessoren gewählt, um eine zukunftssichere Plattform zu schaffen. Damit können bisherige Funktionen noch effektiver genutzt und neue, bisher nicht mögliche Funktionen eingeführt werden. Elektronische Typenschilder sind dabei nur der Anfang. Diese zeigen neben den Motordaten auch die des Gesamt antriebes, inklusive Getriebe, Geber und Bremsen an. Möglich werden zukünftig auch Antriebe mit Funktionaler Sicherheit, viele Ausprägungen des hoch performanten Indus trial Ethernet oder die freie Zuordnung digitaler Einund Ausgänge, schnelle Ein- und Ausgänge für Encoder-Signale und das Ganze voll integriert im Motorgehäuse. Und wer soll das bezahlen? Schließlich steht Dunkermotoren bisher auch für sehr wirtschaftliche Antriebe. Dieser Spagat zwischen Kosten und Funktionalität wurde erkannt und floss entsprechend in die Plattform-Entwicklung mit ein. So wird es künftig zwei Ausprägungen geben: n dMove – auf Wirtschaftlichkeit getrimmt können dMove-Antriebe die Drehzahl regeln, ohne hochauflösenden Geber positionieren und den digitalen Ein- und Ausgängen können Funktionen zugeordnet werden. Selbst CANopen Kommunikation mit Profil CiA 402 ist möglich, auf Wunsch auch über die weniger anspruchsvolle Kommunikation per RS 485-Schnittstelle. Ab sofort erhältlich! Das Handbuch zur Schwingungs- Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen Condition Monitoring Praxis 01 Die Motorsteuerung ist nicht nur mit aktuellen Features ausgestattet sondern auch offen für künftige Erweiterungen Das ultimative Know-How für die Instandhaltung. Aus der Praxis – für die Praxis! Bestellen Sie Condition Monitoring Praxis in unserem Shop für nur 46 Euro unter: shop.engineering-news.net

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