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antriebstechnik 1-2/2015

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FVA AKTUELL „Die Idee

FVA AKTUELL „Die Idee hat meine Begeisterung geweckt“ FVA verleiht Dr. Andreas Maiwald den Hans-Winter-Preis – ein Interview Im Rahmen der FVA-Infotagung im Dezember 2014 in Würzburg wurde Dr. Andreas Maiwald, Geschäftsführer von Maiwald Engineering, der Hans-Winter-Preis der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA), verliehen. Chefredakteur Dirk Schaar wollte wissen, welchen Stellenwert die Auszeichnung für den Preisträger hat. Herr Dr. Maiwald, was bedeutet für Sie die Verleihung des Hans-Winter-Preis? Bereits vor nunmehr 5 Jahren, als ich das erste Mal an der FVA- Infotagung als Gast teilgenommen habe, haben dieser Preis sowie die Idee dahinter meine Begeisterung geweckt. So wie vermutlich für alle Vortragenden ist die Infotagung das Highlight des Jahres und man betreibt einen großen Aufwand um das Fachpublikum mit einem hoffentlich außerordentlichen Vortrag zu überzeugen. Daher hat der renommierte Hans-Winter-Preis eine sehr hohe Bedeutung für mich. In diesem Jahr wurde der Preis nicht für die Erforschung der Zahnflanke vergeben, sondern zum Thema Lager. Was haben Sie erforscht? Tatsächlich ging der Preis dieses Jahr zum ersten Mal an den Arbeitskreis Wälzlager. Mein Forschungsthema handelt dabei von der Problematik des Wälzlagerwanderns. Unter Wandern werden raupenartige Walkbewegungen zwischen dem Lagerring und der Anschlussgeometrie verstanden. Wälzlagerwandern kann zu Verschleiß / Passungsrost in den Lagersitzen und in dessen Folge zum Ausfall des Lagers sowie der kompletten Anlage führen und sollte daher vermieden werden. Es wurde eine Simulationsmethodik erarbeitet, mit welcher Wanderbewegungen in allen denkbaren Wälzlagerungen einfach und kostengünstig detektiert werden können. Zudem wurden diverse Abhilfemaßnahmen entwickelt, welche (bei richtiger Anwendung) das Wandern verhindern können. Wie tragen Ihre Ergebnisse dazu bei, die Antriebstechnik in der Praxis effizienter zu machen? Im Einklang mit den zunehmenden Leistungssteigerungen und höheren dynamischen Beanspruchungen mehren sich die Wanderphänomene in der Praxis. Die für die Anlagenbetreiber sowie letztlich für die Hersteller resultierenden Kosten sind häufig erheblich. Mit den erforschten Lösungen können bereits in der Konstruktionsphase wanderkritische Lager detektiert und in einen unkritischen Zustand überführt werden. Überdimensionierungen oder die kostenintensive Erprobung von Abhilfemaßnahmen können somit zukünftig vermieden werden. Gibt es bereits konkrete Anwendungen, in denen Ihre Ergebnisse zum Tragen kommen? Es wurden bereits diverse Lagerungen in bilateralen Vorhaben in einen wanderunkritischen Zustand überführt, um Schadensfälle zukünftig sicher ausschließen zu können. Aus diesem Geschäftsmodell heraus habe ich die Firma „Maiwald Engineering“ gegründet, welche sich u.a. mit dieser Thematik beschäftigt. Somit werden die Forschungsergebnisse für den Anwender direkt nutzbar gemacht. Wo sehen Sie weiteren Forschungsbedarf? Aktuell ist das Wissen zu axialen Wanderbewegungen, wie sie z. B. in schrägverzahnten Planetenrädern auftreten können, noch sehr begrenzt. Hier wird es in Zukunft noch weiterer Anstrengungen bedürfen. Kontakt: Dr.-Ing. Andreas Maiwald Maiwald Engineering Abraham-Werner-Straße 9 09117 Chemnitz www.maiwald-engineering.de Bildquelle: FVA/juergenmai.com www.fva-net.de 6 antriebstechnik 1-2/2015

FVA AKTUELL Dr. Grunau neuer FVA-Vorsitzender Im Rahmen der jährlichen Informationsveranstaltung der Forschungsvereinigung Antriebstechnik e.V. (FVA) vom 2. bis 3. Dezember in Würzburg, wurde Dr. Arbogast Grunau (links im Bild), Leiter Zentrale Entwicklung der Schaeffler AG, zum neuen Vorsitzenden des FVA-Vorstandes gewählt. Die Delegierten der FVA- Mitgliedsunternehmen sprachen Grunau, der bislang stellvertretender Vorsitzender des FVA-Vorstandes war, ihr Vertrauen aus und dankten dem Amtsvorgänger Dr. Christian Schliephack (rechts im Bild), Geschäftsführer der Reintjes GmbH, für sein langjähriges Engagement in der FVA. „Ich freue mich auf die Gestaltungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit den Akteuren des FVA-Netzwerkes, denn es gilt wichtige Themenfelder für die FVA zu bearbeiten. Dazu zählt beispielsweise die Weiterentwicklung der Forschungsbereiche zur Elektromobilität und Windkraft sowie die strategische Ausrichtung der FVA für die Zukunft“, so Grunau nach der Wahl. Ebenfalls erfreut äußerte sich Hartmut Rauen, Geschäftsführer der FVA: „Mit Dr. Grunau können wir einen Vorsitzenden begrüßen, der die FVA gut kennt und mit großer Erfahrung in Industrie und Wissenschaft ein starker Fürsprecher der industriellen Gemeinschaftsforschung ist. Für den zukünftigen Weg der FVA als führendes Innovationsnetzwerk der Antriebstechnik ist dies sehr wertvoll.“ Kontakt: Dirk Arnold, Tel 069-6603-1632 Interview mit Dr. Grunau Anbei erhalten Sie einen Einblick in das Interview mit Dr. Grunau. https://vimeo.com/117150348 Forschungsvereinigung Antriebstechnik e. V. Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt Tel.: 069 / 6603-1515 E-Mail: info@fva-net.de Internet: www.fva-net.de Motion, Drive & Automation. Wie holen sich Megatrends ihren Antrieb? Antworten finden Sie zuerst auf der MDA: Partner Country India 2015 ■ Trends der Antriebs- und Fluidtechnik ■ Innovationen und Produkt-Rollouts ■ Weltweiter Marktüberblick und Branchenevent 13.–17. April 2015 ▪ Hannover ▪ Germany hannovermesse.de

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