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antriebstechnik 1-2/2018

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DRIVES GOING GLOBAL I

DRIVES GOING GLOBAL I SPECIAL „Wir schaffen Produktideen für die USA.“ Markus Sandhöfner ist Geschäftsführer von B&R Deutschland in Bad Homburg 03 Die B&R Servo-Antriebe in der Maschine kommunizieren über Powerlink ter Langzeit-Nachhaltigkeit und senkt so die Fälle von Programmierfehlern, was wiede rum Stillstandzeiten reduziert und den Zeit- und Geldbedarf für die Softwareentwicklung senkt. „Die Verwendung von Automation Studio hilft uns, die Integration von Maschinenund Robotersteuerung entlang der Linie wesentlich zu verbessern“, erklärt Zurlinden. „Es erleichtert nicht nur den Technikern von Pro Pack das Leben, sondern auch dem Maschinenbetreiber.“ Wird ein Roboter allein in eine Arbeitszelle gestellt, ist der Integrationsgrad oft sehr begrenzt und kann mehrere Schaltschränke mit unterschiedlichen elektrischen Komponenten und einem HMI speziell für den Roboter nach sich ziehen. Das begrenzt die Fähigkeit des Entwicklers, den Betreibern nützliche Diagnosedaten zur Verfügung zu stellen. Mit einem wirklich integrierten Systemansatz andererseits werden den Roboter betreffende Alarme und Fehlermeldungen in derselben Art gehandhabt wie die jeder anderen Achse. Das führt zu durchgängig einfacher Diagnose. „Unser nächstes Projekt wird ein Palettier-Roboter für die Salat-Branche. Wegen der räumlichen Beschränkungen bestehender Produktionslinien hält dieser Markt Herausforderungen für konventionelle Palettierer bereit, wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir mit B&R als Partner diesen schon bald mit innovativen Lösungen wachrütteln werden“, schließt Zurlinden. www.br-automation.com Welche Rolle spielen die USA für B&R als Handelspartner im Vergleich zu anderen Regionen der Erde? Die USA sind nach wie vor der größte Markt weltweit im Bereich Nahrungsmittel und Getränke. Gerade diese Branche hat für B&R eine besondere Bedeutung, da hier von Automatisierungslösungen eine einfache Bedienung, exzellente Verfügbarkeit, höchste Produktivität und maximale Flexibilität im Betrieb verlangt werden. B&R ermöglicht es Maschinenbauern gerade auch in den USA, sich im Wettbewerb gegen andere Maschinenbauer erfolgreich abzuheben. Welchen Stellenwert hat in diesem Zusammenhang dann die Antriebstechnik in diesem Land? Amerikanische Konsumenten sind sehr anspruchsvoll in ihrer Erwartungshaltung an Produkte und Dienstleitungen. Auf persönliche Bedürfnisse zugeschnittene Produkte werden auch in den USA sehr stark nachgefragt. Gleichzeitig muss der Preis stimmen. Beide Anforderungen können nur in Deckung gebracht werden, wenn Maschinen schnell und flexibel zugleich sind. Kurze Maschinen-Amortisationszeiten sind nur mit modernster Antriebstechnik zu erreichen – und die bieten wir bei B&R neben unserer Servo-Antriebstechnik auch mit dem neuen Linear-Langstatormotorsystem Acopostrak. Was ist die größte Herausforderung für B&R für Ihren Standort in den USA? Die größte Herausforderung sind sicherlich die großen Entfernungen in den USA. Die USA sind etwa 30mal größer als Deutschland und überspannen vier Zeitzonen. Während der Maschinenbau in Deutschland die meisten Erwerbstätigen beschäftigt, sind Maschinenbauer in den USA nicht so stark verbreitet. Die Nähe zu unseren Kunden ist uns bei B&R sehr wichtig, lässt sich aber in den USA nicht so leicht umsetzen wie in Deutschland. Nichtsdestotrotz haben wir inzwischen ein Vertriebsnetz von über 30 B&R-Standorten in den USA erfolgreich etabliert. Was trägt B&R Deutschland zum Erfolg der Gruppe in den USA bei? Die deutschen Maschinenbauer werden in den USA als Innovationsträger gesehen. Aus den Anforderungen unserer innovativen deutschen Kunden entstehen bei B&R laufend neue Produktideen. Daraus werden Produkte für den Weltmarkt, die dann auch von Maschinenbauern in den USA erfolgreich eingesetzt werden. 36 antriebstechnik 1-2/2018

SPECIAL I DRIVES GOING GLOBAL Die Entwicklung mitbestimmen Hasso Haibach ist General Manager Deutschland bei der Timken Company in Düsseldorf Timken hat schon eine lange Erfahrung auf den internationalen Märkten. Was hat sich über die Jahre verändert? Die zunächst unverändert starke Konstante in unserem Produktportfolio ist das Kegelrollenlager. Diese bereits 1898 patentierte Erfindung war schon früh und seitdem immer wieder ein sicheres Sprungbrett in neue Märkte. Daran anknüpfend, hat sich unsere Lösungskompetenz rasch in nahezu sämtliche Bereiche der mechanischen Kraftübertragung mit Fokus auf Wälzlager ausgeweitet. Insofern bedeutete Veränderung für Timken stets forcierte Entwicklung. Das hat uns rund um den Globus überall dort etabliert, wo starke Industrien buchstäblich in Bewegung gehalten werden wollen. Derzeit ist das Tempo der globalen Marktentwicklungen hoch und das Potenzial deshalb groß. Timken hat in der Gruppe zahlreiche Industriemarken vereint. Wie profitiert der Kunde weltweit davon? Produktkomponenten. Bis in die technischen Detail-Lösungen hinein sind wir also global aufgestellt. Daraus erwächst die jederzeit umfassende und weltweite Verfügbarkeit unseres ganzheitlichen Produktportfolios. Die Konkurrenz bei Wälzlagern – gerade auch aus China – ist groß. Wie geht Ihr Unternehmen damit um? Unsere Strategie lautet: Vorsprung durch Exzellenz. Das beinhaltet zuallererst die stete kompromisslose Suche nach herausragenden Lösungen „– auf der Grundlage wir weiterhin vorne – auch dank einer für Anwender und Kunden entscheidenden Bandbreite bei den Kernprodukten der Wälzlagertechnik. Wo sehen Sie die zukünftigen Herausforderungen, um weiterhin global bestehen zu können? Unsere Herausforderung und Ambition besteht darin, wo immer es möglich ist, eine führende Position einzunehmen – nicht nur bei Kegelrollenlagern. Eine weltweit entscheidende Rolle spielen wir deshalb auch bei Reibungsmanagement ist eine technologische Basis-Disziplin. Von Timken sollen dafür immer beste Lösungen kommen. Hasso Haibach Wer sich an die Timken Company wendet, kauft für seine mitunter sehr individuelle Anwendung immer bei einem ausgewiesenen Spezialisten für exzellente Problemlösungen – ob bei der Kernmarke Timken oder den ergänzenden Spezialmarken und eines wohl einzigartigen Entwicklungsund Anwendungs-Know-hows in den Bereichen Metallurgie und Reibungsmanagement. Diesen Vorsprung gilt es gegen den weltweit zunehmenden Wettbewerb nachhaltig zu behaupten. Dann bleiben Pendelrollen-, Zylinderrollen- und Kugellagern sowie den jeweiligen Gehäuseeinheiten. Und wir behalten diesen klaren Fokus auf Wälzlager, angrenzende Produkte zur Kraftübertragung und entsprechende Serviceleistungen. z antriebstechnik 1-2/2018 37

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