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antriebstechnik 1-2/2020

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antriebstechnik 1-2/2020

KUPPLUNGEN UND BREMSEN

KUPPLUNGEN UND BREMSEN TITEL Basierend auf permanenter Inspektion bietet Mayr Antriebstechnik Lösungskonzepte für die vorausschauende Wartung elektromagnetischer Sicherheitsbremsen. Denn diese Bremsen sind prädestinierte Komponenten für die Sicherheit und Anlagenverfügbarkeit und lassen Rückschlüsse auf den Anlagenbetrieb für eine planbare Wartung zu. Im Fokus steht dabei das Modul Roba-brakechecker, das die Bremsen nicht nur sensorlos überwachen und versorgen kann. In einer erweiterten Ausführung liefert es darüber hinaus auch Daten und sorgt so für intelligente Sicherheit. Damit sind jetzt auch Verläufe auswertbar, Auffälligkeiten im Bearbeitungsprozess lassen sich schnell erkennen und somit Schlüsse aus komplexen Zusammenhängen ziehen. Für Anwender bedeutet das eine planbare und kosteneffektive Wartung und maximale Anlagenverfügbarkeit. Das Modul Roba-brake-checker arbeitet ohne Sensoren. Es erkennt durch eine erweiterte Analyse von Strom und Spannung die Bewegung der Ankerscheibe und weiß, in welchem Zustand sich die Bremse befindet. Der Roba-brake-checker überwacht neben Schaltzustand, Temperatur und Verschleiß auch auf Zugweg- oder Zugkraftreserve, also ob der Magnet noch in der Lage ist, die Ankerscheibe anzuziehen. Mit dem Modul werden somit jetzt bei der Überwachung deutlich mehr Parameter als mit Mikro schaltern und Initiatoren abgebildet. Bei Erreichen der Zugkraftreserve sendet der Roba-brakechecker so frühzeitig ein Warnsignal, dass noch eine gewisse Betriebszeit der Bremse möglich ist. Andreas Merz, Produktmanager, erläutert, wie dies vonstattengeht. 01 Roba-brake-checker: sensorloses, vernetztes Bremsenmonitoring für eine effiziente und vorausschauende Maschinenwartung 02 Basierend auf permanenter Inspektion bietet Mayr Antriebstechnik Lösungskonzepte für die vorausschauende Wartung elektromagnetischer Sicherheitsbremsen DIE IDEE „Mit dem Modul Roba-brake-checker können Daten generiert werden zu Schaltzeit, Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und relativem Anzugsstrom. Dies lässt beispielsweise Rückschlüsse auf kritische Betriebszustände der Bremse zu. In Zusammenarbeit mit dem Kunden werden die ausgegebenen Daten projektbezogen auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung in dessen Auswertesystem integriert. Aus diesen Informationen lassen sich Handlungsempfehlungen für Wartung und Konstruktion ableiten.“ Andreas Merz, Produktmanager, Chr. Mayr GmbH + Co. KG Herr Merz, welche Daten generiert das Modul Roba-brakechecker durch die erweiterte Analyse von Strom und Spannung? Mit dem Modul Roba-brake-checker können Daten generiert werden zu Schaltzeit, Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und relativem Anzugsstrom. Dies lässt Rückschlüsse auf kritische Betriebszustände der Bremse zu. Lässt sich beim Widerstand ein Anstieg beobachten, so lässt dies Rückschlüsse auf die Spulentemperatur zu, die ebenfalls steigt. Wird die Temperatur zu hoch, kann die Bremse unter Umständen nicht mehr lüften. Steigen gleich zeitig Trennzeit (Lüften der Bremse) und Anzugsstrom deutet dies hin auf Verschleiß. Mehr Daten für mehr Sicherheit: Warum stellen diese Daten einen Mehrwert für den Kunden da und wie wird dieses Wissen nutzbar? In der erweiterten Ausführung ist das Modul mit einer zusätzlichen Platine mit kundenspezifischer Schnittstelle (zum Beispiel optisch, Wlan, IO-Link, OPC UA, etc.) ausgestattet. Über ein Auswertungsprogramm sieht der Kunde, ob alles passt oder wenn es etwas zu tun gibt. In Zusammenarbeit mit dem Kunden werden die ausgegebenen Daten projektbezogen auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung in dessen Auswertesystem integriert. Dies bietet einen deutlichen Mehrwert. Wird zum Beispiel die Grenztemperatur erreicht, ist dies ein Hinweis auf eine Schädigung der Bremse, auf Bremsenausfall oder gar eine falsche Auslegung. Der Roba-brake-checker zeigt zudem, wenn kritische Verschleiß­ 14 antriebstechnik 2020/1-2 www.antriebstechnik.de

TITEL KUPPLUNGEN UND BREMSEN 01 02 werte erreicht werden. Dadurch ist eine vorbeugende Wartung möglich. Dies sorgt wiederum für eine höhere Anlagenverfügbarkeit. Darüber hinaus ermöglicht die Datenausgabe über eine entsprechende Schnittstelle auch die Integration in ein Fernwartungssystem. Das verringert Servicezeiten und -kosten. Sichtbar sind zudem Temperaturverlauf und Veränderungen der Parameter über die Lebensdauer. Mit bisherigen Lösungen wie beispielsweise der berührungslosen Luftüberwachung sehen Anwender nur den Ausfall beziehungs weise das Zerstörungsbild, wissen aber nicht, wie der Fehler zustande gekommen ist. Mit dem Roba-brake-checker dagegen, werden Verläufe sichtbar und Fehleranalysen sind nutzbar beziehungsweise auch übertragbar auf andere Anlagen eines Anwenders. All diese Daten aus Störung und Normalbetrieb liefern damit wertvollen Input für zukünftige Verbesserungen und Optimierungen. Was ist mit dem Roba-brake-checker jenseits von Wartungsempfehlungen möglich? Die Überwachung der Zugweg- oder Zugkraftreserve, also ob der Magnet noch in der Lage ist, die Ankerscheibe anzuziehen, dient der Risiko bewertung, ebenso wie die Überwachung der Schalt zeiten. Veränderungen der Schaltzeiten haben Auswirkungen auf den Bremsweg. Gerade auch bei vertikalen Achsen sind kurze Anhaltewege und -zeiten wichtig. Entscheidend für den Bremsweg sind dabei die Schaltzeiten der Bremse. Denn in der Zeit des freien Falls bis die Bremse schließt und die Verzögerung einsetzt, beschleunigt sich die Masse zusätzlich – unter Umständen so extrem, dass die zulässigen Werte der Bremse überschritten werden. Die projektierten Schaltzeiten müssen über die gesamte Lebensdauer der Bremse eingehalten werden. Dafür leistet der Roba-brake-checker eine zuverlässige Schalt zustandskontrolle. Mit Ihrer Lösung unterstützen Sie Anwender bei dem Schritt zur Maschinen-Instandhaltung von morgen. Welchen Aufwand bedeutet das für den Anwender selbst? Wir bieten mit dem Roba-brake-checker als einziges Unternehmen im Standard eine intelligente Lösung für die sensorlose Überwachung elektromagnetischer Bremsen an. Anwender können das Modul einfach und schnell in Maschinen und Anlagen integrieren, ohne Veränderungen am Umrichter oder der Steuerung vornehmen zu müssen. Auch in bestehenden Anlagen lassen sich unsere Bremsen problemlos nachrüsten, es ist lediglich eine geringe Änderung an der Verkabelung erforderlich. Anwender gehen damit kein Risiko ein, weil sie Grenzwerte und Daten nicht selbst validieren müssen. Wir liefern den Roba-brakechecker einbaufertig und testen alle Werte vorher ab. Für den Anwender bedeutet das sozusagen eine „Plug-and-play-Lösung“. Ausführungen mit erweitertem Datenaustausch werden projektbezogen in engem Kontakt mit den Kunden abgestimmt. In Zukunft werden wir das Modul in einem neuen, modernen und funktionalen Design anbieten. Fotos: Aufmacher: shutterstock/Gorodenkoff; sonst.: Chr. Mayr GmbH + Co. KG www.mayr.com www.antriebstechnik.de antriebstechnik 2020/1-2 15

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