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antriebstechnik 10/2015

antriebstechnik 10/2015

FVA AKTUELL Wälzfräsen

FVA AKTUELL Wälzfräsen von Großverzahnungen mit Werkzeugen aus PM-HSS Ziel dieses Vorhabens war die Ermittlung von Prozessparametern für die wirtschaftliche Bearbeitung von Großverzahnungen im Wälzfräsprozess mit PM-HSS Werkzeugen. In theoretischen Prozessanalysen wurden die Einflüsse verschiedener Prozesseinstellgrößen auf die Zerspanbedingungen im Prozess untersucht. Während der Axialvorschub und die Spannnuten-zahl im Prozess einen Einfluss auf die maximale Spanungs dicke im Prozess haben, sind größere Änderungen der maximalen Schnittbogenlänge mit konstantem Werkzeug und Werkstück nur durch eine Reduktion der Tauchtiefe und somit durch Forschungsvorhaben FVA 576 II eine Mehrschnittstrategie möglich. IGF-Nr. 17401-N In Zerspanuntersuchungen wurde das Einsatzverhalten der Werkzeuge bei der Zerspanung von Planetenrädern der Moduln m n = 11 mm und 16 mm untersucht. In einem Industrieversuch ohne Shiftbewegung des Wälzfräsers wurde die Schnittbogenlänge als dominanter Parameter für den auftretenden Freiflächenverschleiß identifiziert. Weitere Zerspanversuche wurden im Schlagzahnversuch durchgeführt. In diesen Untersuchungen wurde ein Potenzial für große Leistungssteigerungen durch große Vorschubwerte aufgezeigt. Auch eine Steigerung der Schnittgeschwindigkeit weist erst ab v c = 75 m/min einen Einfluss auf die Standzeiten im Prozess auf. Weiterhin führt eine reduzierte Oberflächenrauheit der Werkzeuge zu einer deutlichen Steigerung der Standlänge. Eine Zweischnitt-Strategie führt bei vergleichbaren Zerspanbedingungen zu geringeren Standlängen der Werkzeuge. Eine Bearbeitung in zwei Schnitten ist daher nicht sinnvoll, soweit sie nicht zum Erreichen der Bauteilqualität oder aufgrund der Spanräume im Werkzeug notwendig ist. Beim Einsatz von Räumzahnwerkzeugen wurde ein negativer Einfluss von Spanbrechernuten auf die Standlänge der einzelnen Schneiden beobachtet. Um den Vorteil der Spanbrechernuten in Bezug auf den benötigten Spanraum ohne Einbußen der Standlänge der einzelnen Zähne nutzbar zu machen, sind weitere Untersuchungen zum Einfluss der Position und der Gestaltung dieser Geometrien notwendig. Kontakt: Peter Exner, Tel 069-6603-1610 Modelierung von Lithium-Plating Im Rahmen dieses Projektes wurde das sogenannte Lithium- Plating auf der Anode untersucht, das sowohl für die Alterung in Bezug auf die verfügbare Kapazität, aber auch in Bezug auf Sicherheitsaspekte von besonderer Bedeutung ist. Ziel des Projekts war, ein vertieftes Verständnis von Lithium-Plating in Lithium-Ionen Batterien aufzubauen. Zum einen wurden experimentelle Untersuchungen an verschiedenen Lithium- Ionen Technologien durchgeführt. Hierdurch konnten wichtige Erkenntnisse zur Abhängigkeit von Lithium-Plating von verschiedenen Betriebsstrategien, aber auch von den Zelleigenschaften gewonnen werden. Zum anderen wurde das in der Forschungsvorhaben FVA 629 II IGF-Nr. 15 LN ersten Projektphase entwickelte Simulationstool zur Simulation von Lithium- Plating auf eine am Markt erhältliche Lithium-Ionen Batterie angewendet. Es konnte ein Verfahren zur Parametrierung des Modells entwickelt werden, welches eine Anwendung auf beliebige andere Technologien ermöglicht. Hiermit steht ein Modellierungstool zur Identifikation kritischer Betriebsbedingungen und Designparameter zur Verfügung, welches an die Wunschzelle adaptiert werden kann. Das Modell wurde erfolgreich validiert und es konnten optimierte Betriebsstrategien für die betrachtete Zelle vorgeschlagen werden. Des Weiteren wurden Möglichkeiten zur Optimierung von Produktion und Design der Batterie ausgearbeitet. Auch wenn ein vollständiges Verständnis von Lithium-Plating weitere Forschungsarbeit benötigt, konnte im Rahmen des Projektes ein vertieftes Verständnis des Effekts aufgebaut werden. Die erarbeiteten Grundlagenerkenntnisse dieses Forschungsvorhabens ermöglichen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in eigenständige und/ oder kooperative Entwicklungsprojekte für Verfahren und/ oder Apparaturen zur Reduktion der Lithium-Plattierung (z. B. Ladegeräte). Weiter können relevante Impulse zur Entwicklung tieftemperaturladefähiger Aktivmaterialien oder plattierungshemmender Additive initiiert werden. Gewonnene Erkenntnisse tragen im Bereich der Zellherstellung zu robusteren Designs bei. Insbesondere für KMU ist es von beson derer Bedeutung, über in dem Projekt entwickelte Werkzeuge zu verfügen, die Aussagen über die Alterung in Abhängigkeit der Betriebsbedingungen ermöglichen, ohne dabei eine umfangreiche experimentelle Studie durchzuführen. Kontakt: Alexander Raßmann, Tel 069-6603-1820 Die IGF-Vorhaben 17401-N und 15 LN der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt Tel.: 069 / 6603-1515 E-Mail: info@fva-net.de Internet: www.fva-net.de 6 antriebstechnik 10/2015

MAGAZIN Engel Elektroantriebe hat sein neues Werk in Betrieb genommen Mit der Inbetriebnahme eines modernisierten Werksgebäudes unter neuer Adresse, mit erweitertem Maschinenpark und mit neuem Corporate Design hat sich die Engel Elektroantriebe GmbH am Standort Walluf für die Zukunft positioniert. Das Unternehmen hat sich gute Voraussetzungen für die Entwicklung neuer, hocheffizienter Motorsysteme für industrielle Anwendungen in wichtigen Wachstumsbranchen geschaffen. Eine nach den neusten Erkenntnissen des Fraunhofer Instituts IPA realisierte Fertigungslogistik, viel neue Produktionstechnik sowie ein verjüngtes Firmengesicht mit neuem Logo: Auf diesen drei Säulen ruht die Neupositio nierung des Unternehmens. „Dieser in der Geschichte des Unternehmens bisher einmalige Schritt macht uns den Weg frei für eine Positionierung als unabhängiger Premium-Hersteller bürstenloser Synchronmotoren und integrierter Antriebe für die industrielle Automation“, sagt Thomas Preußer, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens. www.engelantriebe.de Wälzlager-Standardwerk neu aufgelegt Schaeffler hat die „Wälzlagerpraxis“, das Handbuch zur Berechnung und Gestaltung von Wälzlagerungen, überarbeitet. In Zusammenarbeit mit den Vereinigten Fachverlagen erscheint es in der 4. Auflage. Neue Kapitel zeigen die Weiterentwicklung der Wälzlagertechnik u. a. in den Bereichen Mechatronik und Beschichtungen. Die Ausgabe wurde um 400 Seiten erweitert und stellt die Kernthemen rotatorischer − und jetzt auch translatorischer − Wälzlager dar. Das Buch ist seit April für 65 EUR unter www.shop.engineering-news.net erhältlich. www.schaeffler.com, www.engineering-news.net Indunorm Bewegungstechnik mit neuem Standort Die Indunorm Bewegungstechnik mit Sitz in Duisburg hat im schwäbischen Waiblingen bei Stuttgart einen weiteren Standort gegründet. Damit will das Unternehmen Anwender in Baden-Württemberg, Hessen und Bayern noch besser betreuen. Das Team um den neuen Geschäftsführer Dietmar H. Heim verantwortet zudem die neuen Laufrollenführungssysteme sowie das umfangreiche Kugelbuchsen- und Wellensortiment. Weitere Produkte sind bereits in Planung und sollen in Kürze das vorhandene Produktportfolio im Bereich der Lineartechnik ergänzen. „Wir wollen dem steigenden Anspruch an Kundennähe und Beratung gerecht werden“, sagt der 54-jährige Dietmar H. Heim, der seit Anfang des Jahres in seiner neuen Funktion tätig ist. Damit erweitert das Unternehmen die Führungsebene um Klaus-Dieter Matthes und Thomas Droste. www.indunorm.eu Hall 9, Stand 370 „20.000 Fische pro Wochenende? Kein Problem.“ Ole Petersen*, Leiter eines fischverarbeitenden Betriebes, macht keine halben Sachen und setzt in seinen Verarbeitungsanlagen deshalb auf den Automatisierungsstandard SafetyNET p. Gehen auch Sie bei Ihrer Automation auf Nummer sicher: mit SafetyNET p. Mehr Informationen über SafetyNET p finden Sie unter www.safety-network.org *Name von der Redaktion geändert

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