Aufrufe
vor 11 Monaten

antriebstechnik 1-2/2015

antriebstechnik 1-2/2015

STEUERN UND

STEUERN UND AUTOMATISIEREN Aus der Vielzahl der anschließbaren Komponenten und Systeme wird der Nutzen deutlich, der sich aus dieser Durchgängigkeit generieren lässt: Ein einziger Bus für alle Anlagenteile. Entwicklung auf Basis netX 03 Beispiel eines Netzwerks für PROFINET mit IRT und voll integrierter Roboter-Lösung tem entsprochen. Der Schlüssel hierzu ist eine besondere Betriebsart der Stäubli- CS8C-Steuerung, bei welcher die Achsen der angeschlossenen Roboter von der übergeordneten Steuerung als jeweils separate Netzwerk-Teilnehmer wahrgenommen werden. Die Steuerung wird über eine konfigurierbare PCI-Karte taktsynchron an das Kommunikationsnetzwerk Profinet der Maschine angeschlossen und bildet damit eine offene Schnittstelle zu Echtzeit- Kommunikationssystemen. Ein Roboter samt seiner Steuerung wird damit voll in die Maschine integriert. Als Konsequenz gibt es nur noch eine Bedienoberfläche und nur noch eine Programmiersprache und - umgebung, nämlich die der Maschine bzw. der Maschinensteuerung. In diesem Konzept arbeiten zwei Steuerungen in einer auf hohen Anwendernutzen ausgerichteten Arbeitsteilung zusammen: 04 CS8C-Steuerung erkennt Achsen der Roboter als einzelne Netzwerk-Teilnehmer Die übergeordnete Maschinensteuerung übernimmt v. a. die Funktionen Applikation, Bahnplanung, Sollpositionen und Fahrbefehle, während sich uniVAL Drive als Sub- Steuerung auf die Regelalgorithmen der Achsen wie Synchronisation oder logische Achsentkopplung sowie die Motoransteuerung und Antriebe konzentriert. So werden die besonderen Stärken beider Steuerungen zum Nutzen des Anwenders in ein einziges Steuerungssystem mit einheitlicher Bedienung zusammengeführt. Ein Bus für alle Anlagenteile Profinet ist das Industrial Ethernet-Kommunikationssystem, welches durch Profibus & Profinet International (PI), der weltgrößten Gemeinschaft von Herstellern und Anwendern der Automatisierungstechnik, spezifiziert wurde. Mit seinem skalierbaren Leistungsumfang von Standard Ethernet bis zu IRT-Lösungen, seinen anwendungsorientierten Profilen für Antriebstechnik, Sicherheitstechnik und Energiespar-Betrieb sowie durch den Support seitens PI ist Profinet zum führenden Universalbus der Automatisierungstechnik geworden, einschließlich einer besonderen Eignung als leistungsstarker Antriebsbus bis hin zu Motion Control-Applikationen. Diese Leistungsbreite kommt jetzt auch dem uniVAL-Konzept zu Gute, wodurch der Wunsch von Maschinenbauern und Maschinenbetreibern erfüllt wird, die Hochleistungssteuerungen wie z. B. Sinumerik- und Simotion verwenden. Die Entwicklung von uniVAL bzw. uniVAL Drive für Profinet wurde durch Profibus & Profinet International bzw. deren Arbeitskreise und Mitgliedsfirmen sowie die Siemens AG intensiv unterstützt. Für die Entwicklung der Schnittstelle zu Profinet IRT sowie zur Implementierung des Antriebsprofils Profidrive (Applikationsklasse 4) wurde auf die netX-Technologie von Hilscher gesetzt. Die netX-Familie von Netzwerk-Controllern ermöglicht es, zahlreiche Feldbus- und Industrial Ethernet- Systeme wie Profinet einschließlich IRT- Lösungen in kurzer Zeit und auf kleinstem Raum zu verwirklichen. Das gilt für schnelle Antriebsteuerungen mit hohen Anforderungen an Synchronität und kurzen Zykluszeiten ebenso wie für klassische I/O- Systeme oder komplexe Steuerungen mit Visualisierung und Kommunikation. Die netX Controller bieten dank ihrer abgestuften Leistungsklassen für jeden Einsatzfall eine passende Plattform. Auf der netX-Technologie beruht auch das Community-Projekt „Referenzimplementierung Profidrive-Profil“, welches – unter Begleitung durch PI – für Gerätehersteller eine wirksame Entwicklungsunterstützung durch kostenlose Bereitstellung des Quellcodes einer Profidrive-Standardimplementierung und deren Weiterentwicklung bietet. Maschinenbauer und Systemintegratoren können bei diesem Projekt verstärkt einheitliche Maschinenkonzepte realisieren und damit Kosten senken, aber auch neue Kundenkreise hinzugewinnen. Die Roboter hersteller werden zunehmend als attraktive „Zulieferer“ der Maschinenbauer wahr genommen und können daraus Wachstum generieren und schließlich erhalten die Betreiber Maschinen, in denen modernste Steuerungstechnik, Industrial Ethernet-Kommunikation und hochentwickeltes Roboter-Know how zu einer einzigen Einheit zusammengeführt sind. Fotos: Aufmacher: Fotolia www.profibus.com 28 antriebstechnik 1-2/2015

Die Instandhaltungsmessen 2015 OpenSafety-Bediengeräte mit einem Stromanschluss Bisher mussten zahlreiche Kabel durch Tragarmsysteme gefädelt werden, wenn Bedienpanels mit mehreren hartverdrahteten Schaltern und Tastern ausgestattet waren. Die open-Safety- Bediengeräte von B&R benötigen nur einen Bus- und einen Stromanschluss. Dadurch lassen sich die Bediengeräte genau dort platzieren, wo sie gebraucht werden und es muss keine Rücksicht auf dicke Kabelstränge genommen werden. Zudem gestal ten sich Inbetriebnahme und Service bedeutend einfacher, wodurch Kosten ge spart werden. Der Not-Aus funktioniert ebenso zuverlässig wie bei hartverdrahteten Varianten. Die Bediengeräte stehen in zahlreichen Konfigurationen zur Verfügung und können somit auf jeden Anwendungsfall zugeschnitten werden. Neben verschiedenen Display diagonalen und Seitenverhältnissen stehen auch verschiedene Touch-Technologien zur Auswahl. Ebenso konfigurierbar sind Anzahl und Anordnung von Tastern, Schaltern und Not-Aus-Knopf. Die Bediengeräte stehen unter anderem mit Gehäuse gemäß IP65 zur Verfügung. Des Weiteren bietet B&R kundenspezifische Anpassungen und branchenspezifische Lösungen an, z. B. für den Nahrungsmittelbereich. Dortmund 25. – 26. Februar 2015 Messe Westfalenhallen Dortmund, Halle 4 Ihr kostenloser Messebesuch! Jetzt kostenlos online registrieren: www.easyFairs.com/maintenance-dortmund2015 Mit praxisnahem Vortragsprogramm www.br-automation.com Intelligente Stromüberwachung LCOS-CC in zwei Versionen Das Unternehmen Lütze erweitert das modulare und schienenmontierbare Gehäusesystem LCOS um die 10A DC Stromüberwachung LCOS-CC. Der Hersteller bietet die Stromüberwachung LCOS-CC in zwei Versionen an: als 1-Kanal und als 2-Kanal-Variante. Der zentrale Vorteil des LCOS-CC ist der direkte Anschluss der Last an „+“ und „–“. Der Gehäusephilosophie des LCOS Systems entsprechend, sind alle Anschlussklemmen steckbar und eignen sich somit für den werkzeuglosen Aufbau bzw. Modulwechsel. So verringert sich der Verdrahtungsaufwand. In der zweikanaligen Ausführung ist der Direktanschluss der Last doppelt ausgeführt. Die Statusmeldungen erfolgen als optische und elektrische Signalisierung für jeden Kanal getrennt entweder als Sammelstörmeldung oder bei Erreichen der 90 % Auslastung. Die zweikanalige Version verfügt über einen galvanisch getrennten Ferneingang zum Ein- und Ausschalten für jeden Kanal sowie eine unabhängige Einstellung von Strombereich und Charakteristik. In der einkanaligen Version ist der Direktanschluss der Last vierfach ausgeführt. Somit kann gegebenenfalls auf eine zusätzliche Verteilerklemme verzichtet werden. Die Abschaltung der Last erfolgt 2-polig und ist galvanisch getrennt. Stuttgart 29. – 30. April 2015 Messe Stuttgart, Halle C2 www.easyFairs.com/maintenance-stuttgart2015 Premiumpartner www.luetze.de

Aktuelle Ausgabe